Jetzt geht’s aber los: Opera fordert Browserauswahl nun auch für Mac OS und Ubuntu

Der schwedische Browserhersteller Opera Software ASA verlangt nach Microsofts Einknicken nun auch, dass die Hersteller anderer Betriebssysteme eine Browserauswahl einrichten.

Microsoft hatte am Samstag mitgeteilt, dass man bereit sei, den Anwendern von Windows 7 die Webbrowser von Drittanbietern zu empfehlen. Opera zeigte sich mit dem Nachkommen des Software-Riesen einverstanden. Die EU-Kommission wird demnächst prüfen, ob Microsofts Vorschlag akzeptiert werden kann.

imageKritiker warfen Opera Software ASA schon lange vor, durch die mit Nachdruck erwirkten Auflagen gegen Microsoft eigene Interessen durchsetzen zu wollen und sich nur auf einen der Betriebssystem- und Browserhersteller zu stürzen.

Bei Opera betont man immer wieder, dass es sich dabei um einen Einzelfall handle, da Microsoft eine Monopolstellung innehalte. Opera wirft Microsoft vor, durch das Bündeln von Windows mit Internet Explorer andere Browser an den Rand zu drängen: Opera besitzt gerade mal 1 Prozent Marktanteil. Der stärkste Konkurrent des Internet Explorers, Firefox, schaffte es im Mai übrigens auf etwa 22,5 Prozent.

Opera geht mit einer Aussage von Håkon Wium Lie (CTO) einen unerwarteten Schritt weiter:

Man würde die Integration eines Browserauswahlmenüs, wie es Microsoft jetzt plant, auch in den Betriebssystemen der Hersteller Apple (Mac OS) und Canonical (Ubuntu Linux) begrüßen – diese gehören zu den am weitesten verbreiten Alternativen zu Windows im Anwenderbereich.

Internet Explorer 8 gewinnt Marktanteile

Aus der aktuellen Untersuchung von Net Applications geht hervor, dass Internet Explorer 8 der Gewinner beim Nutzerzuwachs des vergangenen Monats ist. Der Marktanteil des Browsers stieg um 3,7 Prozent, der von Google Chrome um 0,4 Prozentpunkte.

Insgesamt gehen 65,5 Prozent der imageNutzer mit Internet Explorer online, darunter vertreten sind die Versionen 6, 7 (40,8%) und 8 (7,6%). Rein rechnerisch nutzen danach über 17% immer noch den veralteten Internet Explorer 6.

Mozilla Firefox war im Mai mit 22,5 Prozent vertreten, Apple Safari mit 8,4 Google Chrome mit 1,4 Prozent.

Net Applications analysiert Besucherdaten von rund 40 000 Websites, um repräsentative Ergebnisse zu gewinnen.

Bereits im März war der Marktanteil von Internet Explorer angestiegen, betrug damals aber 67,5 Prozent – 2,2 mehr als zwei Monate danach, im April hab es einen kleinen Einbruch der Nutzerzahlen.

Es zeichnet sich schon seit Längerem ab, dass Internet Explorer immer wieder Nutzer an Mozilla Firefox verliert und wieder gewinnt.

Auch Firefox gewann und verlor in der Zwischenzeit Nutzer, im März lag seine Verbreitung bei 21,77 Prozent – und hat über die letzten acht Wochen wieder zugenommen.

Die Verlierer waren zwischendurch Google Chrome, der jetzt aber wieder aufholt und besonders Opera, dessen Anteil sich zuletzt zwischen 0,7 und einem Prozent bewegte.

Apple veröffentlicht Betaversion von Safari 4

Apple hat heute eine Betaversion des hauseigenen Webbrowsers Safari 4 veröffentlicht. Der Browser kann derzeit von der englischsprachigen Website heruntergeladen werden.

Erste auffällige Neuerung: Safari zeigt auf einem schwarzen Hintergrund die zuletzt besuchten Websites auf einer halbrunden Leinwand oder zumindest ihrer Andeutung. Diese Übersicht, genannt “Top Sites”, zeigt die am häufigsten aufgerufenen Seiten an.

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Zweite auffällige Änderung: Die Titelleiste wird, ähnlich wie bei Google Chrome, als Tableiste genutzt. Die typischen Funktionen der Titelleiste gehen dadurch nicht verloren: Doppelklick, klicken und verschieben funktionieren wie gewohnt. Ein kurzer Klick wechselt zum ausgewählten Register, ein langer Klick bewirkt gar nichts.

Safari gliedert sich designtechnisch nun fast unauffällig in Windows ein – statt flächigem, an Metall erinnerndem Grau, verwendet der Browser im Fensterrahmen nun das Systemdesign.

Die Adressleiste nimmt jetzt nicht nur Adressen entgegen, sondern auch Suchbegriffe, um in bereits besuchten Websites danach zu suchen oder ganz einfach auch im Internet mit der voreingestellten Suchmaschine Google.

Die Menüleiste ist, ähnlich wie bei Internet Explorer, verborgen und lässt sich durch Drücken der ALT-Taste einblenden.

Wie man es von Apple kennt, ist die Oberfläche übersichtlich gehalten – fast etwas zu übersichtlich; um Einstellungen zu suchen, wählt man erst einmal die vorhandenen vier Schaltflächen an (abgesehen von den Pluszeichen und den Navigationstasten), um dann vielleicht nichts zu finden und anschließend das Menü aufzurufen, wo es gleich sieben Unterpunkte (Vergleich: Internet Explorer: fünf Einträge) gibt.

Auch im Hintergrund hat sich etwas getan: Safari soll nun beim Rendern von HTML-Inhalten schneller arbeiten, die JavaScript-Engine “Nitro” soll den Konkurrenzen, darunter sogar Chrome, davonlaufen.

Die Mac-Version der Beta bringt noch eine schön anzusehende Funktion mit: klickt man auf die Buchschaltfläche unterhalb der Adressleiste, kann man den Verlauf der gesuchten Seiten durchsuchen. Das Blättern zwischen den Schnappschüssen wird wie in CoverFlow, mit einem 3D-Effekt, dargestellt.