WWDC: Einblicke in Snow Leopard


Auf der Entwicklerkonferenz gelangen einige Einblicke in das kommende Mac OS X 10.6 “Snow Leopard”, das Apple möglicherweise Anfang des Jahres 2010 herausgeben will.


Statt auf neuen Funktionen lag der Fokus bei der Entwicklung der Version 10.6 auf der Verbesserung der Leistung und Stabilität. “Um weiterhin das am weitesten entwickelte Betriebssystem mit der besten Usererfahrung anbieten zu können, konzentrieren wir uns auf die Perfektionierung statt neue Funktionen zu entwickeln.”, sagte Apples Senior Vice President Bertrand Serlet.

Neu in OS X 10.6

Ein paar neue Funktionen gibt es aber trotzdem: So verstehen Mail, das Adressbuch und iCal jetzt den Microsoft Exchange Server 2007 und bringen volle Unterstützung für E-Mail, Kontakte und den Kalender mit.

QuickTime wird in die nächsthöhere Version gehoben und bekommt einen Neuen Name: QuickTime X. Technisches ist über QuickTime aber noch kaum bekannt. Apple nennt es die “Plattform der nächsten Generation” und verweist auf die Unterstützung von Internetstandards bei Medien. QuickTime X dürfte wohl auch durch die zahlreichen Updates der vergangenen Monate den Sprung auf die nächste Version geschafft haben.

Drei weitere Änderungen beziehen sich auf das System und sind zukunftsrelevant. Snow Leopard nutzt jetzt seine 64-Bit-Architektur, um die Größe des maximal verwendbaren Arbeitsspeichers auf 16 Terabytes zu heben – bislang liegt die Grenze bei 32 Gigabytes. Wie nötig diese Änderung ist, kann man derzeit schwer abschätzen. Die größten Speicherchips fassen heute 4 Gigabytes RAM, das macht in einem Computer mit 4 Slots 32 GiB.

Eine weitere systemnahe und für die Zukunft wichtige Änderung ist die Einbettung von Grand Central, das darauf angepassten Anwendungen eine optimale Ausnutzung von Mehrkernprozessoren ermöglichen soll.

Dann wäre da noch die Unterstützung für die Open Computing Language, womit Entwickler die Rechenleistung der 3D-Grafikkarte ausnutzen können. Moderne Grafikkarten können als eigenständige Computer angesehen werden, die auch für Anwendungen genutzt werden können, die nichts mit Grafikberechnung zu tun haben. Damit bestehende Anwendungen OpenCL nutzen können, muss der Programmcode allerdings angepasst werden.


Google Chrome jetzt auch für Mac OS und Linux

Auf den Downloadservern von Google war Chrome schon länger für Mac OS und Linux erhältlich, jetzt wurden Entwicklerversionen offiziell freigegeben.

Chrome unter Mac OS 

Dennoch rät Google ausdrücklich davon ab, diese Versionen zu herunterzuladen, geschweige denn zu benutzen. “Was auch immer Sie damit tun [wollen], laden Sie Chrome nicht herunter!,” heißt es auf den Downloadseiten.


Den Entwicklerversionen mangelt es noch anzahlreichen Funktionen. So lässt sich der Suchanbieter nicht wechseln, es gibt keine Druckfunktion und Plug-Ins wie der Flash Player sind auch noch nicht verwendbar.

Die Downloads gibt es hier für Mac OS X und für Linux.