Aus für Beacon: Facebook beendet personalisierte Werbung


Die Betreiber des US-amerikanische Sozialnetzwerks “Facebook” stellen die Verwendung der “Beacon” genannten personalisierten Werbung ein.


Beacon erlaubte es unter anderem

  • zielgerichtete Werbung einzublenden, die den Benutzer anspricht
  • anzuzeigen, was ein Facebook-Benutzer zuletzt über das Internet gekauft hat.

Facebook-Logo - (c) FacebookBesonders letztere Funktion sorgte immer wieder für Verwunderung oder gar Angst, wenn Nutzer der Plattform auf ihre Käufe angesprochen wurden.

Im August 2008 klagten Datenschützer gegen Facebook, weil “Beacon” massiv in die Privatsphäre der Nutzer eingreife.

Facebook kündigte jetzt an, eine Stiftung zur Förderung des Datenschutzes gründen zu wollen. Facebook schießt dieser 9,5 Millionen US-Dollar zu.

Bei der Einführung von Beacon, Ende 2007, hoffte man bei Facebook darauf, Beacon -eine neue Funktion für das Sozialnetzwerk erfunden zu haben. Beacon zu konfigurieren fiel den Nutzern jedoch so schwer, dass die Idee in einem  Datenschutz-Desaster endete.

“Wir haben viel […] aus der Erfahrung mit Beacon gelernt. Wir haben unterschätzt, wie schwierig es [für die Nutzer] sein würde, die Einstellungen darüber, welche Informationen veröffentlicht werden, anzupassen.”, sagte Barry Schnitt, Director of Policy Communications, Facebook.

Mit der Gründung der Stiftung wird der Rechtsstreit nun außergerichtlich beigelegt.

Bild: “Beacon”, von DieselDemon, Flickr


Landgericht: StudiVZ ist keine Kopie von Facebook

StudiVZ ist keine Kopie des US-amerikanischen Sozialnetzwerks Facebook – so urteilten die Richter im Prozess ”Facebook-vs-StudiVZ”.


Facebook hatte geklagt, dass StudiVZ das Sozialnetzwerk in Gestaltung und Funktionalität nachahme, die Entwickler der deutschen Plattform sollen sogar Quellcode gestohlen haben und nach Auffassung des Klägers einfach nur die Farbe blau gegen rosa ausgetauscht haben.

Auch der Vorwurf, StudiVZ ahme Facebook in der Bedienung nach, stieß auf Unverständnis. “Wenn das Kopieren von “Look & Feel” satisfaktionsfähig wären, dann hätten wir heute weder Windows noch Mac OSX noch Linux, weil irgendwer bei XeroxParc mal die Idee mit Fenstern und Maussteuerung hatte.” (siehe hier)

Der Prozess ist aber noch nicht abgeschlossen. Es stehen noch Verhandlungen vor Gerichten in Stuttgart und Kalifornien an.