Microsofts Sicherheitslösung Security Essentials (“Morro”) kommt gut weg


Security Essentials, Microsofts Antivirenprogramm und Nachfolger der Sicherheitssuite OneCare schneidet in den bisherigen Tests mit guten Ergebnissen ab. Das haben unabhängige Unternehmen bestätigt.

Die AV-Test GmbH lies über 3000 Viren, Würmer und trojanische Pferde auf die gestern veröffentlichte Vorabversion der Security Essentials los. Das Ergebnis: fast alle Bedrohungen konnten abgewehrt werden. Die schädlichen Dateien seien korrekt aufgespürt, eingestuft und blockiert worden, ließ AV-Test mitteilen.


Genau wie die Reaktion auf schädliche Dateien wurde auch die Reaktion auf solche getestet, die bei vielen anderen Antiviren-Programmen “False Positive”-Meldungen, also Fehlalarme, auslösen. Dies sei kein einziges Mal passiert. Damit dürften die Zeiten, in denen unerfahrene Nutzer Angst vor Fehlalarmen haben mussten, vorläufig ein Ende haben – vorausgesetzt, Microsoft kann diese Entwicklung halten.

Bei der Konkurrenz geriet Microsoft mit der Ankündigung, ein neues Antivirenprogramm zu entwickeln, in die Kritik: “Lärm um nichts – damit bekommt man nicht halbwegs die Sicherheit, die man braucht”, sagte der AVG-Chef Smith noch gestern. Wer Computersystemen Schaden zufügen will, nutze heute Methoden wie das Infiltrieren über infizierte Websites und das Ausnutzen von ungepatchten Sicherheitslücken, so Smith.


Microsoft Security Essentials, ehemals “Morro” genannt, ist der Nachfolger von OneCare, das am 30 Juni eingestellt wird. Die derzeit erhältliche und unfertige Testversion läuft laut Lizenzvereinbarung bis zum 30. September oder bis zur Veröffentlichung der finalen Version.

Es wird erwartet, dass die Security Essentials spätestens mit Windows 7 erscheinen.


4 Gedanken zu „Microsofts Sicherheitslösung Security Essentials (“Morro”) kommt gut weg

  1. Da hat der AVG-Chef den Nagel auf den Kopf getroffen. Heute kommen vermutlich 90% aller Angriffe über den Browser. Antivirus war gestern. Microsoft ist auch hier wieder mal der ewig Gestrige, der die aktuellen Entwicklungen im Internet verschläft. Denn andere sehr gute AVs gibt es ja schon lange kostenlos (wie zum Beispiel von Herrn Smiths Firma). Die verschenken neuerdings sogar echte Websicherheitsprogramme als Vollversion (http://linkscanner.de). Wahrscheinlich weil in Wirklichkeit längst nichts mehr richtig gut schützt außer gute behavioural blocker bzw. Identitätsschutzprogramme – und die sind ja noch kostenpflichtig.

  2. Man muss aber auch sehen, dass Desktopprogramme zum Virenschutz zum Quasi-Standard gehören. Fehlt es, motzt Windows und der Benutzer wird eventuell beunruhigt. Die Viren, auf die mein Desktop-AV (avast!) bisher abgefangen hat, kamen alle über verseuchte Downloads, teils als automatischer DL durch den Browser, auf den PC. Ob die Welt jetzt ein weiteres dieser Programme braucht, ist jetzt die Frage, aber schlecht scheint es nach der Kritik ja nicht zu sein – und es sorgt für mehr Wettbewerb, das kommt den Anwendern zugute.

    Verhaltensanalysen müssten bald Standard werden so wie Signaturabhängige Prüfungen es jetzt sind. Da gebe ich dir und Smith Recht. Aber fehlen darf der Schutz überhaupt nicht.

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