Prius-Erfinder Toyota: “Die Zeit ist nicht reif für Elektroautos”


Während sich Nissan in die Entwicklung von Elektroautos stürzt und General Motors den Sprung ins Geschäft mit den Hybriden wagt, fragt man sich doch, was eigentlich mit dem Prius-Primus Toyota los ist. Wo bleibt der voll-elektrische Toyota?


Toyota Prius von S 400 HYBRID

Hybride von Toyota: der Prius (hier in Version III)
© für das Bild: “S 400 HYBRID”, Wikimedia)

Die Zeit ist noch nicht reif, meint man bei Toyota. So sagte man es auch dem NYT-Reporter Hiroko Tabuchi.

Warum man bei Toyota offensichtlich nicht wenigstens drei Jahre in die Zukunft schaut, ist unklar. Denn solange der Öko-Trend anhält und Interesse an ressourcenschonende Autos besteht, kann Toyota diesen Trend gewaltig verschlafen.

Das sind die Gründe, die Toyota laut Tabuchi vorschiebt, um einen verzögerten Einstieg zu rechtfertigen:

  • Toyota hat allein dieses Jahr 4,4 Milliarden US-Dollar Verlust eingefahren: zu viel, um jetzt Experimente mit Elektroautos zu beginnen
  • Elektroautos werden aller Voraussicht nach auch für die Käufer teuer
  • Die Batterien sind noch nicht geeignet
  • Toyota will nicht riskieren, durch schlechte Produkte das Image zu schädigen

Stattdessen setzt Toyota auf eine Alternative zur Alternative: Wasserstoff.

Vielleicht ist man bei Toyota so von der Idee überzeugt, dass man seine Energie deshalb nicht in die Entwicklung vollständig elektrisch betriebener Fahrzeuge stecken will – obwohl es beim Prius recht gut geklappt hat.

Ob Toyotas Entscheidung aber wirklich so klug war, darf man seit dem 19. August wieder in Frage stellen: die Bundesregierung gab da nämlich bekannt, die Entwicklung von Elektroautos mit 500 Millionen Euro fördern zu wollen, damit bis 2020 Elektrofahrzeuge die Straßen erblicken können. Ähnliche Pläne gibt es auch von der US-Regierung.