Für über 500 Euro ins Branchenverzeichnis


Die „Gewerbeauskunft Zentrale“ hat mir Post geschickt. Schicke ich meine “gebührenfreie” Antwort per Fax zurück, soll es € 569,06 kosten. Pro Jahr. Man hat schließlich einen Brancheneintrag zu pflegen.


Zugeschickt wurde ein kleines Formular, in dem bereits die Adresse steht. Sogar der Name fehlt (die Post war auch verunsichert). Lediglich die Internet-Adresse auf dem Breifkopf verriet, wo die Sendung hin sollte. Datenbeschaffung der Königsliga also.

Unter dem Formular folgt ein mit “muß [sic!] durch Sie ergänzt werden” überschriebener Bereich, in den eingetragen werden soll, welcher Branche das Unternehmen angehört, welche Mailadresse verwendet wird und “Internet” soll auch eingetragen werden.

Anzukreuzen ist außerdem, ob der Betrieb umsatzsteuerbefreit ist oder ob er aufgelöst (!) wurde.

Auszug "Leistungsübersicht" aus dem Brief von der Auskunft.

Sogar von einer „Homepage“ ist noch die Rede. Außerdem stelle ich hier akute Dativprobleme fest.

Gegen die Gebühr in Höhe von € 569,06 pro Jahr gibt’s dann einen Basiseintrag mit folgenden Features:

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Hass im Namen des Glaubens – “kreuz.net” wühlt auf

Ich bin durch einen Beitrag, der auf Facebook stilecht mit einem WTF unterlegt die Runde machte auf den Internetauftritt “kreuz.net” aufmerksam geworden. Anlass: Unter dem Titel “Eine Strafe Gottes” schrieben die Autoren nämlich

“[…] Bei einem satanischen Heavy-Metal-Festival im nordsächsischen Ortsteil Roitzschjora der 2.100-Seelen Gemeinde Löbnitz kam es in der Nacht auf den 2. Juli zu einem dramatischen Zwischenfall. Gott schickte einen Blitz, der 51 Besucher des Festivals verletzte, neun von ihnen schwer. Drei mußten von Rettungskräften reanimiert werden. Alle Opfer überlebten. Die Satanisten ließen sich von dem Zeichen Gottes nicht beeindrucken und führten die Veranstaltung weiter.”

Zitat von: http://kreuz.net/article.15487.html

Ich traue mich fast nicht, das zu schreiben, aber WTF?! Was sind das für Spinner, die Heavy Metal mit Satanismus gleichsetzen und sich am Beinahe-Tod von drei und den Verletzungen von 51 Personen derart herablassend ergötzen?


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