Nach Hack: Anonymous Österreich erpresst die GIS; GIS lenkt ein


Das österreichische Pendant zur GEZ, die Gebühreneinzugszentrale GIS, wird durch Anonymous-Mitglieder von Anonymous Österreich (Twitter) gezwungen, darüber Auskunft zu geben, wie erfolgreich ein Angriff auf die Datenbank in der vergangenen Woche war. Die führungslose Gruppierung fordert die GIS auf, bekanntzugeben, welche Daten die GIS von ihren Kunden gespeichert hat.

Sollte nicht bis spätestens Montag, dem 25. Juli 2011 18:00 Uhr ÖFFENTLICH bekannt gegeben werden, wieviele Zwangskundendaten tatsächlich von uns kopiert werden konnten, werden wir ein zensiertes Backup der Datenbank, die uns vorliegt, veröffentlichen. Somit kann sich jeder Bürger selbst davon überzeugen, wie die GIS der Bevölkerung offen ins Gesicht lügt.

Und weiter:

Es geht uns dabei nicht darum, den Zwangskunden zu schaden. Vielmehr wollen wir die eklatanten Verstöße der GIS gegen das Datenschutzgesetz aufzeigen. Keinesfalls dürfen solch sensible Daten über Jahre hinweg gespeichert werden und schon gar nicht für praktisch jedermann so leicht zugänglich gemacht werden.

(http://pastebin.com/tFYZmie9)

Die Gruppierung verurteilt die Arbeitsweise der GIS und fordert jetzt ein Eingreifen der Justiz.


Kurz nach 13 Uhr dann das Einlenken der GIS: man gesteht den Angriff durch Anonymous ein und habe bereits damit begonnen, die GIS-Kunden über den Vorfall zu informieren.

Ferner hat die GIS eine “Task-Force” eingerichtet; gemeinsam mit Spezialisten des Computer Emergency Response Teams werde man die Angriffe analysieren und Maßnahmen zu einer verbesserten Abwehr ausarbeiten.