Windows 7 in Europa angeblich um über 40% teurer


Zur Kasse bitte

Käufer von Windows 7 müssen in Europa offensichtlich fast das Doppelte von dem bezahlen, was Käufer in den USA bezahlen müssen – und das, obwohl Internet Explorer in Windows 7 für den europäischen Markt fehlen wird.


Windows 7 Home Premium soll am 22. Oktober für 119 Euro in Europa zu haben sein. In Großbritannien soll es 79,99 Pfund kosten.

windows7In US-Dollar umgerechnet müsste der Preis bei aktuellen Kursen bei 167, beziehungsweise 132 Dollar liegen.

Käufer in den USA sollen nach dem Discountverkauf aber nur den Regelpreis von 119 US-Dollar für Windows 7 Home Premium zahlen. Es geht hier um die gleiche Software, die im vereinigten Königreich 10, im restlichen Europa 41 Prozent mehr kosten soll – und das, obwohl Internet Explorer nicht einmal vorinstalliert ist.

Bei anderen Ausgaben fallen die Unterschiede noch größer aus: Windows 7 Professional, der Nachfolger von Vista Business und XP Professional, soll in Europa 285 Euro, umgerechnet rund 400 US-Dollar, kosten; in Großbritannien rund 190 Pfund, also etwa 314 Dollar. Die Briten zahlen also 57 Prozent, die übrigen Europäer 100(!) mehr als die Käufer in den USA.

Windows 7 Ultimate, die höchste Ausgabe, kostet in den USA 220 Dollar, in Europa 300 Euro, umgerechnet also 420 Dollar – 200 Dollar oder 140 Euro mehr als auf der anderen Seite des großen Teichs.

Microsoft teilte mit, die Preise gegenüber Vista nicht ändern zu wollen. Aufgrund des schwachen Dollars und der festgelegten Preise ist Windows 7 im Vergleich zum Vorgänger in Europa um 4 bis 6 Prozent günstiger zu haben.

Und es fehlt etwas

Kritik muss sich Microsoft noch an anderer Stelle gefallen lassen: Die der Europäischen Union entgegenkommende Entscheidung, Internet Explorer aus dem Betriebssystem zu entfernen wurde von vielen positiv aufgenommen, jedoch muss Microsoft jetzt den höheren Preis für ein Windows ohne Browser in Europa rechtfertigen. Der fehlende Internet Explorer führt zu einem weiteren Problem: angeblich ist das “fließende” Upgrade von Windows Vista auf 7 dadurch nicht möglich. Die Anwender müssen stattdessen Windows 7 und alle ihre Programme komplett neu installieren – zumindest vorübergehend, bis Microsoft hoffentlich eine verbesserte Installationsroutine bereitstellen kann.

Trotz aller Meldungen über die hohen Preise hat Microsoft eine Überraschung: Windows 7 Home Premium kann vorab für 50 Euro in Deutschland und Frankreich und für 50 Pfund in Großbritannien bestellt werden; Windows 7 Professional für 110 Euro, beziehungsweise 100 Pfund.

Eine Idee am Rande: Ultimate und Sprachen

Wer sowieso plant, auf Windows 7 Ultimate zu wechseln, der kann sich eine günstige US-Version zulegen. Wie in Vista Ultimate auch dürfte hier die Bediensprache umschaltbar sein, sodass technisch es keinen Unterschied macht, ob man sein Windows hier für das Doppelte oder in den USA zum Normalpreis kauft. Und Internet Explorer ist sogar vorinstalliert, wodurch das fließende Upgrade von einem installierten Vista möglich wird.


Preise für Windows 7 bekannt – Kritik an Microsofts Preispolitik trotz Preisnachlass

Gestern bei Computerworld, heute bei Heise.de: Jetzt sind die Preise, zu denen Microsoft das am 22. Oktober erscheinen sollende Windows 7 verkaufen will, bekannt.

Der Quasi-Standard ist Windows 7 Home Premium, die Variante für Heimanwender, die Windows XP Home Edition und Vista Home Premium ablösen soll. In den USA soll diese Variante genau 119,99 US-Dollar kosten, in Europa rund 120 Euro – ungeachtet der Wechselkurse, wie es scheint.


windows7Einen Preiskracher bietet Microsoft trotzdem: Wer Windows 7 Home Premium (und zwar nur Home Premium) bis zum 15. Juli online bestellt, kann es für 50 Euro bekommen. Es gilt die Freizeichnungsklausel “solange der Vorrat reicht”. Danach soll diese Quasi-Standardvariante zum Regelpreis von 120 Euro erhältlich sein.120 Euro, das sind übrigens etwa 8 Prozent weniger als Microsoft damals für Windows Vista Home Premium verlangt hat.

Günstiger sind auch die höheren Varianten geworden: Windows 7 Professional, das Windows XP Professional und Vista Business ablösen soll, will man für 285 Euro; Ultimate für 300 Euro angeben.

Für die Phase nach der Einführung bis zum 31. Dezember gelten leicht höhere Einführungspreise.

Microsofts Preise gelten nur für die Komplettversionen. Zu diesen gehören ScreenShot014neben den Installations-DVDs ein Handbuch und kostenloser Support.

Die bei Bastlern beliebten Systembuilder-Versionen sowie Upgrade-Versionen, die Windows XP oder Vista erfordern, sind erfahrungsgemäß zu weitaus günstigeren Preisen zu bekommen. Noch ein Jahr nach der Veröffentlichung von Vista standen die Preise für solche Versionen von XP bei 40 bis 60 Euro (eBay). Es ist deshalb zu erwarten, dass man Windows 7 zu Preisen unterhalb der 50 Prozent bekommen kann.