DNS-Probleme bei Auflösung von .de- und .info-Adressen

Die Denic sowie einige Webhoster bestätigten, dass es seit einigen Minuten Probleme mit dem Domain Name Service gibt.

Aus diesem Grund ist es nicht möglich, einige Websites mit .de- und .net-Domains zu erreichen und E-Mails an Empfänger mit ebendiesen Adressen zu senden.

Erste Meldungen über die Probleme tauchten bereits um 13:30 auf Twitter auf. Weil die DNS-Server untereinander kommunizieren, waren zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedlich viele Internetnutzer von dem Problem betroffen.

Laut Domainfactory liefern derzeit 4 von 6 der Denic-Rootserver Antworten aus, laut denen Domains gar nicht existieren.

Die Denic arbeitet an der Fehlerbehebung.

Vorübergehend kann man in den Verbindungseinstellungen des Betriebssystems den DNS-Server von Google eintragen: der hat die IP 8.8.8.8.

[Update 1]

Inzwischen sind alle 6 Root-Server der Denic ausgefallen.

[Update 2]

Die Denic arbeitet derzeit an der Lösung des Problems. Mittlerweile sollen vier der sechs Server wieder ordnungsgemäß arbeiten.

Wer dennoch einen alternativen DNS-Server eintragen möchte, der kann auch folgende IP-Adressen verwenden:

  • 208.67.222.222
  • 81.89.98.6
  • 217.79.186.148
  • 8.8.4.4

Bei aktuellen Betriebssystemen ist übrigens kein Neustart erforderlich.

[Update 3, 15:14 uhr]

Alle DNS-Server der Denic sind nun wieder erreichbar.

Siehe auch:

Twitter lernt deutsch

Die Website des Microblogging-Dienstes Twitter kann ab sofort auch in mehr als den zwei Sprachen englisch und japanisch angezeigt werden: Hinzugekommen sind italienisch, französisch, spanisch und deutsch.

Von der Übersetzung ist das komplette Menü und viele Teile der von Twitter selbst befüllten Seiten, darunter die Datenschutzerklärung, betroffen.

Seiten über technische Informationen wie etwa die Twitter-API oder die Jobangebote wurden der Tradition (und möglicherweise auch der Zielgruppe) entsprechend nicht übersetzt.

Beim Klick auf “Hilfe” landet man nicht automatisch auf der deutschsprachigen Hilfeseite von Twitter: auf der sich öffnenden englischen Seite muss man über einen ziemlich ungeschickt angebrachten Link unter “Help Resources” zur deutschen Version wechseln – leider ist diese Version der Hilfeseite nicht so übersichtlich geworden wie das Original.

Bei der Übersetzung verließen sich die Betreiber auf die Mithilfe ihrer Benutzer. So wurden einige prominente Twitterer mit einem kleinen Banner als offizielle Übersetzer erkennbar.

Ganz perfekt ist die Übersetzung natürlich noch nicht. An einigen Stellen wie etwa dem Abschnitt “Tipps” in den Einstellungen wurde die Satzstellung mehrmals verbogen und besonders häufig scheint man sich nicht darüber einig gewesen zu sein, in welche “Version” der deutschen Sprache man übersetzen möchte: sogar auf denselben Seiten scheinen die Übersetzer unentschlossen zwischen Alter und Neuer deutscher Rechtschreibung zu wechseln und übernehmen sogar grammatische Eigenarten und Schreibweisen des Schweizerdeutschen.

Phishing bei Twitter

Wer vielen Twitterern folgt bekommt von vielen Twitterern Direktnachrichten (‘Direct Messages’). Ein Teil von denen sind Spammer oder gekaperte Konten, die ihren Followern laufend kurze Texte mit Hyperlinks schicken. Eine dieser Nachrichten erreichte mich gerade wieder:

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Wer diese Seite besucht, bekommt das hier zu sehen:

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Entdeckt?

  1. Seit wann hat Twitter ein Videoportal?
  2. Warum lautet der Domainname “zoltykatalogfirm”?

Richtig: Es ist Phishing.

Falls Sie außerhalb von Websites, die nicht auf twitter.com enden zur Eingabe ihrer Anmeldedaten aufgefordert werden, können Sie sich sicher sein, dass die Anmeldedaten nicht an Twitter gesendet werden. Stattdessen freut sich der Autor eines Skripts über die oft richtigen Daten.

In diesem Fall liegt das Skript (login.php), das die Anmeldedaten entgegennimmt, ebenfalls auf zoltykatalogfirm.com. Nach dem Datensammeln leitet es auf ein leeres Blog bei Blogger.com weiter.

Die Masche, nämlich das Phishing, funktioniert immer gleich:

Eine vertraute Seite wird nahezu perfekt nachgeahmt (die hier hat den kleinen Fehler, dass unter dem Hinweistext eine Spitze Klammer angezeigt wird), oft wird sogar eine vertraute Quelle genutzt, um den Link zu verbreiten. Hier war es ein Benutzer von Twitter selbst. Wer beim Klick nicht aufpasst und sich nicht über die angeblich erforderliche Anmeldung wundert, ist in die Falle getappt.

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