67 Lücken in Mac OS X werden geschlossen


Mit einem heute bereitgestellten Update behebet Apple 67 Sicherheitslücken in Mac OS X, zwei davon wurden beim “Pwn2Own-Contest”, einem Crackerwettbewerb, ausgenutzt.

Experten gehen davon aus, dass Updates dieser Größe für Apple künftig normal werden könnten: Apple müsse sich darauf einrichten, in den Focus von Crackern und Programmierern von Schadsoftware zu geraten, da das Betriebssystem OS X immer mehr Verbreitung findet (derzeit etwa 8%).


Das Sicherheitsupdate “2009-002” ist mit dem Upgrade für Leopard auf OS X 10.5.7und davon getrennt für die Besitzer von “Tiger” erhältlich. Es stopft Lücken in BIND, Disk Images, dem Flash Player, iChat, CoreGraphics, dem Browser Safari und WebKit, iChat, Spotlight, QuickDraw Manager und Kerberos sowie weiteren Teilen des Betriebssystems selbst.

26 der Lücken, die heute gestopft werden sollen, werden von Apple als “kritisch” eingestuft und können ausgenutzt werden, um Code auf einem Mac einzuschleusen.

Die Hälfte der Lücken befindet sich in Programmen, die quelloffen, also als “Open Source” verfügbar sind, darunter der Apache-Webserver und WebKit (siehe oben).

Sicherheitsexperten kritisieren Apples Update-Politik: Die Sicherheitslücken in Apache hätten bereits im Dezember behoben werden können, da die Entwickler die Fehler früh erkannt haben.

Das heute bereitgestellte Update ist eines der größten für OS X seit dem März 2008.


Apple: Hier sinken die Absätze und da steigen sie

Weniger Macs, aber mehr iPods und iPhones

Genau das haben die Analytiker erwartet: Der Software- und Hardwarehersteller Apple Computers gab gestern bekannt, dass die Verkaufszahlen für die Mac-Computer stetig gefallen seien. Es ist die erste Mitteilung dieser Art seit sechs Jahren.

Trotzdem hat Apple gegenüber dem ersten Quartal 2008 15% Gewinne bei 9% Umsatz erzielt. Diese Gewinne sind größtenteils auf die guten Verkaufszahlen des iPhone und des iPod Touch zurückzuführen.

Im ersten Quartal 2009 verkaufte Apple 2,2 Millionen Macs, gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang von 3%. Tim Cook, Chief Operating Officer bei Apple, sieht das dennoch als Gewinn: die Verkaufszahlen für alle Computer sind weltweit im vergangenen Jahr um 7% zurückgegangen. Anbetracht der schlechten Wirtschaftssituation sei das eine ordentliche Leistung, sagte Cook, der den Apple-Chef Steve Jobs derzeit vertritt.

Auch einige Analysten sehen das so: trotz der schlechten Situation hat Apple das Beste daraus gemacht.


Apple-Logo © Apple Inc. Bis zum 31. März hat Apple 818 000 Desktopcomputer und 1,4 Millionen Notebooks verkauft – im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 4, im Vergleich zu den vorigen Quartalen ein Rückgang von 2%. Der Absturz in den Verkaufszahlen für Desktopcomputer war etwas geringer als in den Vorjahren.

Cook zeichnete die neuen Stärken der Desktopcomputer auf, letzten Monat wurde die komplette Mac-Linie neu aufgelegt, obwohl Analysten die Pläne des Konzerns nicht gerade als überwältigend eingestuft hatten. In den letzten Wochen des ersten Quartals sind die Verkaufszahlen für den neuen iMac, den Mac Pro und den Mac mini wieder angestiegen.

Netbooks von Apple?

Von Netbooks hält Apple offensichtlich weiterhin nichts. Die kleinen Billig-Computer, die größtenteils mit Windows verkauft werden und dessen Marktanteil stark anheben, entsprechen nicht Apples Anforderungen und genießen keinerlei weitere Beachtung.

“Wenn ich mir ansehe, was an Netbooks so verkauft, wird, sehe ich furchtbare Software und Billig-Hardware”, soll Cook gesagt haben. “Das ist keine gute Erfahrung und nichts, für das die Marke [Apple] stehen wird. Man redet die Dinger nur schön, wenn man sie ‘Personal Computer’ nennt.”

Trotzdem wirft Apple ein Auge auf dieses Marktsegment. Wenn Apple eine Möglichkeit sieht, ein innovatives Produkt bereitzustellen, das in dieses Segment passt, wird Apple diesen Schritt gehen, so Cook. Es gebe gute Ideen und das Mac-Angebot sei fantastisch.

Wahrscheinlich werden sich Apples neue Geräte zwischen dem iPod Touch und dem MacBook bewegen, meint ein Analyst, Apple muss im Marktsegment der kleinen und billigen Netbooks Fuß fassen, um mit den PCs auch hier konkurrieren zu können.