Klopfzeilen am 1. September

Offensive Security beschreibt eine Sicherheitslücke und stellt ein Exploit vor, das genutzt werden kann, um die Kontrolle über einen mit IIS 5 oder 6 laufenden Webserver zu übernehmen. (siehe auch hier)

Das Wort Smartbook darf nach Auffassung der Smartbook AG zur Beschreibung eines Kleinstlaptops nicht verwendet werden, um Fremdgeräte zu beschreiben: der Name ist eine eingetragene Marke. Dem Thema nahmen sich neben “Netzpolitik.org” auch Betroffene, darunter der Betreiber von netbooknews.com an: er erhielt ein Schreiben der Anwaltskanzlei, das Wort “Smartbook” nicht mehr zu verwenden, um die Geräte anderer Hersteller zu beschreiben.
Ein vorläufiges Resultat aus dem Vorgehen der Smartbook AG gegen die Verwendung des Markennamens ist die Sperrung einiger Websites, die das Wort “Smartbook” beschreibend verwenden, für Besucher aus dem deutschen Raum.

Malte Hübner beschreibt das Vorgehen der CDU und der Familienministerin beim Wahlkampf in Wedel, den fortgeführten Leyen’schen Kampf gegen die Kinderpornographie und das Auslösen von Emotionen als Garant für einen späteren Wahlsieg. “Sie steht dort oben und erzählt und lügt. Wenig von dem, das sie über die Kinderpornografie erzählt, entspricht nur annähernd der Wahrheit.”

Skype hat einen neuen Besitzer. eBay hat die einst zugekaufte Internettelefoniesparte nun doch abgestoßen. Im Mai schon einmal angekündigt, wurde die Trennung dann gleich widerrufen. Jetzt aber wirklich: eBay hat Skype für 1,9 Milliarden US-Dollar an ein Konsortium aus Silver Lake, Canada Pension Plan Investment Board und den Netscape-Mitbegründer Andreessen verkauft. Der geschätzte Wert von Skype betrug einst 2,75 Milliarden Dollar.

Opera Software ASA veröffentlicht die Version 10.0 ihres Webbrowsers “Opera”. Neu ist unter anderem ein “Turbo-Modus”, der die Leistung bei schwacher Bandbreite verbessern soll.

Noch eine Nachricht über Browser: Google und Sony haben einen Vertrag über die Vorinstallation von Chrome auf Laptops der Vaio-Reihe.

Microsoft-Beobachter Long Zheng stellt ein Programm von “sonic” vor, das beim Energiesparen hilft: die Helligkeit der Bildschirmhintergrundbeleuchtung wird an das Umgebungslicht angepasst. Dabei bedient sich das Programm ganz elegant der (zumeist) eingebauten Webcam.

allesaussersport über Sportkleidungshersteller JAKO mit Anwaltskanzlei Horn&Kollegen gegen den bloggenden Trainer Frank Baade, der mit einem von 400 Besuchern gelesenen Blogbeitrag über das neue Logo des Klagenden dessen Image geschädigt haben soll.

Windows 7 für Europa mit Internet Explorer

Die Spekulationen um ein Windows 7 für Europa mit Internet Explorer (statt wie zuvor angekündigt) haben sich bestätigt.

Zuvor wollte Microsoft der EU und den Forderungen von Opera durch das Entfernen von Internet Explorer aus Windows 7 entgegenkommen.

Microsoft gab gestern bekannt, dass sich die Windows 7-Variante für Europa lediglich darin von denen für den Rest der Welt unterscheiden würde, dass sie eine Browserauswahl mitbringe. Diese soll im nun doch vorinstallierten Internet Explorer angezeigt werden.

Browserauswahl

Opera Software ASA hatte sich vergangene Woche mit dem von Microsoft gemachten Vorschlag anfreunden können. Schon da war absehbar, dass Internet Explorer genutzt werden soll, um den Benutzern Alternativen anzubieten.

Ganz abgesehen von Operas Zielen, endlich mehr als 1 Prozent Nutzer zu bekommen, hat die Vorinstallation von Internet Explorer in Windows 7 doch einen großen Vorteil für die Nutzer: Das Upgrade von Windows Vista dürfte wieder möglich sein.

Opera wieder unzufrieden mit Microsofts Vorschlag – “Keine Logos”

Da erklärte sich Microsoft im Browserkrieg 2008/9 überraschend bereit, dem Benutzer die Installation von Alternativbrowsern vorzuschlagen und brachte kurz darauf einen Vorschlag, wie ein Auswahlmenü aussehen könnte, und beide Seiten schienen mit der Lösung zufrieden.

Bis man bei Opera Software ASA wieder mit dem Murren anfing:

Da wurden vorgestern Gerüchte laut, Opera wünsche sich eine solche Browserauswahl auch auf anderen populären Betriebssystemen, namentlich Mac OS und Ubuntu Linux.

Findet man das eigene Logo so unvorteilhaft?

 

 

 

Microsofts erster Vorschlag zeigt nichts weiter als eine rudimentär formatierte Website, die die derzeit fünf erfolgreichsten Browser vorstellt. Für jeden gibt es ein Logo, eine kurze Beschreibung, einen Link zum Download des Installationsprogramms und einen “Tell me more”-Link (im Deutschen oft mit “Mehr…” übersetzt).

Browserauswahl

An den Logos stört sich nun, wer hätte es gedacht, die Firma, die die Debatte ausgelöst und zum letzten Lösungsvorschlag nicht wenig beigetragen hat.

Bei Opera halte man die Verwendung der Logos nicht für neutral genug, um den Benutzer zu einer für die Browserhersteller unabhängigen Auswahl zu bewegen. Soll Entscheidung über den Standardbrowser nun auch noch zufällig getroffen werden?

Operas CTO Håkon Wium Lie ist der Meinung, das blaue “e” habe sich bei den Windows-Anwendern eingeprägt, sodass sie unbewusst den Erzfeind wählen könnten. Spinnt man die Logik weiter, dürfte man noch nicht einmal die Namen der Browser nennen, da insbesondere unerfahrene Anwender den Internet Explorer seines Namens wegen recht leicht als Programm für das Internet erkennen können, während Opera insbesondere viele englischsprachige Anwender an Musik erinnern dürfte.

Vielleicht ist Opera aber auch nicht vom eigenen Logo überzeugt. Nur ein “O” als Logo, das ist nicht besonders originell (wenngleich das auch für Internet Explorer gilt). Hinzu kommt vielleicht, dass das “O” keinen besonders freundlichen Klang hat, aber damit sollen sich Sprachwissenschaftler beschäftigen.

Vielleicht befürchtet Lie aber auch, gegen ein anderes großes Logo nicht ankommen zu können: das von Google.

Google ist die Startseite von 80 Prozent der deutschen Internetnutzer; international wird das nicht wesentlich anders aussehen. Das dürfte ein zweiter Grund sein, weshalb sich Opera gegen die Verwendung der Logos ausspricht.

Vermutlich ist das Logo von Opera das am wenigsten bekannte unter den derzeit fünf. Firefox hat einen stolzen Marktanteil von rund 20 Prozent, Safari kennen viele vom Mac. Alles schon mal dagewesen, außer Opera? Der Browser hat lediglich einen Marktanteil von 1 Prozent, manchmal schätzt man ihn sogar schwächer ein.