Internet Explorer 8 ab August per WSUS


Microsoft wird am 25. August mit der Bereitstellung von Internet Explorer 8 per Windows Server Update Services (WSUS) für Unternehmenskunden beginnen. Mit der Bereitstellung des Updates wird es eine Option zur Deaktivierung geben, die das Upgrade von Version 6 oder 7 verhindern soll. Viele Firmen werden davon möglicherweise Gebrauch machen, da diverse Systeme, die per Webinterface bedient werden, nur mit Internet Explorer 6 verwendbar sind.

Das Update wird als Update Rollup bereitgestellt. Systemadministratoren, die das automatische Herunterladen und Installieren von Update Rollups aktiviert haben, müssen sich deshalb auf die Verteilung dieses Updates einstellen. Betroffen sind die Betriebssysteme Windows XP, Server 2003, Vista und Server 2008.

Internet Explorer 8 wird seit März bereitgestellt, einen Monat später war er per Windows Update (welches vor allem von Privatkunden genutzt wird) verfügbar. Zeitgleich erschien ein Tool zum Blockieren des Upgrades, das aber bei der Verteilung per WSUS keine Wirkung zeigt.


Updates für Windows können von Systemadministratoren schon vor der Verteilung durch Microsoft zum Firmeninternen Windows Update-Server hinzugefügt werden.


“Überraschungsupdates” als Nebeneffekt des Riesenupdates vom 9. Juni

Gegen den Willen der Anwender installiert Windows “Überraschungsupdates”, obwohl das automatische Herunterladen und Installieren deaktiviert ist – das wollen die Autoren eines Newsletters beobachtet haben.

Mehrere Windows-Anwender berichteten ebenso, dass ihr PC seit dem 9. Juni, als Microsoft ein Riesenupdate für Windows, Office und Internet Explorer herausgegeben hat, immer wieder selbstständig Updates nachlädt und den PC neu startet – und das, obwohl die automatischen Updates deaktiviert wurden.


Erste Vermutungen gehen aber nicht in die Richtung, dass Micrsosoft heimlich Updates nachinstalliert, sondern deuten auf die Unaufmerksamkeit der Anwender hin: Bei ihnen befindet sich im Infobereich der Taskleiste noch immer die Updatebenachrichtigung. Solange diese dort erscheint, wurden der Computer seit dem Installieren der Updates noch nicht neu gestartet und soll den Benutzer eigentlich genau dazu bringen.

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Links: Auch zwei Wochen nach dem Riesenupdate konnten Teile davon nicht heruntergeladen werden. Ursachen: langsame Leitungen, überlastete Windows Update-Server.

 

Wer nur Teile der vorletzte Woche herausgegebenen Updates installiert hat, bekommt auch bei Deaktivierung des automatischen Update-Mechanismus die dazugehörigen Updates nachgeliefert. Wie gesagt, es handelt sich um eine “Riesenupdate” das aus bis zu 41 Patches besteht, je nachdem, ob Office mit Updates versorgt werden soll.

Solange nicht alle Updates vollständig installiert wurden und der Computer nicht neu gestartet wurde, wird der Hinweis, dass Updates installiert werden müssen sowie die Aufforderung zum Neustart immer wieder erscheinen.

Die Autoren des Magazins, das diesen “Fehler” festgestellt haben will, konnten die Situation nicht nachstellen. Betroffen waren übrigens Nutzer von Windows XP und Vista.

Andere Vermutungen, weshalb die Updates auch zwei Wochen nach der Veröffentlichung geholt werden, besagen, dass die  hohe Nachfrage an Microsofts Update-Servern eine Überlast verursacht haben kann. Die Updates konnten deshalb nicht binnen weniger Tage geholt werden, sondern werden auch nach Deaktivierung der automatischen Updates rückwirkend für das alte Datum heruntergeladen und installiert.

Microsoft weist die “Anschuldigung”, es handle sich um einen Bug, zurück. Man weist darauf hin, dass einige Anwender die Update-Benachrichtigung schlichtweg übersehen oder ignoriert haben und deshalb auch mehrere Tage nach dem Abholen der Updates diese installieren müssen.