Riesiges Tablet von Kno – “The Kno” soll eigene Plattform werden


Es ist riesig. Verglichen mit dem iPad und dessen Konkurrenten, die zumeist Bildschirmdiagonalen von 7 bis 10 Zoll messen ist “The Kno” – so übrigens sein Eigenname – mit bis zu 2x 14 Zoll Bilddiagonale ein Gigant. Ein Display soll 1440×900 Bildpunkte haben.

Kno, Inc., der Hersteller von “The Kno” will sein Tablet als eigene Plattform etablieren. Was man dabei in die Hardware investiert, und da ist CEO Osman Rashid ganz offen, bringt dem Unternehmen keine oder nur wenig Gewinne ein.


Vielmehr will man mit einer eigenen (Verkaufs)-Plattform, vergleichbar mit dem Android Market, Geld verdienen.

Das Tablet als Ticket zum Geldausgeben? Bei Preisen von 599 US-Dollar für die Variante mit nur einem Display und 899 für die mit zwei Klapp-Displays ist, durchaus glaubwürdig, was Rashid da sagt.

Verglichen mit dem iPad gebe man dem Kunden ja mehr fürs Geld: von Apple gebe es ein Tablet mit 9,7 Zoll Bilddiagonale für rund 500 Dollar. “The Kno” kommt in der Ein-Bildschirm-Ausgabe für rund 100 Dollar mehr mit einem 14 ,1 Zoll großen Display.

Wie man erwarten würde, setzt Kno als Betriebssystem auf Android. Der Webbrowser unterstützt Flash und HTML5.

“The Kno” ist als digitales (Notiz)-Buch besonders für Studenten gedacht. Es erlaubt die Texteingabe per Stift und natürlich solch obligatorische Aufgaben wie das Abspielen von Videos, Ausführen mehrerer Programme und die Bedienung per Touch. Ach, ins Internet geht “The Kno” natürlich auch, allerdings nur per WLAN.

Wie erfolgreich “The Kno” werden wird, bleibt abzuwarten. Etwas Skepsis ist jedenfalls nicht unangebracht. Das Tablet in Buchform will klassische Bücher ersetzen. Dabei muss bedacht werden, dass entsprechendes Material erst einmal bezogen werden muss. Mit dem Einstiegspreis von rund 600 US-Dollar für die Ausgabe mit nur einem Display (Buchform?!) und zusätzlichen Kosten für digitale Bücher lassen sich Studenten nicht so einfach gewinnen.

“The Kno” versucht ein Gerät zu sein, das einen völlig neuartigen Bedarf bedienen will: Tablets zum Lernen. Kno, Inc. stößt in ein Geschäftsfeld vor, das sie selbst schaffen wollen. Wer sich so etwas aufbauen will, muss dafür sorgen, dass potenzielle Kunden den Bedarf erkennen.

Die Bekanntheit des Risen-Tablets ist eher mäßig. Außerhalb der USA hat Kno bisher kaum die Aufmerksamkeit der Medien wecken können.


Microsoft kündigt iPad-Konkurrenten an – Angeblich Anpassung von Windows 7 im Gange

Auf dem “Microsoft’s analyst day” am vergangenen Donnerstag widmete sich Steve Ballmer gleich doppelt dem neuesten Kassenschlager des Erzkonkurrenten Apple: er sei (und das darf man ihm glauben) sei ganz und gar nicht davon angetan, wie viele dieser iPads Apple da seit der imageVeröffentlichung verkauft habe. Der Gedanke an einen neuen Tablet-PC (“Slate”) schwirre jedenfalls immer noch in seinem Kopf herum und man arbeite unter hoher Anstrengung mit Partnern zusammen, um in Kürze ein eigenes Gerät auf den Markt zu bringen.

Das klingt zunächst alles sehr gewagt und wackelig: allzu viel vom Stand der Entwicklungen ist nämlich nicht bekannt. Entweder schweigen sich Microsoft und Partner aus oder die Markteinführung eines Microsoft-Pads wird noch eine Weile auf sich warten lassen.

Ob es Geräte in der iPad-Bauform geben wird, ist noch nicht ganz sicher, Toshiba jedenfalls plant mit dem “Libretto” (der Name eines älteren Gerätes wird jetzt für eine neue Klasse verwendet) ein Gerät mit zwei Bildschirmen auf imageden Markt bringen. Das weckt Erinnerungen an Microsofts Konzept “Courier”, das mit der Einführung des iPads eigentlich beerdigt wurde.

“Slates”, zwischendurch auch “Ultra Mobile PCs” gibt es schon seit längerem. Sie laufen mit Windows und bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber dem iPad: echtes Multitasking, Ausführen nahezu aller PC-Programme und Flash (was für ein Seitenhieb). Aber ein großes Problem haben sie: Windows ist nicht auf schnelles Beenden und Starten ausgelegt, also liegt es nahe, bei tragbaren Geräten ständig den Stand-By-Modus zu nutzen. Zudem ist Windows an sich als PC-Betriebssystem nicht unbedingt für den Energiesparenden Betrieb vorgesehen.


Auf einigen Fachportalen kursierten kurze Zeit Gerüchte, dass Microsoft Windows 7 entsprechend anpassen werde. Wenn’s wahr ist, dann gibt es bereits ein geeignetes Gerät und demnächst auch ein optimiertes Betriebssystem.

Bilder:

  • iPad: Wikimedia Commons, CC
  • Libretto: Flickr, von Meryl Ko, CC