Mainboards


286er-Mainboards

Das am besten erhaltene, und immer noch funktionsfähige Mainboard für eine 80286-CPU. Links oben zu sehen, die SIM-Speicherriegel, die auch hier insgesamt 1024 Kilobytes Speicher bereitstellten. Diese Speicher konnten übrigens immer nur paarweise betrieben werden, weil ihre Adressierungsbreite nur halb so groß war wie die des Controllers.

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Das Mainboard war in einem Computer enthalten, der damals offensichtlich von Rheintec zusammengebaut oder exportiert wurde – genau lässt sich das nicht mehr sagen.


Dann gibt es da noch ein anderes Mainboard, ebenfalls für 286er-CPUs, das in einem Pyramid-Computer enthalten war. Im Gegensatz zum Rheintec-Rechner hatte der eine VGA-Grafikkarte. Allerdings waren an diesem Rechner so viele Teile korrodiert, dass er nur noch wenige Wochen funktionierte.

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Auf dem Bild ist vielleicht erkennbar, dass hier die Batterie ausgelaufen ist (blaues Gebilde auf der rechten Seite), das war die Todesursache Nummer eins vieler dieser Computer, auch bei einem 486er, von dem ich nur noch die CPU und ein paar Erweiterungskarten retten konnte.


Computersammlung: ISA-Erweiterungskarten

Laufwerkscontroller

Zu den wichtigsten Erweiterungskarten gehörten die Laufwerkscontroller – ohne sie wären weder Diskettenlaufwerke, noch Festplatten anschließbar gewesen. Hier ein SCSI-Controller von Adaptec. Der Hersteller ist auch heute noch einer der bedeutendsten im Controllerbereich.

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Laufwerkscontroller wurden normalerweise immer ab Werk in den Computern verbaut, darunter diese beiden hier:

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Links zu erkennen, die Markierungen für Floppy-Laufwerke und Winchester-Festplatten. Immerhin zwei Diskettenlaufwerke ließen sich an einem Kanal anschließen; der eone Winchester-Anschluss konnte auch von zwei Festplatten genutzt werden, allerdings war eine Trennung beider Laufwerke durch die "Device 0/1"-Leitungen nötig. Aber wer hatte damals schon mehr als eine Festplatte…? Rechts zu sehen, ein Controller, speziell für CD-Laufwerke mit IDE-Anschluss.

Parallel-Port-Controller

Fast jeder, der einen Computer hatte, hatte auch eien Drucker (das ist ja heute nicht mehr unbedingt so). Dazu gab’s Erweiterungskarten für die parallele Schnittstelle.

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Parallel-Port- und COM-Controller

Und hier zwei Controller mit parallelen und seriellen Schnittstellen:


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Grafikkarten

Immerhin konnten unsere Computer schon vor über zwanzig Jahren Daten auf einem Bildschirm ausgeben und mussten Ausgaben nicht mehr drucken. Auf dem Bild zu sehen: Eine VGA-Grafikkarte, die 256 Farben darstellen konnte.

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Soundkarten

Wenn das Betriebssystem mitspielte (erstmals tat das Windows 3), konnten Soundkarten in Computern eingesetzt werden. Hier ein Sondermodell, soweit für mich erkennbar offensichtlich mit Antennen- und Telefonleitungsanschluss. Was auch immer das ist – vielleicht ein früher Rundfunkempfänger für den Computer?

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Und dann noch eine ganz gewöhnliche Soundkarte:

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Spezielle Geräte

Soetwas wie USB gab es noch nicht. Wenn eine Schnittstelle einigermaßen universell einsetzbar gewesen wäre, dann die serielle. Aber sie war langsam und für Scanner beispielsweise nicht geeignet. 1988 stellte Logitech den Handscanner Scan-Man vor, der eine eigenen Controllerkarte benötigte.

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Der kleine Scanner wird sogar im Wikipedia-Artikel über Logitech erwähnt.