Preise für Windows 7 bekannt – Kritik an Microsofts Preispolitik trotz Preisnachlass


Gestern bei Computerworld, heute bei Heise.de: Jetzt sind die Preise, zu denen Microsoft das am 22. Oktober erscheinen sollende Windows 7 verkaufen will, bekannt.

Der Quasi-Standard ist Windows 7 Home Premium, die Variante für Heimanwender, die Windows XP Home Edition und Vista Home Premium ablösen soll. In den USA soll diese Variante genau 119,99 US-Dollar kosten, in Europa rund 120 Euro – ungeachtet der Wechselkurse, wie es scheint.

windows7Einen Preiskracher bietet Microsoft trotzdem: Wer Windows 7 Home Premium (und zwar nur Home Premium) bis zum 15. Juli online bestellt, kann es für 50 Euro bekommen. Es gilt die Freizeichnungsklausel “solange der Vorrat reicht”. Danach soll diese Quasi-Standardvariante zum Regelpreis von 120 Euro erhältlich sein.120 Euro, das sind übrigens etwa 8 Prozent weniger als Microsoft damals für Windows Vista Home Premium verlangt hat.

Günstiger sind auch die höheren Varianten geworden: Windows 7 Professional, das Windows XP Professional und Vista Business ablösen soll, will man für 285 Euro; Ultimate für 300 Euro angeben.

Für die Phase nach der Einführung bis zum 31. Dezember gelten leicht höhere Einführungspreise.


Microsofts Preise gelten nur für die Komplettversionen. Zu diesen gehören ScreenShot014neben den Installations-DVDs ein Handbuch und kostenloser Support.

Die bei Bastlern beliebten Systembuilder-Versionen sowie Upgrade-Versionen, die Windows XP oder Vista erfordern, sind erfahrungsgemäß zu weitaus günstigeren Preisen zu bekommen. Noch ein Jahr nach der Veröffentlichung von Vista standen die Preise für solche Versionen von XP bei 40 bis 60 Euro (eBay). Es ist deshalb zu erwarten, dass man Windows 7 zu Preisen unterhalb der 50 Prozent bekommen kann.


Windows 7-Upgradeprogramm beginnt diesen Freitag

Microsoft startet diesen Freitag das kostenlose Upgrade-Programm für Käufer von PCs mit Windows Vista. Dies gab der Konzern auf seiner Website bekannt. Auf “windows7upgradeoption.com” heißt es derzeit sinngemäß: “Vielen Dank für Ihr Interesse. Bitte kommen Sie am 26. Juni zu dieser Seite zurück.

Wer zwischen dem 26. Juni 2009 und Januar 2010 einen Computer mit Windows Vista Home Premium, Business oder Ultimate erworben hat, ist berechtigt, am Upgrade-Programm für Windows 7 teilzunehmen. Für Kunden der ebenfalls höher eingeordneten Enterprise-Variante gilt das Programm jedoch nicht: dies ist eine für Firmen vorgesehene Variante, die längerfristig eingesetzt werden soll.


Microsoft hat bis jetzt noch keine offiziellen Angaben darüber gemacht, dann das Programm starten und enden wird geschweige denn, wie der Upgrade-Prozess über die Hersteller abgewickelt werden soll und wie viele sich daran überhaupt beteiligen.

Microsofts Upgrade-Pläne sind seit langem bekannt. Im Januar meldete TechARP, dass es ein solches Programm geben würde, später nannte man sogar diesen Freitag als Termin.

Wer eine der weiter oben genannten Vista-Varianten auf seinem neuen PC hat, kann zu den Windows 7-Varianten Home Premium, Professional und Ultimate wechseln. Professional wird die Anforderungen der bisherigen Business-Variante erfüllen.

Wer einen PC mit XP und Downgrade-Lizenz erhalten hat, ist ebenso zum Upgrade auf die Version 7 berechtigt. Microsoft hat die Frist für das Vista-auf-XP angesichts der hohen Nachfrage in Unternehmen und dem demnächst erscheinenden 7 bis zum April 2011 verlängert.

Für Windows 7 sind derzeit noch keine Preise bekannt. Es wird allerdings erwartet, dass sich diese kaum von den bisherigen Preisen unterscheiden werden. Einige Elektronikketten planen den Verkauf zum Preis von etwa 60 Euro (für Home Premium).