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Microsoft stellt “Social Phone” “Kin” vor

Microsoft Kin von jheon.lee,flickr, cc-lizenziert

Man hat damit gerechnet, dann nicht mehr und dann doch wieder. Spätestens seit Informationen über das Projekt “Pink”, so der Codename für das Smartphone “Kin”, an die Öffentlichkeit traten, war klar: Microsoft arbeitet jetzt doch an einem eigenen Smartphone – oder wie es der Konzern selber nennt: einem “Social Phone”.

Das Kin ist gewiss ein erneuter Angriff Microsofts auf Apples Erfolgs- und Kultprodukt iPhone. Mit dem gelang dem Erzrivalen 2007 nämlich ein großer Erfolg, der, wie sich derzeit abzeichnet, mit dem iPad fortgesetzt werden könnte. Bei Microsoft besteht also dringender Handlungsbedarf, denn mit dem Kerngeschäft, der Softwareentwicklung, sieht man sich offensichtlich unterrepräsentiert.

Mit dem Kin will Microsoft ihr Produkt übrigens nicht im Business- sondern im Consumer-Segment platzieren und die mit der Xbox und besonders Zune aufgebauten Plattformen breiter auslegen: in das Kin wurde nämlich das Zune-Angebot integriert (wie schon im Januar in die Xbox).

Technische Daten

Über Details schweigt Microsoft noch, aber Grundsätzliches ist schon bekannt:

Eine ausschiebbare Tastatur, ein 3G-Modul, ein multitouch-fähiges Display und ein FM-Radio sind beiden Varianten gemein.

  Kin One Kin Two
Größe klein, auf 1-Hand-Bedienung ausgelegt größer, mit 2 Händen bedienbar
Speicher 4 GiB 8 GiB
Kamera 5 MP 8 MP
Videoaufnahmen SD HD

Die Kameras sind übrigens mit einem Bildstabilisator und einem LED-Blitz ausgestattet.

Kin Loop

“Kin Loop” heißt der Startbildschirm auf den neuen Smartphones. Über diese Oberfläche werden aktuelle Benachrichtigungen aus den verbundenen sozialen Netzwerken auf dem Display angezeigt.

Mit “Kin Spot” kann man selbst Statusmeldungen ins Netz schicken.

Schlechtes Wetter steht über der Neuerscheinung

Gleich einen Tag nach der Präsentation wurden mit Preston Grallas Publikation “Fünf Gründe, weshalb Sie kein Microsoft Kin wollen” Kritik am neuen Microsoft Produkt laut:

Gralla bemängelt in erster Linie den Mangel an Apps. Welches Betriebssystem auf dem Kin zum Einsatz kommt, ist noch nicht ganz klar, die Gerüchteküche kocht mit Windows CE aber auch mit einem Windows Mobile 7-Abkömmling. Der Mangel an Apps ist aber auch eine logische Konsequenz: da die Plattform in dieser Auslegung neu sein wird, darf man nicht mit der Masse an Apps rechnen, die es beispielsweise für die Produkte der Konkurrenz gibt.

Wer den portablen Player Zune HD kennen gelernt hat, war vom Design, und der neuen Technik beeindruckt – jetzt enttäuscht Microsoft mit einem aufschiebbaren Handy mit klassischer Miniatur-Tastatur. Ein reine Bedienung über das Touchscreen wäre nach dem Zune HD zu erwarten gewesen, aber vielleicht nimmt es Microsoft mit dem Einstieg eigener Handys in den Markt noch nicht so ernst.

Braucht die Welt überhaupt ein neues Smartphone?,

darf man sich berechtigter Weise fragen.

Microsoft zielt auf Nutzer ab, die mit dem Handy soziale Netzwerke, wie beispielsweise Twitter, Myspace, Facebook und natürlich Windows Live nutzen wollen. Ein Datentarif auf dem Handy ist daher obligatorisch.

Das Kin bringt nach bisherigen Erkenntnissen aber nichts, was es nicht schon gibt – abgesehen vielleicht von der Größe des Kin One; und ob das wirklich so eine gute Idee war, wird sich zeigen.

Eine Konkurrenz für die derzeit auf dem Markt erhältlichen Smartphones könnte allerdings das Kin Two darstellen: durch seine Größe ist es leicht bedienbar und lässt mit der ausziehbaren, wenn auch nicht ganz modernen Tastatur mehr Platz auf dem Display.

Einen Vorteil wird das Kin definitiv haben: es wird billig sein. Zumindest nach bisherigen Einschätzungen. Microsoft verzichtete bei der Entwicklung auf moderne Technologien und setzt sogar ein, wie Gralla es nannte, Betriebssystem von “yesterday’s technology” ein. Immerhin, was die Software anbelangt, kann man, da es von Microsoft ist, einig Zeit mit Verbesserungen in Form von Updates rechnen. Dann dürfte auch die schlecht umgesetzte Unterstützung für Twitter schon bald verbessert werden.

Weiterlesen/Quellen

Zune.net und Zune-Software lernen deutsch

Microsoft hat nun endlich einen weiteren Schritt gewagt, den portablen Media-Player Zune einer größeren Nutzergruppe schmackhaft zu machen.

Der bislang nur in den USA vertriebene Player, dessen Angebot und Bedienoberfläche waren lange nur in englischer, spanischer und französischer Sprache verfügbar. Deutsche Nutzer der Zune-Software bekamen gestern die Update-Benachrichtigung für die Version 4.2.

Nach dem Laden des Updates geht alles in deutscher Sprache weiter, anschließend wird man auf der gewohnten Oberfläche in seiner Sprache begrüßt:

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Wer danach einen Blick auf zune.net wagte und dessen Herkunft für die Website nachvollziehbar war, wurde gefragt, ob er Standort und Sprache übernehmen wolle.image

An der Zune-Software selbst gab es in technischer Hinsicht keine Änderungen.

Das deutschsprachige Angebot auf zune.net oder übrigens auch zune.de unterscheidet sich inhaltlich stark vom Ursprungsangebot: Microsoft fokussiert hier nämlich den Zune-Dienst als Teil des Xbox LIVE-Angebots. Vom tragbaren Player, der sich in seiner aktuellen Form nun wirklich nicht verstecken muss, ist nicht die Rede.

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Microsofts Hauptmotivation, das Zune-Angebot auf deutsch bereitzustellen, dürfte aber auf die anstehende Integration von Zune in Windows Mobile 6.5 (als Update) oder sogar den Nachfolger 7.0 zurückzuführen sein.

Während des Mobile World Congress im Februar dürften wir mehr erfahren.

Die Heise-Redaktion fand übrigens Hinweise darauf, die die Windows Mobile-Theorie untermauern können. In der Datei Zune.inf finden sich Zeilen, die sowohl auf den portablen Zune-Player als auch auf Telefone hinweisen.

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Zune Software 4: Welcome (back) to the Social

Fast Zeitgleich mit der Markteinführung des Zune HD in den USA hat Microsoft das Online-Angebot zune.net sowie die PC-Software erneuert.

Zune für den PC präsentiert sich zunächst imposanter und ist an die Gestaltung der GUI des Zune HD angelehnt.

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Menü erweitert

Nach dem ersten Start genügt ein Klick auf “Go to your collection”, um die Software so zu sehen, wie man sie in Version 3 kannte.

imageDas Menü wurde um “Quickplay” und “Marketplace”. In Quickplay kann man mit “smart dj mix” fünf Schaltflächen beliebig belegen, um nach dem Start sofort Zugriff darauf zu haben. Fährt man mit dem Mauszeiger über einen fertigen Quickplay-Eintrag, imageblendet Zune in den ID3-Tags hinterlegte Informationen ein. Wenn man’s braucht…

Verlässt man Quickplay, ändert sich die Hintergrundfarbe in freundliches weiß, wie man es von der Vorgängerversion gewohnt war.

“Marketplace” ist die in die Software implementierte Einkaufsplattform, die zuvor nur über zune.net erreichbar war. Mit der Einbindung in den Player bringt Microsoft sie näher an den Kunden.

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Zune als Sozialnetzwerk

Zune ist übrigens längst so weit, anderen erzählen zu können, welche Musik man bevorzugt hört und diese Informationen mit anderen im Rahmen des “Social” zu teilen – wenn man es will. Auf selbem Wege erhält man beim Besuch von zune.net Empfehlungen.

Damit “Social” und “Marketplace” genutzt werden können, sind eine mit Zune verknüpfte Windows Live-ID beziehungsweise ein “Zune Pass” erforderlich. Letzteres soll man zwar 14 Tage kostenlos testen können, allerdings scheint das nur von Standorten in den USA zu funktionieren.

Not welcome to the Social

Der Standort “Deutschland” erwies sich bei der Einrichtung als kontakthinderlich: Der Login innerhalb der Zune-Software wollte nicht klappen.

ScreenShot006 Angeblich stehe die Funktion in meiner Region nicht zur Verfügung – tat es offensichtlich aber noch vor dem Upgrade. Fehlercode: C00D1353. Als hilfreiche Lösung erwies sich das Ändern des Computerstandortes in “Vereinigte Staaten” mit anschließendem Neustart.

Veränderungen an der Oberfläche

Abgesehen von zwei neuen Menüs wurde nicht gravierend viel verändert. Die Schriften in dem Menüs wurden geändert: aus Kleinbuchstaben wurden teilweise Versalien; in den Genuss interessanter Änderungen kommen die Benutzer von Windows 7: Beim Ziehen an den rechten oder linken imageBildschirmrand heftet sich das Programmfenster nun an, zieht man es nach oben, wird es maximiert. Besonders nennenswert ist die Einführung von kleinen Schaltflächen in der Vorschau auf der Taskleiste, mit denen sich Zune steuern lässt.

Besonders praktisch ist der schnelle Zugriff auf die Bewertung. Als schlecht bewertete Titel landen nicht mehr auf dem Zune-Player oder werden entfernt, wenn sie später als schlecht bewertet wurden. Das funktioniert auch, wenn die Bewertung am Player vorgenommen wurde.

Verbesserungswürdiges

Die Zune-Software wurde vielfach gelobt, weil sie sich von den traditionellen Bedienoberflächen erfolgreich entfernt hat, aber intuitiv bedienbar geblieben ist.

Was aber verändert werden könnte, ist die Präsenz der “Quickplay”-Funktion. Die fünf Künstler, die ich hinterlegt habe, will ich ja nicht bei jedem Start hören und lieber gleich zur Sammlung oder wenigstens zur Suche wechseln. Beides ist aber mit einem zusätzlichen Klick verbunden. Wenigstens die Suchfunktion sollte in “Quickplay” eingebaut werden, um wirklich schnell damit zu starten, was man will. Noch einfacher wäre es, mit dem Menü zu starten, das zuletzt geöffnet war.

image Gewöhnungsbedürftig ist auch die Gestaltung des Menüs. Hat man es einmal verwendet, versteht man es, aber die farbliche Hervorhebung gewählter Punkte könnte deutlicher sein und die Schrift gerne auch etwas größer. Der Mauszeiger ist nämlich fast doppelt so groß wie die oberste Zeile des Menüs.

Es ist weniger auffällig, aber ich habe es trotzdem vermisst. Beim Rippen des 1975 veröffentlichten Albums “Tales of Mystery and Imagination” (The Alan Parsons Project) von CD konnte Zune das Albumcover nicht herunterladen. Ein kurzer Start des Windows Media Players genügte, um diese Information zu holen, aber es ist ein Umweg.

Microsoft erneuert Zune, Zune-Software und –Website; Gleich Zune HD kaufen oder Upgraden?

Zune-Logo (Copyright Mirosoft, zune.net)Im Zuge der Markteinführung des neuen “MP3-“Players von Microsoft, dem Zune HD, hat Microsoft die Website zune.net überarbeitet und die PC-Software, ebenfalls “Zune” genannt, in die vierte Version gehoben.

Der Zune HD ist die vierte Generation von Microsofts iPod-Konkurrenten, zuvor einfach nur Zune genannt.

Mit dem neuen Player entfernt sich Microsoft vom alten Design des klobig und massiv wirkenden tragbaren Musikmachers und präsentierte bereits vor einigen Monaten unfreiwillig ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann: Der Zune HD glänzt mit zeitgemäßer Touch-Bedienbarkeit, hochwertigem Material Zune HD (Bild von Microsoft Presspass)und vor allem mit gutem Design.

Mit dem Zune HD dürfte Microsoft das gelingen, was ursprünglich Sinn der Produktentwicklung war: Apple mit seinem iPod angreifen. Der stellt mit ca. 80 Prozent nämlich den Marktanteil der tragbaren Musikplayer.

Die Gerüchte waren wahr, der kürzlich erschienene Zune HD sieht genau so aus wie auf den geleakten Bildern. Sogar der Zeitpunkt der Veröffentlichung hat gestimmt.

Mit der Einführung des Zune HD hat Microsoft die Weiterentwicklung der Vorgänger eingestellt. Damit wird es vermutlich auch keine Software- und Firmwareupdates für alte Zunes geben.

Funktionen des Zune HD

Der neue Player kommt mit folgenden Funktionen:

  • OLED-Touch-Display mit einer Diagonalen von 3,3 Zoll
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Auflösung: 480×272 Pixel (HD-Bilder werden über ein Dock ausgegeben)
  • HD-Radio
  • WLAN für die Synchronisation und zum herunterladen von Titeln
  • Webbrowser, der auf Internet Explorer basiert
  • Virtuelle Tastatur
  • Bis zu 32 GiB Speicherplatz

Ausgaben

Den Zune HD gibt es kurz nach der Einführung in zwei Ausgaben:

  • Zune HD “Black” mit schwarzem Gehäuse und 16 GiB Speicherkapazität für rund 150 Euro
  • Zune HD “Platinum” mit silbernem Gehäuse und 32 GiB Speicher für rund 200 Euro

In Kürze soll der Player in weiteren Varianten und Farben verfügbar sein.

Günstiger: Vorgänger oder Umbau

Ähnlich wie beim iPod führte die Einführung der neuen Produkte zum Preissturz bei den Altbeständen: Händler reduzierten den Preis für den Player von Apple um bis zu 50 Prozent, in den Webshops zeichnet sich Ähnliches jetzt auch bei den Microsoft-Playern ab. Den Vorgänger mit 120 GiB Speicherplatz bekommt man hier für umgerechnet 140 Euro.

Möglich wurde die hohe Speicherkapazität bei den vorigen Zunes übrigens durch die Verwendung von echten Festplatten. Schon der Zune I erreichte so eine Kapazität von 30 GiB, wer ihn aufrüstete, bekam sogar 120 GiB hinein, inzwischen dürfte mehr möglich sein. Eine Kapazitätsbeschränkung kennt der Zune I nämlich nicht und die fehlende Firmware wird beim Anschließen an den PC automatisch installiert.

Wem es nur um Speicherplatz geht, der kann das manuelle Upgrade in Betracht ziehen. Auf US-amerikanischen Websites gibt es Tipps, wie man den Player aufrüstet und Bezeichnungen geeigneter Bauteile wie Hochkapazitätsakkus und Festplatten. Auf das Touch-Display muss man aber verzichten.

Das Online-Angebot

Microsoft setzt derzeit verstärkt auf eine Verbreitung der Webtechnik “Silverlight”. Nicht nur in einem neuen Bestandteil von Bing wird diese Technik jetzt angewandt, sondern auch auf der neuen Zune-Website.

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Neue Website in Schwarz und mit einem in Silverlight realisierten Player für angemeldete Benutzer.

Wer sich einloggt (Zune Pass erforderlich) kann aus drei Genres auswählen und bekommt anschließend Vorschläge, die man sich anhören kann. Natürlich stehen hier keine vollständigen Titel zur Verfügung. Was gefällt, kann man käuflich erwerben.ScreenShot246

Zum Vergleich: die Zune-Website vor dem Re-Design.

Gegen den iPod

Mit dem Zune HD greift Microsoft jetzt Apples edelsten iPod an: den iPod Touch. Der kostet nämlich fast genauso viel wie der Zune HD, dürfte in vielen Augen aber “besser” aussehen und gewinnt auch durch sein frisches Design das Interesse der möglichen Käufer. Apple hält hingegen, was den iPod angeht, an zwei Designs fest: dem Nano-Design und dem iPhone-ähnlichen Design.

Der Hype um den Zune HD dürfte Microsoft zusätzlich dazu verhelfen, mit dem eigenen Player größeren Erfolg zu haben. Bisher gilt der Zune nämlich nicht als sehr erfolgreich.

Zune HD und iPod Nano im Vergleich

Nur erhältlich in den USA

Der Player soll zunächst weiterhin nur in den USA erhältlich sein. Als der Zune II erschien, gab Microsoft bekannt, den Player nach erfolgreicher Markteinführung auch nach Europa bringen zu wollen. Vielleicht klappt es ja jetzt?

Europäer, die den Zune HD jetzt schon haben wollen, müssen ihn sich wohl wie bisher beschaffen: per Import oder mit etwas Glück als gebrauchten Artikel bei eBay. Die Versorgung mit Zunes sah dort aber schon in der Vergangenheit recht mau aus.



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