Internet Explorer wird gepatcht [Update]


Am heutigen Donnerstag stellt Microsoft nun endlich ein Sicherheitsupdate bereit, das eine Schwäche in Internet Explorer 6, 7 und 8 beheben soll. Über diese Lücke und eine nicht unerhebliche Menge Neugier ist es bislang unbekannten Angreifern gelungen, PCs von Mitarbeitern von Firmen wie Google und Adobe auszuspähen. Ihnen wurden offensichtlich gezielt E-Mails mit Links zu manipulierten Websites geschickt.

Das Update soll als MS10-002 außerplanmäßig (sonst ist es der zweite Dienstag des Monats) bereitgestellt werden.

Microsoft beobachtete nach eigenen Angaben bisher nur Angriffe auf den veralteten Internet Explorer 6. Den Nutzern dieser Version empfiehlt Microsoft, auf die Version 8 umzusteigen, das BSI empfahl sogar, bis zur Behebung der Lücke alternative Browser wie etwa Firefox oder Chrome einzusetzen.

Laut Microsoft ist das Exploit, das die Schwäche ausnutzt, unter Internet Explorer 7 und 8 unter Windows Vista und 7 durch die Data Execution Prevention nicht in der Lage Schaden anzurichten. Wer nicht auf den Internet Explorer 7 oder 8 verzichten will/kann, der sollte wenigstens JavaScript deaktivieren und sicherstellen, dass der Browser im geschützten Modus ausgeführt wird.

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Ein Klick auf “Stufe anpassen” ermöglicht das Deaktivieren von Scripting.


[Update]

Das Update wurde veröffentlicht und erscheint in Windows Update als KB978207.

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Kein echtes Upgrade von Windows XP auf 7 – aber eine Verbesserung

Wer derzeit Windows XP hat, hat wahrscheinlich aus Überzeugung daran festgehalten. XP lief schnell und zuverlässig, warum hätte man es gegen Vista eintauschen sollen?

Nach den bisherigen Eindrücken von Windows 7 dürfte das inzwischen acht Jahre alte XP auf vielen Rechnern schon Bald Ablösung finden:


Windows 7 ist das bessere Vista. Statt einem sich hinziehenden Start, lange dauernder Anmeldung und lahmenden Applikationen glänzt es mit Startzeiten von 30 Sekunden, einer schnellen Anmeldung und ruckelfreiem Ausführen von Programmen.

imageVolle Auslastung sieht anders aus: Damit der Task-Manager
unter Windows etwas Bewegung in die Kurven bringt,
muss man schon ein virtuelles Vista starten.
4-Kern-CPU, 4 GiB RAM und x64-Ausgabe von Windows 7.

Die Bedienung des Desktops wurde vereinfacht und ist viel komfortabler geworden. Fenster lassen sich durch bestimmte Bewegungen in ihrer Größe Ändern oder Anordnen, die neue Taskleiste macht das Auffinden von Dokumenten oder Websites durch die Sprunglisten einfacher – selbst dann, wenn die betreffenden Programme gar nicht geöffnet sind.

Schneller

Windows 7 hat im Gegensatz zum Vorgänger einen so geringen Ressourcenhunger, dass es selbst auf wirklich alter Hardware laufen kann: Auf einem PC mit 700 MHz schneller CPU war Windows 7 noch gut verwendbar, nach unten waren 350 MHz und 160 MiB RAM nicht zu “toppen”.

Mit Windows Vista waren solche Experimente nur schwer möglich. An Bedienbarkeit war hier nicht zu denken.

Auf 7 wechseln

Wer derzeit mit Windows Vista unterwegs ist, kann fast immer auf Windows 7 upgraden – und dabei wohlbemerkt seine Programme und Einstellungen mitnehmen. Voraussetzung ist, dass man auf eine gleichwertige Ausgabe von 7 wechseln will: Vista Home Premium kann durch 7 Home Premium ersetzt werden und Vista Business durch 7 Professional. Das Upgrade auf eine niedrigere Version von Windows 7 ist nicht möglich.

XP-Nutzern haben es beim Upgrade weniger gut: Sie können ihre Programme, Einstellungen und Dateien nicht in einem Rutsch mitnehmen. Windows 7 setzt hier wie auch vorher Vista auf die Image-basierte Installation. Dabei wird Windows, unabhängig davon was sich schon auf der Festplatte befindet, sauber installiert. Alte Dateien gehen aber nicht verloren, sondern werden in einen mit Windows.old bezeichneten Ordner verschoben. Hieraus können Sie nach dem Umstieg Ihre Daten zurückholen, aber bitte nur die Benutzerprofile:

Dokumente und Einstellungen manuell wiederherstellen

  • erstellen Sie unter Windows 7 zuerst die benötigten Benutzerkonten
  • melden Sie sich mit den jeweiligen Konten an
  • Aktivieren Sie das Anzeigen versteckter Dateien
  • Kopieren Sie die Profileinstellungen und Benutzerdaten aus den Ordnern C:\Windows.old\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername> nach C:\Benutzer\<Benutzername>

Ich empfehle immer, die Ordnerinhalte zu kopieren. So geht nichts schief, wenn jemand versucht, Dateien wie NTUSER.DAT zu kopieren (das ist ein Teil der Registrierungsdatenbank und kann normalerweise nicht kopiert werden – wenn doch, werden die Einstellungen des Profils mit ungültigen überschrieben).

Bevor ich dazu einen eigenen Beitrag geschrieben habe, beantworte ich Fragen hierzu gerne in diesem Forum.

Windows 7 mit XP-ModusProgramme, die unter XP liefen, müssen nicht unter Windows 7 laufen – tun es aber fast immer. Wer auf eine 64-Bit-Variante umgestiegen ist, kann eventuell Probleme mit sehr alten Programmen bekommen, wenn alles oder Teile davon noch für 16-Bit-Systeme geschrieben wurden. In diesen Fällen helfen entweder:

  • die jeweiligen Programme aktualisieren oder ersetzen (viele hochwertige Programme gibt’s heutzutage kostenlos im Internet)
  • oder: den XP Mode für Windows 7 nachinstallieren.

XP Mode ermöglicht das Ausführen älterer Programme in einem virtuellen Windows XP – die Fenster der Programme können auf dem Windows 7-Desktop verwendet werden.

Programme, die sehr nah am Betriebssystem arbeiten und Antivirenprogramme können nicht immer auf Windows 7 mitgenommen werden. Schauen Sie sich bei den Herstellern nach neueren Versionen um, bevor Sie sie installieren. Es kann sein, dass Windows vor Inkompatibilitätsproblemen warnt, wenn Sie versuchen, ältere Programme zu installieren.

Upgrade- oder Vollversion?

Wer etwas Geld sparen will, kann sich statt einer Vollversion eine Upgrade-Version von Windows 7 kaufen. Diese Versionen wurden auf eBay in der Vergangenheit fast immer zu Spottpreisen gehandelt (Vista Business geht dort in dieser Variante für etwa 20 Euro weg).

Voraussetzung für die Verwendung dieser Upgrade-Versionen ist aber immer, dass eine Vorgängerversion von Windows installiert ist: in diesem Fall XP oder Vista.

Die Upgradeinstallation von XP muss mit einem Neustart und anschließendem Starten von der Installations-DVD beginnen, die von Vista darf bequem über den Windows-Explorer aufgerufen werden, funktioniert aber auch beim Booten.

Die Installationsmedien für Windows 7 sind, von der Sprache und 32- oder 64-Bit-Version abgesehen, immer gleich bespielt. Welche Ausgabe installiert wird und ob es sich um eine Lizenz für ein Upgrade handelt, wird nach der Eingabe des Lizenzschlüssels entschieden.

Gut zu wissen

Wer Windows 7 Professional oder Ultimate kauft, darf das Betriebssystem unter Verwendung derselben auf dem Hostsystem eingesetzten Lizenz in einer virtuellen Maschine installieren.