Google Chrome jetzt mit Designs – aber nur in Version Beta 3

Googles Browser, der bisher in ruhigen Blautönen erschien, unterstützt jetzt Designs – so wie es zum Beispiel die Konkurrenzbrowser Opera und Firefox schon früh vorgemacht haben.

Google stellt auf einer eigens dafür eingerichteten Seite eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten (fast 30) Themes bereit, die jeweils durch einen Klick auf “Apply theme” (Design übernehmen) eingerichtet werden… sollen.

imageMit einem Klick sollen neue Themes installiert werden.

Denn im Versuch funktionierte das trotz aktuellster Entwicklerversion (Beta 3)und Programmneustart nicht. Stattdessen erhielt ich für jeden vergeblichen Versuch eine CRX-Datei und diese Meldung:

ScreenShot014Einige Designs sehen interessant aus, etwa die mit wenigen Farben oder das transparente, “Transparent” genannte. Themes, die wahrscheinlich kaum einer verwenden wird, sind “Baseball” (außer vielleicht einige Fans in den USA), “Dots” mit seinem unruhigen Punkte-Muster oder “Legal Pad”, das ein derart schrilles Gelb hat, dass es für die Augen nur anstrengend sein kann, damit zu surfen.

Mozilla behebt Lücken in Firefox 3.5 – viele Nutzer noch mit Version 3.0 unterwegs

Mozilla stellt heute Updates für Firefox 3.5 und 3.0 bereit, die drei sicherheitskritische Lücken beheben sollen, davon zwei, die bereits mit gezielten Angriffen ausgenutzt wurden.

Für die Version 3.0.13 werden zwei weitere Updates geliefert, die Bugs beheben sollen.

Firefox 3.0 wird noch bis Januar 2010 mit Updates versorgt. Danach sollten die Nutzer auf die dann aktuelle Version umsteigen.

Angreifern war es möglich, trotz gesicherter Verbindung Kennwörter und Sitzungsdaten auszuspähen und die Anwender zur Installation von Scareware oder anderer Malware zu bringen.

In Version 3.5 kommt hingegen eine neue Bibliothek für die Programmierung Network Security Services zum Einsatz, die für die SSL-Unterstützung benötigt werden. Diese Version ist von dem Problem nicht mehr betroffen.

Firefox hatte im Juli einem Marktanteil von 22,5 Prozent und gilt damit als viel genutzer und relevanter Browser, der immer häufiger ins Visier von Angreifern gerät.

Derzeit nutzen etwa 75 Prozent aller Firefox-Nutzer veraltete Versionen, der Rest verwendet die aktuellste Version 3.5. Insbesondere die Nutzer älterer Versionen sollten eine aktuelle Version des Browsers bei Mozilla herunterladen oder die im Menüpunkt “Hilfe” untergebrachte Update-Funktion nutzen.

Opera wieder unzufrieden mit Microsofts Vorschlag – “Keine Logos”

Da erklärte sich Microsoft im Browserkrieg 2008/9 überraschend bereit, dem Benutzer die Installation von Alternativbrowsern vorzuschlagen und brachte kurz darauf einen Vorschlag, wie ein Auswahlmenü aussehen könnte, und beide Seiten schienen mit der Lösung zufrieden.

Bis man bei Opera Software ASA wieder mit dem Murren anfing:

Da wurden vorgestern Gerüchte laut, Opera wünsche sich eine solche Browserauswahl auch auf anderen populären Betriebssystemen, namentlich Mac OS und Ubuntu Linux.

Findet man das eigene Logo so unvorteilhaft?

 

 

 

Microsofts erster Vorschlag zeigt nichts weiter als eine rudimentär formatierte Website, die die derzeit fünf erfolgreichsten Browser vorstellt. Für jeden gibt es ein Logo, eine kurze Beschreibung, einen Link zum Download des Installationsprogramms und einen “Tell me more”-Link (im Deutschen oft mit “Mehr…” übersetzt).

Browserauswahl

An den Logos stört sich nun, wer hätte es gedacht, die Firma, die die Debatte ausgelöst und zum letzten Lösungsvorschlag nicht wenig beigetragen hat.

Bei Opera halte man die Verwendung der Logos nicht für neutral genug, um den Benutzer zu einer für die Browserhersteller unabhängigen Auswahl zu bewegen. Soll Entscheidung über den Standardbrowser nun auch noch zufällig getroffen werden?

Operas CTO Håkon Wium Lie ist der Meinung, das blaue “e” habe sich bei den Windows-Anwendern eingeprägt, sodass sie unbewusst den Erzfeind wählen könnten. Spinnt man die Logik weiter, dürfte man noch nicht einmal die Namen der Browser nennen, da insbesondere unerfahrene Anwender den Internet Explorer seines Namens wegen recht leicht als Programm für das Internet erkennen können, während Opera insbesondere viele englischsprachige Anwender an Musik erinnern dürfte.

Vielleicht ist Opera aber auch nicht vom eigenen Logo überzeugt. Nur ein “O” als Logo, das ist nicht besonders originell (wenngleich das auch für Internet Explorer gilt). Hinzu kommt vielleicht, dass das “O” keinen besonders freundlichen Klang hat, aber damit sollen sich Sprachwissenschaftler beschäftigen.

Vielleicht befürchtet Lie aber auch, gegen ein anderes großes Logo nicht ankommen zu können: das von Google.

Google ist die Startseite von 80 Prozent der deutschen Internetnutzer; international wird das nicht wesentlich anders aussehen. Das dürfte ein zweiter Grund sein, weshalb sich Opera gegen die Verwendung der Logos ausspricht.

Vermutlich ist das Logo von Opera das am wenigsten bekannte unter den derzeit fünf. Firefox hat einen stolzen Marktanteil von rund 20 Prozent, Safari kennen viele vom Mac. Alles schon mal dagewesen, außer Opera? Der Browser hat lediglich einen Marktanteil von 1 Prozent, manchmal schätzt man ihn sogar schwächer ein.