Jein für Ganzkörperscanner


Die in den vergangenen Monaten als Überwachungs-kritisch aufgetretene Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) möchte den Einsatz von Ganzkörperscannern (“Nacktscanner”) nur unter klaren Bedingungen dulden.

Dazu gehören die Wahrung der Intimsphäre und – was noch diskutiert wird – ein Gewinn an Sicherheit.

Die Stimmen, die bessere Schulungen für und vor allem mehr Sicherheitspersonal fordern, wurden nach dem vereitelten Anschlag über Detroit lauter, weil zwar konkrete Hinweise vorlagen, die allerdings nicht weitergegeben wurden.

Ebendieser Fall sowie die Forderungen, Gesicht und Intimbereich auf den Aufnahmen unkenntlich zu machen stehen jetzt im Konflikt zueinander. Der Attentäter trug den Sprengstoff in seiner Unterhose – er wäre mit einem erneuerten Scanner nicht erfasst worden.


Daneben scheinen einzelne Politiker immer noch unentschlossen. Dieter Wiefelspütz (SPD), anfangs ein scharfer Kritiker der Scanner, sieht jetzt keine andere Lösung. Er will die Ganzkörperscanner zulassen, wenn von ihnen keine Gefahr für die Fluggäste ausgeht und ihre Würde gewahrt bleibt. Letzteres ist allein schon aufgrund der Scanmethode “bis auf die Haut” eher zweifelhaft und könnte sich in einem Land, in dem kein Sicherheitswahn unter den Politikern herrscht, nur schwer durchsetzen.

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