YouTube für die Glotze

YouTube hat mit “YouTube XL” ein Angebot gestartet, das speziell auf Fernseher und Multimedia-PCs zugeschnitten ist: mit extra großen Bedienelementen und einer schlicht gehaltenen Oberfläche lässt sich YouTube so auch mit einer Fernbedienung verwenden, wenngleich die Eingabe von Suchbegriffen dadurch erschwert wird, aber wozu hat man einen Multimedia-PC?

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Das Angebot ist ab sofort unter youtube.com/XL erreichbar.

Disney bei Hulu, Google mit Nachsehen

Das sind schlechte Nachrichten für Google: Disney hat sich gestern beim Videoportal Hulu eingekauft und es sind Kooperationen geplant, Produktionen der Trickfilmschmiede dort zu senden. Die großen Mediengruppen NBC und Fox, die ebenfalls Material über Hulu streamen, haben ihre Verträge mit Hulu um zwei weitere Jahre verlängert.

Google hat jetzt mit Yahoo das Nachsehen: die erfolgreichste Videoplattform wird es jetzt immer schwerer haben, Sendungen in voller Länge zu streamen und nebenbei ordentlich Werbeeinnahmen zu kassieren.

Jetzt muss Google möglicherweise mit Hulu verhandeln, um nicht ganz als Verlierer da zu stehen.

Disney beteiligt sich nun mit 30 Prozent an Hulu.

Gegen Gewaltvideos

Das Thema Zensur scheint in Deutschland zur Zeit wieder Hochkonjunktur zu haben. Neben der Vertrag zwischen dem BKA und den Internetprovidern zum Schutz der Benutzer vor Kinderpornografie hat sich auch die Junge Union zum Ziel gesetzt, Gewaltvideos im Internet einzudämmen. Ausnahmsweise sind hierbei aber nicht die Internetprovider gefragt, sondern die Videoportale, wie Youtube oder MyVideo, wo sich Benutzer in Zukunft mit voller Anschrift und vollständiger Personalausweisnummer registrieren müssen. Dies soll das verbreiten und anschauen von gewaltverherrlichenden Videos erschweren, so die Junge Union.
Grundlage für diesen Ansatz sind die zu verzeichnenden Anstiege der Gewaltdelikte von Jugendlichen gerade in problematischen Stadtteilen. Angeblich sollen sich hier Jugendgangs, welche wieder mehr Popularität haben, sich gegenseitig mit Hass- und Gewaltvideos putschen und sich dann zu Straftaten verabreden.
Ein entsprechender Antrag an den Landesparteitag der NRW-CDU liegt vor und wurde zustimmend angenommen.
Wieder einmal will man nun mit Zensur verhindern, dass Gewaltaten geschehen. Ob dies der richtige Weg ist und ob Ordnungsämter und Jugendschutzeinrichtungen eher das Internet und dessen Videos im Auge behalten, statt ihren Bezirk, ist fraglich. Immerhin wird mit der Zensur eine Art Möglichkeit genommen, anstehende Gewalttaten frühezeitig zu erkennen und zu verhindern.
Oder erwartet die Junge Union, dass sich jene Jugendlliche tatsächlich mit echter Personalausweisnummer anmelden und den Behörden den Zaunpfahl vor die Tür stellen?
Wie eh und je ist fraglich ob Zensur das Problem behebt oder eher nur das – zumindest teilweise – sichtbare Ergebnis.