Google Webmaster-Tools plappern fremde URLs aus


Da staunte ich nicht schlecht, als mir die Google Webmaster-Tools beim Umschalten der Website unter “Zuletzt angezeigt” fremde URLs anzeigen, die zu einem anderen Kunden gehören müssen:

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Es hat den Anschein, als hätte mir meine Sitzung für kurze Zeit Einblick auf fremde Datenbestände erlaubt. Beängstigend – denn wer will schon, dass Fremde die eigenen Daten sehen können? Und überhaupt: dann auch noch bei Google? Es kann wohl jedem Anbieter solcher Dienste passieren.

Die fremden URLs gehören übrigens übrigens alle in die Türkei. Vermutlich sitzt da ein ahnungsloser SEO-Mensch – oder er durfte gerade sehen, welche Seiten ich verwalte.


Vielleicht spricht sich das ja in den kommenden Tagen noch rum und es wird mehr zutage gefördert. Es ist auf eine Weise interessant und erschreckend zugleich.


Google sucht nach Bildern – mit Bildeingabe

Google sucht nach Bildern, das ist doch nichts Neues, oder? Ganz neu ist, dass Google Bilder als Sucheingabe akzeptiert. “Search by image” (“mit einem Bild suchen”) nennt Google die neue Funktion der Bildersuche.

Klickt man auf das Kamera-Symbol in der Sucheingabemaske, kann man eine Bilddatei öffnen. Google wird dann versuchen zu erkennen, was darauf zu sehen ist und liefert weitere Ergebnisse. Außerdem versucht Google herauszufinden, worum es sich bei dem Abgebildeten Objekt handelt.

Ich habe das kurzerhand mit einem Urlaubsfoto aus dem letztjährigen Fuerteventura-Urlaub ausprobiert.

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Nun kann man entweder einen URL eingeben oder mit einem Klick auf “hochladen” den Computer nach einem Bild durchsuchen. Wer Chrome oder Firefox verwendet, kann seine Bilder direkt in das Browserfenster ziehen, um sie ohne aufwendiges Durchsuchen hochzuladen.

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Und tadaa! Google hat mir auf die Sprünge geholfen, wo ich was fotografiert habe. Bei dem Tor handelt es sich um dein Eingang der Ermita de Nuestra Señora de Regla in Pájara.

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Diese Form der Sucheingabe funktioniert mit Gegenständen und Monumenten am besten, was (noch) nicht geht, ist eine Gesichtserkennung, wie sie beispielsweise Facebook beherrscht. In Kombination mit dem Suchriesen Google wäre solch eine Funktion aber auch etwas unheimlich…

Gab es das nicht schon mal?

Neu ist die Idee von der Sucheingabe mit Bildern natürlich nicht. Der bekannteste Anbieter, der eine solche Funktion anbietet, ist sicherlich “TinEye”. Anders als Google sucht TinEye aber nicht nach Bildern mit denselben oder gleichen Objekten, sondern nach Kopien von Bildern. Die Eingabe meines selbst geschossenen Fotos führte zu keinem Ergebnis.

Weiter gesponnen

Auch große störende Objekte können Google sehr irritieren. Ein anderes Gebäude, vor dem zur Zeit der Aufnahme zwei rote Fahrzeuge standen, konnte Google gar nicht erkennen und präsentierte stattdessen ein paar Bilder, auf denen mehrere große rote Stellen zu sehen sind: zwei rote Züge, Personen, die rot tragen, zwei rote Schilder, zwei Pylonen und einen umgekippten roten LKW.

Denkbar wäre, dass Google irgendwann eine Funktion einbaut, um den wichtigen Bildausschnitt zu markieren. Das erlaubt dann wieder eine gezieltere Suche nach Umrissen und Strukturen.


Sind die Fotos, mit denen man Google füttert, zudem mit Koordinaten bestückt, wäre eine davon abhängige präzise Zuordnung denkbar.