Google erneuert Suchalgorithmus

Unter sandbox.google.com stellt der populärste Suchmaschinenbetreiber und Internetkonzern eine Vorabversion seiner erneuerten Google-Suche bereit.

In den vergangenen Monaten soll das Entwicklerteam daran gearbeitet haben, die Suchmaschine so zu verbessern, dass Junk ignoriert und Suchergebnisse, die auf die Benutzereingaben passen, weiter oben in den Suchergebnissen erscheinen. Die Ziele sind eine Erhöhung der Indizierungsgeschwindigkeit von Websites und eine verschärfte Genauigkeit bei der Ausgabe der Ergebnisse.

Für den Suchenden ist von den Verbesserungen derzeit aber noch wenig zu sehen. Google selbst gibt zu, dass man Unterschiede erst bei detaillierten Suchanfragen feststellen kann und auch dann die Suchergebnisse oft nur die Plätze tauschen.

Die Entscheidung ist gefallen

Yahoo und Microsoft einigen sich auf Zusammenarbeit in Online-Werbung und Suchmaschinen

Schon vorletzte Woche zeichnete sich ab, dass es nun doch eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Konzernen geben würde, obwohl sich die neue Yahoo-Chefin Bartz vor wenigen Wochen noch gegen eine Zusammenarbeit aussprach, um sich vergangene Woche aber überraschend positiv über Bing (Microsoft) zu äußern.

Durch die Zusammenarbeit können beide Unternehmen den Suchmaschinengiganten Google angreifen: der belegt derzeit etwa 80 Prozent, während Bing je nach Land und Statistik auf 8 bis 9 und Yahoo auf 3 bis 5 Prozent kommen.

Details über die Einigung sollen erst morgen bekannt gegeben werden, man vermutet aber, dass Yahoo-Nutzer demnächst “bingen” werden und Microsoft Yahoos Anzeigen schaltet.

Ziel der Kooperation ist neben der Gewinnung von Marktanteilen die Entlastung des angeschlagenen Yahoo-Konzerns, der keine eigene Suchmaschine mehr betreiben müsste sowie eine Verbreitung der bei Yahoo geschalteten Online-Anzeigen.

Yahoo und Microsoft kurz vor Einigung?

In weniger als einer Woche können Microsoft und Yahoo ihre Verhandlungen abgeschlossen haben, um gemeinsam den Internetgiganten Google attackieren zu können.

Microsoft versucht sich seit Februar 2008 an einer Übernahme an Yahoo, die bisherigen Angebote, die alte Internetfirma mit über 44 Milliarden US-Dollar und dem Kauf von Aktien zu übernehmen, wurden bisher abgelehnt.

imageDie Autoren des Wall Street Journal-Blogs "All Things Digital" wollen erfahren haben, dass Microsoft Yahoo erneut mehrere Milliarden Dollar für suchmaschinenbasierte Werbung anbieten will. Die Beobachter erwarten erste Ergebnisse schon in der neuen Woche.

In der Vergangenheit meldete Yahoo zwar mehrmals Interesse am gemeinsamen Geschäft an, wies Microsoft aber schon bald in die Schranken. Seit dem Führungswechsel an Yahoos Spitze, begann im Unternehmen eine komplette Neustrukturierung, um Yahoo “wiederzubeleben” – denn der Konzern verlor rasch Marktanteile an die Konkurrenz. Genauso wollte Yahoo den Anzeigenmarkt aufmischen, der derzeit von Google erfolgreich beherrscht wird.

Die von Microsofts Plan anfangs begeisterte Carol Bartz, die den Gründer Jerry Yang als CEO ersetzt hat, soll ihre Meinung inzwischen geändert haben: “Yahoo stünde besser da, wenn wir das Wort ‘Microsoft’ nie gehört hätten.”

Eine Übernahme von Yahoos Suchanzeigengeschäft hätte den Konzern imagefinanziell entlastet, während der sich wieder auf den Ausbau seiner Suche konzentriert hätte. Allerdings kamen unter Analysten Fragen auf, wie schnell Microsoft Yahoos Dienste in die eigenen integrieren könnte und ob man gemeinsam eine ernsthafte Konkurrenz für Google darstellen könnte.

Der Verkauf des Suchanzeigengeschäfts würde den Wegfall eines wichtigen Dienstes bedeuten. Ohne ihn sehen viele Analysten inzwischen schwarz für Yahoo. Sie werfen dem Konzern jetzt vor, eine Angebot ausgeschlagen zu haben, das Yahoo gutgetan hätte. Statt wie jetzt geplant nur einen Teil (und obendrein den wichtigsten) von Yahoo abzugeben, hätte man eine Komplettübernahme durch Microsoft akzeptieren sollen.

Ein vereintes Yahoo-Microsoft wäre der gemachte Konkurrent für Google: die eine Firma hat die Erfahrung und die Marktrelevanz, die andere greift ihr unter die Arme.