Netbook-Version von Windows 7


Microsoft hat die Voraussetzungen bekanntgegeben, die erforderlich sind, damit Hersteller eine eigens dafür vorgesehene Ausgabe von Windows 7 Netbook mit Windows 7 - Quellbild unter CC-BY-SA von Via Gallery, Flickrauf Netbooks installieren dürfen.

Zunächst war geplant, die Starter-Ausgabe von Windows 7 auf Netbooks  einzusetzen. Stattdessen gibt es davon eine eigene Variante, die auf der Starter-Variante aufbaut sowie eigens für China die Variante “Windows 7 Home Basic For Small Notebook PCs”.

Es gelten:

Spezifikation Windows 7 für Netbooks zum Vergleich: Windows XP und Vista für Netbooks
Prozessor: Ein-Kern-CPU mit max. 2 GHz und max. Leistungsaufnahme von 15 W Ein-Kern-CPU mit max. 1 GHz oder Intel Atom, Celeron, einige kleine AMD- und VIA-CPUs
Arbeitsspeicher: 1 GiB 1 GiB
Festplatte/Festspeicher: 250 GiB (Festplatte) oder 64 GiB (Solid State) 160 GiB (Festplatte) oder 32 GiB (Solid State)
Displaygröße: max. 10,2 Zoll max 12,1 Zoll

Größtenteils lockert Microsoft also die Einschränkungen, die den Einsatz der weitaus günstigeren Lizenzen für Windows auf den kleinen Computern erlauben. Mit einer Ausnahme: Die Displays dürfen nur noch eine Diagonale von 10,2 Zoll aufweisen, räumte Microsoft doch zuvor mehr als 12 Zoll ein.


Immerhin gibt es jetzt auch keine Einschränkungen mehr, die Vorschriften über die Grafikleistung oder die Touch-Bedienfläche machen: schließlich soll Windows 7 Multitouch unterstützen und diese praktische Funktion möglichst niemandem vorenthalten werden.


Google: Geschenk von Microsoft

Mit den Starter-Ausgaben von Windows bietet Microsoft seit Windows XP Betriebssysteme an, die sehr eingeschränkt sind: es lassen sich nur drei Programme gleichzeitig ausführen, die eine Benutzeroberfläche haben, es gibt sie nur als 32-Bit-Versionen und sie sind eigentlich für Schwellenländer vorgesehen, in Deutschland zum Beispiel also nicht erhältlich.

Jetzt spekulieren aber die “Business Insider”, ob denn nicht genau dieses Betriebssysteme ein Geschenk an Google sein könnten: solange der Browser verwendbar ist, könnte man ja darin ein Browser-basiertes Betriebssystem laufen lassen.

Eines der ersten “Betriebssysteme” dieser Art war YouOS, das inzwischen eingestellt wurde. Im Browser konnte man sein eigenes Desktop verwenden, Dateien erstellen, bearbeiten und verwalten. Dem Benutzer standen schon damals mehrere “Programme” bereit – im Wesentlichen funktionierte das auch, nur eben sehr langsam. Zudem musste der Browser JavaScript ausnahmslos unterstützen, denn darauf basierte YouOS.


Die Wege der neuen Browser-basierten Betriebssysteme sind längst geebnet. Mit Text & Tabellen und seinem eigenen Mail-Dienst bietet Google eine Bürosuite für den Browser an, die mit Microsoft Office vergleichbar ist. Auch Microsoft hat das Potenzial erkannt und mit Live zahlreiche Dienste eingeführt, die im Browser verwendbar sind oder stark mit dem Internet interagieren; darunter Sky Drive oder Office Live Workspaces. Mit einem Internet-basierten Office würde Microsoft aber eine Alternative zu der Programmgruppe bereitstellen, mit der der Konzern enorme Einnahmen erzielt. Man darf gespannt sein, wie Microsoft kontern wird. Solange “Betriebssysteme” oder “Programme” im Browser aber noch langsam sind oder nicht alles bereitstellen können, was echte Betriebssysteme schon jetzt haben, wird auf dem Markt nicht viel Neues kommen.