Windows 7 mit Highspeed


Dieser Tuning-Trick für Windows 7 lässt die bisher bekannten faulen Tricks mit Registry-Tweaks und dem Löschen temporärer Dateien alt aussehen: Der Schweizer Hacker “Chräcker” gibt auf der seiner Website an, er habe in den selbstentpackenden Installationsarchiven der Vorabversion von Windows 7 unkompilierte Bestandteile wichtiger Systemkomponenten entdeckt. Den gefundenen Code wolle er zwar nicht veröffentlichen, um sich zu schützen, gibt jedoch bekannt, einen Hack entdeckt zu haben, mit dem Windows 7 schneller laufen soll.

Die Codezeilen, die ihm die Idee zu diesem Hack brachten, gehören vermutlich zur Datei Io.sys, die mittels Autoexec.bat angewiesen werden kann, Befehle aus der Datei Config.sys zu verarbeiten. Der Hack besteht darin, der Datei Config.sys folgende Zeile anzufügen:

enable_ultrafast_mode = 1


Diese Änderung kann einfach über die Eingabeaufforderung vorgenommen werden, die aber per Rechtsklick-Menü mit Administratorrechten gestartet werden muss.

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Dort lautet der Befehl:

echo enable_ultrafast_mode = 1 >> config.sys

Wichtig ist, dass der Befehl “>>” richtig geschrieben wird, “>” würde den gesamten Inhalt der Datei Config.sys überschreiben!

Nach dem nächsten Neustart benötigt Windows 7 ein paar Minuten, um umkonfiguriert zu werden, nach einem zweiten Neustart werden einige größere Komponenten deinstalliert. Darauf folgt eine Update-Prüfung. Da im vorigen Schritt einige Komponenten entfernt wurden, werden die dafür installierten Updates (etwa für Internet Explorer) an dem Microsoft Update-Server zurückgeschickt. Nach einem dritten Neustart läuft Windows 7 schon im “Ultra Fast Mode”.

Nach dem Versetzen in diesen Modus werden sich folgende Änderungen eingestellt haben:

  • –Windows lädt eine kleinere und auf die Hardware zugeschnittene Abstraktionsschicht. Sie zu laden dauert durchschnittlich ein Zehntel der ‘normalen’ Ladezeit.
  • –Der animierte Bootscreen wird durch einen starren ohne Animation ersetzt.
  • –Die COM+-Schnittstellen werden deaktiviert. Einige ältere Programme, die diese benötigen, funktionieren dann nicht mehr, manche weichen aber auf die alte serielle COM-Schnittstelle aus.
  • –Größere Anwendungen wie Internet Explorer, Media Player, der Infobereich und das Media Center werden deinstalliert.
  • –Windows stellt auf einen schnelleren Festplattentreiber des AHCII-Standards um, der Native Command Queuing ermöglicht
  • –Aero wird deaktiviert und es ist nur noch das klassische Design vewendbar. Die Berechnung der grafischen Oberfläche ist damit wieder Aufgabe der CPU, arbeitet aufgrund der fehlenden Effekte aber schneller.
  • –Es werden mehrere Dienste deaktiviert, die in der Regel für erweiterte Netzwerkfähigkeiten genutzt werden, darunter Internet Information Services, Hypertext Transfer Protocol, Internet Protocol v4 und Kyoto Protocol.
  • –Das Dateisystem der Systemfestplatte wird in NTFS 5.4 geändert, das schneller lesbar ist, auf dem aber keine Bibliotheken verwendet werden können.

Einen erheblichen Nachteil hat dieser Modus jedoch: da Aero deaktiviert wird, zeigt die neue Taskleiste die Einträge ohne Vorschau und Schnellwahlmenü. Man muss also bei mehreren Fenstern einer Anwendung nach dem richtigen suchen.

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Die fehlenden Desktopfunktionen erschweren die Wahl der Taskleisteneinträge erheblich.

Update: funktioniert auch unter Windows Vista – teilweise

Wie sich jetzt herausgestellt hat, funktioniert der Hack teilweise auch unter Windows Vista: dort führt die Änderung dazu, dass die Datei Config.sys auf Laufwerk C: erstellt wird. Weitere Änderungen sind derzeit noch nicht bekannt.