Warnhinweise für Computerspiele


Angesichts der Tatsache, dass Computerspiele in der Vergangenheit immer zu Gewaltakten geführt haben, haben die Innenminister der Länder nun eine Pflichtkennzeichnung für Computerspiele beschlossen.

2001 trainierten die Terrorpiloten mit einem Flugsimulator für den PC, Dieter Althaus bereitete sich mittels Ski-Simulator vor, der auch dazu führte, dass sich zahlreiche Computerspieler im Real Life mit Skiern vom Dach stürzten und fast alle Autodiebe üben mit GTA San Andreas ihre Einsätze und die Flucht vor der Polizei.

Ebenso beliebt sind Ego-Shooter, die Mitglieder von Schützenvereinen und Polizisten regelmäßig nutzen, um das Zielen zu üben. Auch Soldaten machen von diesen Spielen gebrauch, weil sie damit taktisches Vorgehen, die Bedienung ihrer Ausrüstung und Waffen üben können und die Hemmschwelle zum Töten gesenkt wird.

Nachdem zahlreiche Versuche, die Spiele zu verbieten, vor dem gesunden Menschenverstand und einem Großteil der Volksvertreter, die im Sinne ihrer Wähler entschieden haben, gescheitert war, beschlossen die Innenminister der Länder sowie das Bundesinnenministerium für Sicherheit eine Neuregelung, die in ähnlicher Weise schon seit einigen Jahren anderweitig praktiziert wird.


Neben verschärften Regelungen der Altersfreigabe (USK) gilt ab sofort auch eine Kennzeichnungspflicht mit Warnhinweisen. Ziel ist es, mehr Menschen vom Konsum der Spiele abzubringen und vor den Gefahren zu warnen.

Auf jeder Verpackung müssen zwei Hinweise angebracht werden, auf der Vorderseite einer von drei vorgegebenen und auf der Rückseite abwechselnd unterschiedliche ergänzende.

Killerspiele-Warnhinweis

Für die Vorderseite stehen den Herstellern folgende Hinweise zur Auswahl:

  • Computerspiele stellen eine erhebliche Gefahr für Sie und Ihr Umfeld dar. Fangen Sie gar nicht erst an!
  • Computerspiele können süchtig machen.
  • Computerspiele machen aggressiv.

Und ergänzend für die Rückseite:

  • Ihr Psychiater kann Ihnen dabei helfen, das Computerspielen aufzugeben.
  • Der Konsum von Computerspielen führ zu Vereinsamung, Realitätsverlust und Fettleibigkeit.
  • Computerspiele führen zu Gehirnbrand.
  • Computerspiele töten nachweislich Menschen.
  • Schützen Sie Ihre Kinder – lassen Sie sie nicht beim Computerspielen zuschauen.
  • Dauerhaftes Sitzen beim Computerspielen kann die Spermatozoenentwicklung stören und zu Unfruchtbarkeit führen.
  • Computerspiele enthalten Bytes, Aluminium und Polycarbonat.
  • Achten Sie auf ausreichend körperliche Betätigung, um einen Ausgleich zum dauerhaften Computerspielen zu finden.
  • Computerspiele lassen Ihre Haut altern.

Computerspiele-Sucht

 Körperliche Betätigung

Siehe auch:


Kontrollsystem gegen Computerspiele-Konsum

In China gibt es ein staatliches Kontrollsystem, das erreichen soll, dass Jugendliche weniger Zeit mit dem Spielen von Online-Spielen verbringen und so einer Sucht vorbeugen. Die Zahl der Spieler ist seit dem vergangenen Jahr um sieben Prozent gesunken, schreibt der Deutsche Blog. Die tägliche Spieldauer ist auf drei Stunden begrenzt, bevor Punkteabzüge drohen.

“Wenn der jugendliche Spieler die maximale Spielzeit überschreitet, droht ihm die Halbierung seiner erspielten Punkte. Wer länger als fünf Stunden pro Tag spielt, verliert alle Punkte.”

Um in China online spielen zu dürfen, muss man sich mit seinem Name und der Personalausweisnummer registrieren lassen.


Als Basis für die umgesetzte Spiele-Kontrolle könnte Chinas “Great Firewall” dienen, die es den Chinesen zum Beispiel gar nicht ermöglicht, der Regierung unliebsame Inhalte aufzurufen. China hat eines der am besten ausgebauten Zensursysteme für das Internet, das in letzter Zeit aber zunehmend zu bröckeln droht.

Auch in Deutschland umsetzbar?

Theoretisch wäre ein vergleichbares System zur Überwachung der Online-Spielzeit auch in Deutschland leicht über zentralisierte Anmeldesysteme umsetzbar.Die von Valve genutzte Steam-Plattform stellt das am meisten genutzte Anmeldesystem für Online-Spiele dar. Gemeinsam mit den Anmeldedaten verwaltet sie auch die gekauften Spiele und dazugehörigen Lizenzen. Um Systeme wie Steam zu einem Zensurapparat umzufunktionieren, bräuchte man nur noch eine Nutzerverifikation, die in China derzeit über die Personalausweisnummer umgesetzt wird.

Dass ein ähnliches System für und in Deutschland vorgeschlagen wird, ist denkbar. Unsere Bundesregierung hat bereits die Internet Service Provider zu funktionierenden Sammelstellen für die Vorratsdatenspeicherung umfunktioniert, warum auch nicht populäre Plattformen wie Steam?