Domain der Mobbing-Website iShareGossip entführt


Mitglieder einer Gruppierung, die sich selbst “32timesPi” nennt, haben eine Domain der Mobbing-Website “iShareGossip” gestohlen und auf einen anderen Server gelenkt (DNS-Kaperung). Dadurch wurde die Tratsch-Plattform unerreichbar. Wer derzeit das Angebot aufruft, der bekommt lediglich Folgendes zu sehen:

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Die Hacker fordern die Betreiber dazu auf, sich selbst der Polizei zu stellen. Tun sie dies nicht, so kündigen die Hacker an, wollen sie die Namen der Betreiber veröffentlichen.

iShareGossip ist in der Vergangenheit mit Gerüchten, Hetze und Mobbing, insbesondere gegenüber Schülern und Lehrern aufgefallen. Die Betreiber riefen die Mitglieder offensichtlich mehrfach dazu auf, ihre Mitschüler, Kommilitonen oder Arbeitskollegen öffentlich zu demütigen und zu beleidigen.

Im Zusammenhang mit Äußerungen auf der Klatsch-Plattform war ein 17-Jähriger im Berliner Stadtteil Wedding von 20 Jugendlichen zusammengeschlagen worden und wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Wegen einiger Strafanzeigen von Eltern ermittelt seit Januar die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt gegen die Betreiber der Website. Doch bisher war es ihnen gelungen, anonym zu bleiben.


(Heise.de, “isharegossip.com wurde gehackt”)

Die .com-Domain zeigt auf eine Seite, die in einem Frame das oben abgebildete Gedicht nachlädt. Unter der .net-Domain erschien bis gestern noch ein Text, laut dem den Betreibern die Domain gestohlen wurde. Nutzer der Plattform hätten aber nichts zu befürchten, da IP-Adressen nicht gespeichert würden, so die Betreiber in der kurzen Meldung weiter.

Ob die Gruppe jedoch wirklich im Besitz der persönlichen Daten der Betreiber ist, ist derzeit unklar. Der Abzug der Domain hat mit dem Abgreifen von Daten eines Servers nichts zu tun. Weil hierfür aber persönliche Daten des Domainhalters sowie dessen Freigabe benötigt werden, ist es denkbar, dass “23timesPi” hier einen Weg gefunden haben, die Domain freizugeben.


Windows 7 gecrackt

Nur eine Woche, nachdem Windows 7 den RTM-Status (Release To Manufacturing) erreicht hat, wurde das neue Betriebssystem gecrackt. Das hat Microsoft gestern bestätigt.

Der Product Key stammt offensichtlich von Lenovo und tauchte kürzlich im Web auf. Mit dem Key ist es möglich, das ebenfalls letzte Woche in Tauschbörsen aufgetauchte Windows 7 (das den RTM-Status haben soll) zu aktivieren und zu verwenden.

Das Cracken wurde möglich, weil das DVD-Image von Lenovo zunächst auf einer chinesischen Website auftauchte und später auf englischsprachige Angebote gelangte. Softwarepiraten gelang es offensichtlich, einen “Master Product Key” sowie ein Aktivierungszertifikat aus dem Image zu gewinnen. Damit sollen Computerhersteller Windows normalerweise schon vor der Installation aktivieren können.

Damit der Crack allerdings funktioniert, muss die Hardware zum Image passen: Das BIOS muss modifiziert werden. Eine ähnliche Schwachstelle wurde schon in der Vergangenheit genutzt, um ein kopiertes Windows Vista zu installieren; dem schob Microsoft allerdings einen Riegel vor. In den Webforen häufen sich inzwischen die Fragen, wie man das BIOS modifizieren (“hacken”) könne.


Obwohl das Angebot, Windows 7 kostenlos zu bekommen und aktivieren zu können vielen verlockend erscheint, rät Microsoft dringend davon ab. In den tauschbörsen kursieren erst im Mai Versionen, die mit einem trojanischen Pferd infiziert waren. Aus diesem Grund veröffentlichte Microsoft auch die Prüfsummen der DVD-Images.