Windows Internet Explorer 8 RC1 verfügbar


Seit über einem halben Jahr dürfen testwillige die Vorabversionen des kommenden Internet Explorers 8 testen. Die eingeschränkt brauchbare Beta 1 wurde auf meinem Laptop durch die Beta 2 ersetzt und dann regelmäßig genutzt. Als Konkurrent kommt bei mir seit längerem Opera zum Einsatz, auch um für den Fall der Fälle etwas (hoffentlich) Stabiles zu haben.


Heute habe ich den Release Candidate 1 installiert  – was soll ich sagen: er ist schneller als die Beta 2 und schneller als der Vorgänger mit der Nummer 7. Der Release Candidate ist „Feature-vollständig“, das heißt, es werden wahrscheinlich keine neuen Funktionen mehr hinzukommen, nur an der Stabilität wird man noch arbeiten. Die endgültige Version wird noch für dieses Quartal erwartet.

Eine der markantesten Neuerungen in Internet Explorer 8 ist die erneuerte Rendering-Engine Trident 4.0 (Wikipedia-Artikel von mir ;-)), die Websites vollständig standardkonform rendern soll. Websites, die in schlechtem HTML geschrieben sind, werden dann zunächst nicht korrekt angezeigt. Aber für die Übergangsphase hat Microsoft dem Browser einen kleinen Knopf mitgegeben, über den für eine bestimmte Website der „Kompatibilitätsmodus“ aktiviert werden kann. Dann verwendet Internet Explorer die Rendering-Engine des IE 7 und kann auch Seiten in schlechtem HTML (leider) anzeigen.

Internet Explorer 8

Internet Explorer 8 mit nachinstallierter Windows Live-Toolbar.

Für Webentwickler, die ihre Website nicht so schnell an die Webstandards anpassen können, steht ein Meta-Tag bereit, das man in den <head>-Bereich einer Seite einbinden kann, um Internet Explorer 8 anzuweisen, mit der alten Engine zu rendern.

<meta http-equiv=“X-UA-Compatible“ content=“IE=8″ />

Die Empfehlung lautet natürlich trotzdem: gehen Sie dazu über, nach Webstandards zu arbeiten. Sie erreichen damit nicht nur, dass Ihre Website in jedem modernen Browser gleich dargestellt wird, sondern auch, dass Suchmaschinen sie besser durchsuchen können.


Außerdem hat man sich bei Microsoft Gedanken gemacht, wie man dem Browser zu mehr Stabilität verhelfen kann. Seit gängige Browser Websites in Registerkarten („Tabs“) anzeigen, ist ein Prozess oft damit beschäftigt, mehrere angezeigte Dokumente gleichzeitig anzuzeigen – geht das bei einem schief,etwa weil ein Plug-In klemmt oder ein Script fehlerhaft ist, stürzt der Browserprozess ab – und alle Tabs sind verloren.

Internet Explorer verwendet für jedes Tab einen eigenen Prozess. Geht etwas schief, so stürzt nur dieser Prozess ab. Die Meldung über den Crash geht an den Hostprozess, der die Tabs verwaltet – und so wird das eben beendete Tab einfach neu gestartet. Die Technik ist so vielversprechend, dass wenige Wochen nach der Verkündung Microsofts auch Google sie für seinen Browser „Chrome“ vorstellte. Inzwischen arbeiten auch die Mozilla-Entwickler (Firefox) und die bei Opera ASA (Opera-Browser) an einer ähnlichen Technik.


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