Enterprise Desktop Virtualization macht “XP Mode” für Unternehmen interessant


Damit dürften einige Fragen und Sorgen um den “Windows XP Mode”, der per Add-On für Windows 7 nachinstalliert werden kann, geklärt sein:

MED-V (Microsoft Enterprise Desktop Virtualization) soll das Verwalten der virtuellen Maschinen des “Windows XP Mode” im Firmeneinsatz erheblich vereinfachen.

Laut Ankündigung soll die Version 2


  • die Verwendung mittels Virtual PC auch in größeren Firmen vereinfachen
  • eine zentrale Rechteverwaltung und
  • zentrale Image-Bereitstellung mitbringen, um die Belastungen von EDV-Abteilungen zu reduzieren
  • und neben 32-Bit- sollen auch 64-Bit-Betriebssysteme als Gastbetriebssysteme unterstützt werden.

Mit MED-V zielt Microsoft also auf Firmenkunden ab, die nicht nur ein “einfaches” Windows XP Home, sondern ein für den Unternehmenseinsatz vorgesehenes XP Professional oder dessen 64-Bit-Variante verwenden müssen.

Damit die Eingliederung ins Firmennetzwerk vereinfacht wird, kann der Administrator die Installation mittels eines angepassten Skripts vornehmen und damit den virtuellen Client

  • mit einem einmaligen Namen versehen, der vom Name des Hostsystems abgeleitet werden kann
  • in eine Active Directory-Domäne einbinden
  • die Speicherzuordnung in Abhängigkeit vom vorhandenen Arbeitsspeicher festlegen

Verschiedene Images fertiger virtueller Maschinen können mittels MED-V


festgelegten Benutzern und Gruppen zugeordnet werden

es lässt sich festlegen, welche älteren Anwendungen, die im virtuellen System laufen sollen, im Startmenü von Windows 7 angezeigt werden sollen

und welche Websites automatisch in Windows XP geöffnet werden (etwa, um den Internet Explorer 6 zu verwenden)

Auf der Systemebene lässt sich festlegen,

  • wie die virtuelle Maschine mit dem Netzwerk – etwa via NAT oder DHCP – verbunden wird
  • wie Benutzer darin angemeldet werden
  • ob die virtuelle Maschine nach Überschreiten eines festgelegten Zeitpunktes noch verwendbar ist

Damit die virtuellen Maschinen gewartet werden können, wird das “Master Image” aktualisiert. Die Clients holen sich ihre Updates von diesem Master.

Um Probleme zu erkennen und nachvollziehen zu können, werden Ereignisse in einer zentralen Datenbank gesammelt.

MED-V stellt somit wichtige Funktionen bereit, die den Einsatz des “Windows XP Mode” unter Windows 7 nun wesentlich vereinfachen können.


3 Gedanken zu „Enterprise Desktop Virtualization macht “XP Mode” für Unternehmen interessant

  1. Pingback: Klopfzeilen » Blog Archive » Windows 7 Release Candidate für MSDN-Abonnenten

Kommentare sind geschlossen.