Microsoft bereit, Fremdbrowser zu installieren


Im Browserkrieg 2008/9 zeigt sich Microsoft nach zwei Schritten, den Forderungen der EU gerecht zu werden nun bereit, dem Benutzer die Installation von Fremdbrowsern vorzuschlagen.

Schon im März tauchte in den Tauschbörsen eine Betaversion von Windows 7 auf, bei der sich der Internet Explorer deaktivieren ließ.


Zwei Monate später erklärte Opera Software ASA, dass dieser Schritt nicht genug sei und forderte die Installation von Alternativbrowsern per Windows Update.

Mitte Juni gab Microsoft bekannt, Windows 7 für Europa ohne Internet Explorer ausliefern zu wollen. Stattdessen soll der hauseigene Browser auf einer zusätzlichen CD mit dem Namen “Live Essentials” zum Nachinstallieren mitgeliefert werden.

Im Streit zwischen der EU und Microsoft stehen nun neue Lösungen in Aussicht, denen ganz offensichtlich die Forderungen des schwedischen Browserherstellers Opera zugrunde liegen. Überraschend hierbei: Microsoft zeigt sich gesprächsbereit.


Microsoft schlägt vor, ein Update für Windows herauszugeben, das die Nutzer fragt, ob sie den Webbrowser wechseln wollen. Ihnen steht zur Auswahl, den Internet Explorer ganz zu deaktivieren und einen alternativen Browser einzusetzen, oder einen zusätzlichen zu installieren. Wie die Installation durchgeführt werden soll – also ob der Benutzer zur Downloadseite des Browserherstellers geleitet wird oder ob das Update die Installation selbst vornimmt – ist derzeit noch nicht bekannt.


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