Strengere Gewinnspielsatzung tritt heute in Kraft


Die vor nicht ganz drei Wochen angekündigte Überarbeitung der “Satzung der Landesmedienanstalten über Gewinnspielsendungen und Gewinnspiele” tritt ab heute in Kraft. Die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten gab heute bekannt, dass Verbraucher, die an Call-I-Sendungen teilnehmen, mit der ab heute geltenden Satzung besser geschützt werden sollen. Die Satzung schreibt unter anderem vor, dass Spielregeln der im Programm der Call-In-Sendungen transparent und fair sein müssen.


TV-Gewinnspielsender unter Aufsicht

Senderbetreiber, die unlautere Gewinnspiele ausstrahlen, müssen nun bei Verstößen gegen die Vereinbarungen mit den Landesmedienanstalten mit Sanktionen oder schlimmstenfalls mit Entzug der Sendelizenz rechnen.

Die Redaktionen von sogenannten Call-In-Sendungen wurden aufgefordert, sich an Vereinbarungen zu halten, den Spielablauf sowie den Lösungsweg für den Zuschauer transparent zu halten.

Mehrere Gruppen haben Material von Sendern, die solche Sendungen ausstrahlen, überprüft und dabei über 30 Verstöße gegen die Vereinbarungen festgestellt. Davon betroffen waren laut epd die Sender Neun Live, Tele5, Kabel 1 und das DSF.


In wenigen Wochen soll eine überarbeitete Fassung der Vereinbarung in Kraft treten. Bei der letzten Novellierung des Rundfunkstaatsvertrags sei die dafür nötige Grundlage, gegen die “medienrechtlich problematischen sogenannten Call-In-Sendungen strenger vorgehen zu können” (epd) gelegt worden.

Beim Sender Tele 5 verkündete man, dass Call-In-Sendungen mit der Neugestaltung des Programms zum Jahresbeginn aus dem Sendeplan verschwunden seien, “da die Programmgattung für alle Sender selbst bei ernsthaften Bemühungen das Risiko für Beanstandungen berge” (epd).