Microsoft Vine: Social Networking-Dienst


Microsoft hat heute Vine veröffentlicht, einen hauseigenen Social-networking-Dienst, der das Versenden von Kurzmitteilungen zwischen Freunden und Bekannten ermöglichen soll.


Das Angebot soll im Mai zum testen geöffnet werden. Unter vine.net ist es seit heute zu erreichen – und verwendbar, wenn man eine Einladung bekommen hat.

Vine wurde vom Windows Live-Team entwickelt und anders als Twitter, als Konkurrent dessen es schon manche sehen, kann Vine Informationen mit zuvor ausgewählten geografischen Orte verknüpfen. Neben Mitteilungen von Freunden können auch Nachrichten aus bis zu 20 000 Quellen angezeigt werden.Microsoft Vine

Vine soll mit Facebook verknüpft werden und Informationen über neue Mitteilungen von Freunden als Meldung anzeigen. Genauso darf man auch innerhalb des Vine-Netzwerks “Hilferufe” verschicken, die bei den Empfängern auch per E-Mail oder SMS eingehen können.

Mit dem neuen Dienst zielt Microsoft insbesondere auf kleinere Personengruppen wie Nachbarschaften, Freundeskreise und Familien ab.

In diesen schweren Zeiten für den Datenschutz wirbt Microsoft auch mit wichtigen Features, die viele Sozialnetzwerke in der Vergangenheit vermissen ließen: Der Benutzer kann selbst einstellen, wem welche Informationen gezeigt werden sollen.

Microsoft Vine könnte durchaus Potenzial haben, weil es noch keinen vergleichbaren Dienst gibt – allerdings einzelne Dienste, die zusammen all das, was Vine kann, schon beherrschen, darunter fallen auch Twitter und eine Art “Freundesnetzwerk” von Google.

Möglich ist – und das ist eine Spekulation von mir – dass Microsoft den Dienst irgendwann in den Live Messenger integriert. Das Fensterdesign passt ja schon. Microsoft würde mit diesem Schritt Millionen Vine-Nutzer auf einen Schlag gewinnen.