Windows 7 ist da


Windows 7-Logo (c) Microsoft Corp. 2009Um 0:00 Ortszeit beginnt der offizielle Verkaufsstart von Windows 7. Mit Windows 7 möchte Microsoft den im Vergleich zu den vorigen Betriebssystemen erfolglos weggekommenen Vorgänger Windows Vista ablösen und neue Kunden gewinnen beziehungsweise zurückgewinnen.

Windows 7 vereint Leistung, Stabilität und Innovation, es glänzte in den bisherigen Tests, die mit Vorab- und finalen Versionen schon seit Januar 2009 möglich waren.


Obwohl Windows 7 als ein verbessertes Windows Vista gesehen werden kann, ScreenShot014fällt es vor allem durch diese Neuerungen auf:

  • höhere Arbeitsgeschwindigkeit auch auf alter Hardware
  • Neue Oberfläche mit neu gestalteter Taskleiste und neuen oder verbesserten Desktopfunktionen
  • Unterstützung für DirectX 11
  • Kostenlos um “XP Mode”, ein virtuelles Windows XP erweiterbar
  • Heimnetzwerke
  • Verbesserte Sicherheit mit der UAC
  • Multitouch-Eingabemöglichkeiten

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Sorgen um “XP Mode”

Eine der wahrscheinlich praktischsten Funktionen von Windows 7 wird das Add-On “XP Mode” sein. Mit XP Mode installiert man ein virtuelles Windows XP, innerhalb dessen ältere Programme, die mit Windows 7 nicht kompatibel sind, ausführen kann.

Damit XP Mode funktioniert, ist die Unterstützung für hardwareunterstützte Virtualisierung zwingend erforderlich. Eine schnelle, wenn auch mehrkernige CPU reicht möglicherweise nicht aus, damit eine virtuelle Maschine flüssig bedienbar wird und vor allem: Zugriff auf Geräte wie etwa USB-Sticks bekommt.


Durch die hardwareunterstützte Virtualisierung (Intel Virtualization Technology oder AMD-V). Beide Prozessorgersteller  stellen Programme bereit, mit denen man herausfinden kann, ob IVT oder AMD-V unterstützt wird.

Wer bereits eine Umgebung für virtuelle Computer installiert hat (etwa Virtual PC, VMWare Workstation oder VirtualBox), kann damit ganz einfach herausfinden, ob die Technologie unterstützt wird: in allen Programmen lässt sich je virtuelle Maschine ein Haken setzen, der den Nutzen der Technologie möglich macht.

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Rechts: Auf einem Laptop ist die hardwareunterstützte Virtualisierung nicht verfügbar.

Die für XP Mode erforderliche Technologie ist nicht auf allen Computern verfügbar, insbesondere Bürocomputer, wie sie sowohl in Büros und zuhause anzutreffen sind, dürften davon ausgenommen sein. Dieser Umstand macht Windows 7 mit XP Mode nun doch nicht so interessant für die Endkunden: die Umstellung auf das neue Betriebssystem würde neue Hardware verlangen, obwohl die “alte” für Windows 7 allein eigentlich ausreichend sein könnte (1 GiB RAM dürfte inzwischen zum Standard gehören).

Wenn Ihr Computer Hardwarevirtualisierung untersützen müsste (laut Intel oder AMD), es offensichtlich aber nicht tut, schauen Sie doch einmal in die BIOS-Einstellungen (nach dem Einschalten je nach angezeigter Meldung F1, F2 oder ENTF drücken), unter “CPU Settings” müsste die Einstellung zu finden sein; Microsoft stellt dazu auch eine ausführliche Anleitung für mehrere Plattformen bereit.