Eclipse-Projekte auf mehreren Rechnern synchron halten


Arbeitet man auf mehreren Computern mit Eclipse am selben Projekt, ist es wünschenswert, die Projekte auf allen Geräten verfügbar zu haben. Der Begriff des Projekts umfasst hierbei sowohl Konfigurationsdaten als auch Dateien, an denen Sie im Projekt arbeiten. Normalerweise liegen all diese Daten in einem Verzeichnis, zum Beispiel <Benutzername>\workspace\<Projekt>. “Workspace” ist in Eclipse die Arbeitsumgebung. Alle hierzu gehörigen Projekte werden dort gespeichert. Es ist auch möglich, mehrere dieser Arbeitsumgebungen zu erzeugen. Ich konzentriere mich hier nur auf das Vorhandensein einer einzigen Umgebung, also eines einzigen workspace-Verzeichnisses.

Einschub: Es ist auch möglich, Projekte zu erzeugen, deren Dateien nicht innerhalb des workspace-Verzeichnisses liegen – je nach Projektgröße ist das sinnvoll oder eben nicht. Den Grund erfahren Sie gleich.

Arbeitsumgebungen

Die Arbeitsumgebung können Sie in Eclipse im Menü unter


File –> Switch Workspace –> Other…

einstellen. Haben Sie ein neu eingespieltes Eclipse ohne vorhandene Umgebung, können Sie diese jetzt einrichten. Doch halt: erst müssen wir es einrichten, dass das Verzeichnis synchronisiert wird.

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Ordner synchronisieren

Das Thema Ordnersanchronisation habe ich in der Vergangenheit vielfach behandelt. Da gibt es Programme wie das Microsoft SyncToy, die ausschließlich im lokalen Netzwerk arbeiten, aber auch Dienste, die diese Grenze überwinden können. Ganz populär sind Dropbox oder Google Drive. Ist der Dienst der Wahl erst einmal eingerichtet, spielt es keine Rolle, welchen Sie nutzen. Benötigt wird lediglich ein Verzeichnis, auf das Eclipse später eingestellt wird.

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Ich habe mich für Dropbox entschieden. In meinem Dropbox-Ordner habe ich beispielsweise für Eclipse DSL das Verzeichnis eclipse\workspace-java angelegt. Sind bereits Projektdaten in einem anderen Workspace vorhanden, verschieben Sie diese einfach ins neue Verzeichnis. Das wird jetzt über oben gezeigte Option oder beim ersten Start eingestellt. Danach startet Eclipse noch einmal neu (das macht es nach jeder Neueinstellung der Arbeitsumgebung) und sollte jetzt im “Package Explorer” die Projekte anzeigen.

Jetzt kommt ein Zweitrechner ins Spiel. Es spielt übrigens keine Rolle, ob der die gleiche Eclipse-Version (die Edition sollte aber übereinstimmen) ausführt. Auf meinem PC läuft beispielsweise ein 64-Bit-Eclipse, auf dem kleinen Notebook mit Windows XP nur die 32-Bit-Ausgabe. Hier warten Sie einfach, bis das Synchronisationsprogramm den Datenabgleich abgeschlossen hat, starten Eclipse und stellen die neue Arbeitsumgebung ein. Nach dem automatischen Neustart sollten Sie jetzt auch dort Ihr Projekt zur Verfügung haben.

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Skype-Wurm verbreitet sich über fingierte Profilfotos

Seit vorgestern kursiert unter Skype-Nutzern ein Wurm, der sich offensichtlich rasend schnell verbreitet. Skype-Nutzer bekommen eine Nachricht die zum Beispiel lautet

moin, kaum zu glauben was für schöne fotos von dir auf deinem profil
h**p://goo.gl/abcdef?profile=<skype-benutzername>

Oder

hallo, sag mal ehrlich sind das deine fotos?
h**p://goo.gl/abcdef?profile=<skype-benutzername>

Oder auch:

lol is this your new profile pic?
h**p://goo.gl/abcdef?profile=<skype-benutzername>

Vor allem der Benutzername am Ende des Links erweckt den Eindruck, dass da tatsächlich Fotos zu finden sind, die zu einem gehören.

Der abgekürzte Link zeigte in meinem Fall auf den Filehoster Hotfile. Hier war die Datei bereits “aus urheberrechtlichen Gründen” gelöscht worden — besser so. Den hierbei handelt es sich um den Wurm, in einer Zip-Datei verpackt, der die eigentliche Infektion erst weiterträgt. Öffnet man die enthaltene Exe-Datei (mit Facebook-Logo als Symbol!), kopiert sie sich zunächst selbst an einen neuen Speicherort und schreibt einen Registrierungseintrag. Das System ist nun infiziert.


Delikat daran: Bei jedem Neustart des Betriebssystems holt sich der Wurm sein Update ab, das wieder eine andere Signatur hat. Damit ist er für Antivirenprogramme extrem schwer zu erkennen. Außerdem werden beim Update die bisherigen Registrierungseinträge [des Wurms] gelöscht und neue geschrieben. Die Spurensuche wird so ebenfalls erschwert.

Zur Behebung kann die Datei, wenn sie zuvor etwa per Task-Manager oder Process Explorer aufgespürt wurde, gelöscht werden. Da sie aber versteckt ist, greift man hierzu am besten offline, also ohne aktives Benutzerprofil, in Windows ein. Das geht beispielsweise per Reparaturkonsole mit Eingabeaufforderung oder auch mit einem Live-Betriebssystem. Anschließend können Sie, wieder angemeldet, die Registrierungsdatenbank nach dem Namen der Datei durchsuchen und den Verweis darauf manuell löschen.