Microsoft kündigt iPad-Konkurrenten an – Angeblich Anpassung von Windows 7 im Gange


Auf dem “Microsoft’s analyst day” am vergangenen Donnerstag widmete sich Steve Ballmer gleich doppelt dem neuesten Kassenschlager des Erzkonkurrenten Apple: er sei (und das darf man ihm glauben) sei ganz und gar nicht davon angetan, wie viele dieser iPads Apple da seit der imageVeröffentlichung verkauft habe. Der Gedanke an einen neuen Tablet-PC (“Slate”) schwirre jedenfalls immer noch in seinem Kopf herum und man arbeite unter hoher Anstrengung mit Partnern zusammen, um in Kürze ein eigenes Gerät auf den Markt zu bringen.


Das klingt zunächst alles sehr gewagt und wackelig: allzu viel vom Stand der Entwicklungen ist nämlich nicht bekannt. Entweder schweigen sich Microsoft und Partner aus oder die Markteinführung eines Microsoft-Pads wird noch eine Weile auf sich warten lassen.

Ob es Geräte in der iPad-Bauform geben wird, ist noch nicht ganz sicher, Toshiba jedenfalls plant mit dem “Libretto” (der Name eines älteren Gerätes wird jetzt für eine neue Klasse verwendet) ein Gerät mit zwei Bildschirmen auf imageden Markt bringen. Das weckt Erinnerungen an Microsofts Konzept “Courier”, das mit der Einführung des iPads eigentlich beerdigt wurde.

“Slates”, zwischendurch auch “Ultra Mobile PCs” gibt es schon seit längerem. Sie laufen mit Windows und bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber dem iPad: echtes Multitasking, Ausführen nahezu aller PC-Programme und Flash (was für ein Seitenhieb). Aber ein großes Problem haben sie: Windows ist nicht auf schnelles Beenden und Starten ausgelegt, also liegt es nahe, bei tragbaren Geräten ständig den Stand-By-Modus zu nutzen. Zudem ist Windows an sich als PC-Betriebssystem nicht unbedingt für den Energiesparenden Betrieb vorgesehen.

Auf einigen Fachportalen kursierten kurze Zeit Gerüchte, dass Microsoft Windows 7 entsprechend anpassen werde. Wenn’s wahr ist, dann gibt es bereits ein geeignetes Gerät und demnächst auch ein optimiertes Betriebssystem.

Bilder:

  • iPad: Wikimedia Commons, CC
  • Libretto: Flickr, von Meryl Ko, CC