Schlecht fürs Image: Layer-Werbung


Was man lange schon vermutet hat, konnte jetzt durch Umfragen bestätigt werden: Layer-Werbung ist schlecht fürs Image.

Layer-Werbung wird in der Regel durch dynamisches HTML (DHTML) oder Flash erzeugt und überragt fast immer einen Großteil der Website, auf der sie zum Einsatz kommt. Der Besucher muss erst auf “Schließen” (fälschlicherweise auch oft “schliessen”) klicken, um die gewünschte Seite sehen zu können.

Aber beim “Schließen” wird oft getrickst: So wird das X in der rechten oberen Ecke des Werbemittels oft zum “Öffnen” umfunktioniert und der Knopf zum Schließen befindet sich stattdessen unter einem Rechteck oder unten am Layer. Die Werbetreibenden Unternehmen sichern sich so Einnahmen durch wertvolle Klicks, auch wenn diese nicht gewollt waren. In besonders dreisten Fällen öffnet sich die beworbene Seite immer – egal, auf welche Schaltfläche man klickt.

imageLayer-Werbung verdeckt fast immer einen Großteil der Website, auf der sie eingesetzt wird.

Layer-Werbung ist ein aggressives Werbemittel, das nicht nur wegen diverser Bugs (auch den in Browsern ausgenutzten Bugs) oder absichtlich eingebauter Fehler, die das Schließen erst mit Klicken auf die Werbung ermöglichen, unbeliebt geworden ist.


2006 etwa fielen viele Layer-Werbemittel durch Slogans wie “Wann stirbst du” und Bilder mit Totenköpfen oder anderen geschmacklosen Kampagnen wie “MIt wem bist du verwandt” und Bildern von Adolf Hitler auf. Inzwischen haben sich die meisten Werbefirmen, die Layer-Werbung anbieten, von diesen Sponsoren abgewandt. Stattdessen bewerben sie heute meistens Versandhäuser, Mobilfunkanbieter oder Browserspiele. Meistens ist die Werbung weder kontextsensitiv noch im Interessensbereich der Websitebesucher. Erschwerend kommt hinzu, dass immer weniger werbende Firmen Interesse an Layer-Werbung haben.

Layer-Werbung ist schlecht fürs Image – seltener für diejenigen, die sie als Werbemittel einsetzen, aber fast immer für diejenigen, die damit werben.