Flop: Radiergummi fürs Internetz


Als “Radiergummi fürs Internetz” wurde er von den Internet-affinen Mitbürgern verhöhnt: Der von der Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) unterstützte “digitale Radiergummi” existiert. Am 11. Januar präsentierte Michael Backes, Professor für Informationssicherheit und Kryptographie, eine Technik, die es erlaubt, Dateien wie beispielsweise Bilder mit einem Verfallsdatum zu versehen.

Eigens für die Vermarktung der Technologie wurde die “X-pire! GmbH” ins Leben gerufen, auf deren Website man zurzeit eine Demo sowie ein Firefox-Plugin bekommt.

Im Prinzip funktioniert der “Radiergummi” so: Zahlende Nutzer des X-Pire!-Dienstes können Dateien, im Moment nur Bilder, verschlüsseln und im Internet veröffentlichen – beispielsweise in sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ. Damit andere die Bilder sehen können, benötigen die ein Plugin für ihren Browser – im Moment ist dieses nur für den Mozilla Firefox verfügbar.

Die Bilder bekommen ein Ablaufdatum. Diese Information ist beim Dienstanbieter auf einem Server gespeichert. Ist das Datum überschritten, kann das Bild nicht mehr angezeigt werden. Um ein verschlüsseltes Bild, dessen Ablaufdatum noch nicht erreicht ist, sehen zu können, ist ebenfalls das Plugin erforderlich.

Das nachfolgende Bild gibt einen Vorgeschmack, wie es aussieht, wenn das Plugin fehlt: Statt Bildern sieht der Benutzer nur eine schwarze Fläche mit einer Mitteilung.


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Hat man das Plugin im Browser installiert, werden auf der Demoseite die Bilder sichtbar, die nicht verschlüsselt wurden.

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Die an sich nette Vorstellung von selbstzerstörenden digitalen Informationen hat zwei gravierende Mängel:

1. Was sichtbar ist, kann kopiert werden. Die entschlüsselten Bilder können wie gewohnt per Rechtsklick gespeichert und dann unverschlüsselt weiterverbreitet werden. Das Erstellen eines Screenshots ist natürlich jederzeit möglich und müsste mit zusätzlicher Software verhindert werden.

2. Die Entwickler von X-Pire! wollen den Dienst kostenpflichtig anbieten. Das Anschauen von verschlüsselten Bildern soll zwar kostenlos bleiben, aber das Verschlüsseln will sich die X-Pire! GmbH bezahlen lassen.

Insbesondere die Tatsache, dass der “Radiergummi fürs Internet” kostenpflichtig werden soll, wird dem Dienst erhebliche Startschwierigkeiten bescheren. Wenn sich bei Internetnutzern etwas durchgesetzt hat, dann etwas, das nichts kostet. Die wenigsten werden dazu bereit sein, EUR 6,99 für 90 Tage zu bezahlen, an denen sie verschlüsselte Bilder anschauen dürfen.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass Dienste wie “X-pire!” durch unsere Bundesregierung weiterhin gefördert werden, aber ob sie am Ende erfolgreich sein werden, muss hinterfragt werden.

Datenvernichtung, egal ob geplant oder zu einem beliebigen Zeitpunkt, hat keine Chance. Wo Daten verarbeitet werden, können Daten abgegriffen und gespeichert werden. Die Verschlüsselung von Bildern wie sie “X-pire!” umsetzt ist allenfalls dann sinnvoll, wenn die Bilder eine Website wie etwa Facebook nicht verlassen. Haben sie aber einmal den Weg auf die Festplatte eines Computers und von dort aus beispielsweise in ein Forum gefunden, vergisst das Internet unter Umständen nichts mehr.


Wenn Apache 2.2 unter Windows nicht startet

Auf meinem PC (Windows) startete Apache 2.2 immer dann ordnungsgemäß, wenn es in der Diensteverwaltung (Start, Ausführen, services.msc) mit dem Starttyp “Automatisch” eingetragen war. Stellte man diesen Eintrag um auf “Verzögert”, startete der Apache Webserver gar nicht mehr.

War der Starttyp “Manuell” und versuchte man, den Dienst manuell zu starten (etwa per net start oder die Diensteverwaltung) hatte man ebenfalls keinen Erfolg.

C:\Users\Benutzer>net start apache2.2
Apache2.2 wird gestartet.
Apache2.2 konnte nicht gestartet werden.

Ein dienstspezifischer Fehler ist aufgetreten: 1.

Sie erhalten weitere Hilfe, wenn Sie NET HELPMSG 3547 eingeben.

Die Hilfe hilft leider nicht weiter, der Fehlerbericht von Apache unter /logs/error.log zeigt keine Änderung – der Fehler wurde gar nicht vermerkt.

Fehlersuche

Versucht man, im Browser die Adresse http://localhost aufzurufen, findet der keine Website. Das Port 80 wird also nicht durch einen Webserver belegt.

Eventuell finden Sie den Übeltäter mit dem Befehl

netstat –a | findstr :80

, auf meinem Computer gab der Befehl aber nur

TCP    0.0.0.0:80             <Computername>:0        ABHÖREN

aus. (Anmerkung: der Befehl funktioniert in dieser Form nur auf Systemen mit installierter Powershell; ansonsten lassen Sie einfach den Teil hinter dem –a weg.)

Mögliche Ursache: Fehler in der httpd.conf

Sehr oft sind es Konfigurationsfehler, praktisch Fehler in der httpd.conf, die verhindern, dass der Server gestartet werden kann.

Achten Sie auf Tippfehler bei den Pfaden: Die umgekehrten Schrägstriche unter Windows müssen in / umgewandelt werden. Bei Ordnerangaben darf es keinen abschließenden Schrägstrich geben.

Haben Sie mit LoadModule ein Modul angegeben? Wenn das Modul im angegebenen Pfad nicht gefunden wird, startet der Webserver nicht.

Mögliche Lösung, falls Sie Skype verwenden

Beenden Sie Skype, starten Sie den Apache Webserver, starten Sie Skype erneut.

Damit man das nicht nach jedem Systemstart wiederholen muss, hier zwei Lösungsvorschläge:

1. Richten Sie Skype so ein, dass es verzögert startet. Wer ein wenig basteln will, kann sich ein kleines VB-Skript schreiben, das Programme nach vorgegebener Wartezeit aufruft.

2. Besitzer von Lenovo-Laptops können auch den Access Connections Manager zur Hilfe nehmen und abhängig vom Netzwerkstandort Programme und Batch-Skripte automatisch ausführen lassen.

An oberster Stelle kann man nun eine Batch-Datei mit dem nachfolgenden Befehl oder aber die Datei httpd.exe aus dem Apache-Verzeichnis eintragen.

Auf meinem Laptop existiert bereits eine Batch-Datei, die um die folgende Zeile erweitert wurde:

net start apache2.2


ScreenShot256

Wichtig ist natürlich, dass diese Stapelverarbeitungsdatei (hier: “verbinden2.cmd”) vor Skype aufgerufen wird.