GIMP als x64-Version


Die Entwickler des quelloffenen Grafikbearbeitungsprogramms GIMP (The GNU Image Manipulation Program) haben eine im Entwicklungsstadium befindliche Version 2.6.6 für 64-Bit-Systeme herausgegeben.

GIMP 2.6.6 x64 soll zu einer nativen Version für x64-Systeme entwickelt werden. Die derzeit erhältliche Version stürzt auf vielen Computern beim ersten Start zunächst ab, erfüllt Aufgaben dann aber ohne weitere Probleme. Die Entwickler weisen aber ausdrücklich (sogar nach Abschluss der Installation) darauf hin, dass sich bei Problemen bitte nicht bei den Entwicklern beschweren möge.

GIMP x64


Bitte 64 Bit: GIMP gibt es auch als x64-Variante.

Am Aussehen hat sich übrigens gar nichts geändert. GIMP x64 verhält sich in der Bedienung wie die 32-Bit-Version.

Wer GIMP schon kennt, wird bei der x64-Version aber schnell merken, dass sich die Anpassung an die Plattform lohnt: Auf einem 64-Bit-Testsystem mit 4 Kernen á 2,6 GHz startete GIMP x64 innerhalb von rund 13 Sekunden, während die 32-Bit-Variante fast 19 Sekunden benötigte – dabei wurde nur das Programm gestartet, es wurden keine Bilder geladen.

Die Zeichen der Zeit haben auch die Entwickler bei Mozilla erkannt: Firefox 3.5 soll demnächst als x64-Version bereitstehen.

Einige kleinere und weniger gut bekannte Programme wie 7Zip oder SmartFTP waren schon kurz nach dem Erscheinen von Windows XP x64, dem ersten Desktop-Windows mit x64-Unterstützung, erhältlich.


Firefox lernt 64-Bit

Mit einer Weiterentwicklung der kürzlich herausgeben Version 3.5 von Firefox will Mozilla ihren Browser demnächst auch als native Variante für 64-Bit-Windows-Systeme bereitstellen. Zu diesen Systemen gehören derzeit Windows XP Professional x64, Windows Vista x64 und das kommende Windows 7 x64.


Firefox x64 Die Technologie erlaubt eine höhere Leistung der angepassten Anwendung auf der Plattform, bestehend aus 64-Bit-Prozessor und 64-Bit-Betriebssystem. 64-Bit-Anwendungen können mehr als 2 Gigabytes RAM verwenden. Auch wenn es dazu im Moment keinen Bedarf gibt, ist dies ein wichtiger Schritt für die Anpassung an zukunftssichere Technologien.

Microsoft bietet schon länger eine 64-Bit-Variante des schärfsten Konkurrenten, Internet Explorer, an. Dieser fand als Version 7 per Nachinstallation Einzug auf 64-Bit-Varianten von Windows 2003 Server und Windows XP x64. Aus Kompatibilitätsgründen liefert Microsoft Internet Explorer für x64-Systeme in doppelter Ausführung (nämlich als 32-Bit- und 64-Bit-Version) aus. Viele Plug-Ins, das populärste ist der Flash Player von Adobe, funktionieren in der 64-Bit-Version nicht. Ein ähnliches Problem erwartet daher auch die Nutzer des 64-Bit-Firefox.

Adobe hat für Linux bereits eine 64-Bit-Version des Flash Players bereitgestellt, es ist deshalb zu erwarten, dass sie auch bald für Windows x64-Systeme kommen wird.

Schon seit der Version 3.0 gab es Firefox als 64-Bit-Version: da der Code quelloffen ist, hat sich ein Entwickler, der sich Kato Makoto nennt, daran gemacht, den Browser auf die x64-Plattform zu portieren. Er gab bekannt, sein Projekt trotz Mozillas Ankündigung parallel weiterführen zu wollen.