Laschet für Altersklassifizierung von Websites


Der nordrhein-westfälische Jugendminister Armin Laschet fordert eine Alterskennzeichnung für Websites, wie es dies bereits seit Jahren für Computerspiele und Medien gebe.


Laschet hat festgestellt, dass nicht alle Inhalte des “World Wild Webs” für Kinder geeignet seien und schlägt deshalb vor, dass Betreiber von Websites ihre Angebote klassifizieren lassen sollen, damit eine von den Eltern installierbare Software diese Klassifizierung nutzen kann.

Wieder einmal hat ein CDU-Politiker bewiesen, wie gut er sich über das Internetz informiert hat.

Eine solche Klassifizierung müsste natürlich, um Missbrauch zu verhindern, von speziellen Stellen vorgenommen werden, die zum Beispiel Zertifikate ausgeben. Ein einfacher und einheitlicher Eintrag auf der Website (etwa im Quelltext) könnte schließlich gefälscht werden und so könnte jeder Webmaster seine Seite jedem zugänglich machen. Damit die Klassifizierung weitreichend durchgeführt wird, müsste sie kostenlos machbar sein, damit kein Seitenbetreiber benachteiligt wird. Ebenso müsste sichergestellt werden, dass eine Seite inhaltlich nicht wesentlich verändert wird oder gar komplett übernommen und in ein für Kinder nicht geeignetes Angebot überführt wird.

Laschets Gedanke und Äußerung zeigt nicht nur, dass relevante Kenntnisse über das Internet und dessen Funktion fehlen, sondern auch, dass der Teilgedanke der Klassifizierung nicht zu Ende gedacht wurde.

Auch stimmt Laschets grundliegende Aussage, es gebe keine geeignete Software, nicht. “Filtersoftware”, oder freundlicher formuliert, Jugendschutzsoftware, gibt es, und zwar sehr gute und kostenlose.

Solche Programme arbeiten nach mehreren Prinzipien: so können etwa Seiten, die aufgerufen werden dürfen, einer “Whitelist” hinzugefügt werden, oder die Jugendschutzsoftware filtert nach Begriffen auf einer Website.

Laschets Forderung erinnerte sogar an eine ältere Forderung aus den eigenen Reihen, für Kinder und Jugendliche ungeeignete Inhalte erst ab 22:00 Uhr zugänglich zu machen.


Jugendschutz in Bing deaktivieren

Wer sich gestern alles darüber aufgeregt hat, dass Bing angeblich Nicht-jugendfreie Inhalte vorbehält, erfährt jetzt, wie man trotzdem nach Dingen wie “Strumpfhose”, “Sex” und “Erotik” suchen kann.

Klicken Sie auf der Bing-Startseite rechts oben auf das Land, das Bing erkannt hat. Wählen Sie jetzt “USA – Englisch”.

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Klicken Sie anschließend auf “Extras” und “Preferences”. Es öffnet sich eine Seite, auf der Sie mehrere Einstellungen anpassen können, darunter der SafeSearch-Filter, der Standort (für die lokalisierte Suche) und die Sprachen der Suchergebnisseiten.

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