Apple: Hier sinken die Absätze und da steigen sie

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Weniger Macs, aber mehr iPods und iPhones

Genau das haben die Analytiker erwartet: Der Software- und Hardwarehersteller Apple Computers gab gestern bekannt, dass die Verkaufszahlen für die Mac-Computer stetig gefallen seien. Es ist die erste Mitteilung dieser Art seit sechs Jahren.

Trotzdem hat Apple gegenüber dem ersten Quartal 2008 15% Gewinne bei 9% Umsatz erzielt. Diese Gewinne sind größtenteils auf die guten Verkaufszahlen des iPhone und des iPod Touch zurückzuführen.

Im ersten Quartal 2009 verkaufte Apple 2,2 Millionen Macs, gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang von 3%. Tim Cook, Chief Operating Officer bei Apple, sieht das dennoch als Gewinn: die Verkaufszahlen für alle Computer sind weltweit im vergangenen Jahr um 7% zurückgegangen. Anbetracht der schlechten Wirtschaftssituation sei das eine ordentliche Leistung, sagte Cook, der den Apple-Chef Steve Jobs derzeit vertritt.

Auch einige Analysten sehen das so: trotz der schlechten Situation hat Apple das Beste daraus gemacht.

Apple-Logo © Apple Inc. Bis zum 31. März hat Apple 818 000 Desktopcomputer und 1,4 Millionen Notebooks verkauft – im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 4, im Vergleich zu den vorigen Quartalen ein Rückgang von 2%. Der Absturz in den Verkaufszahlen für Desktopcomputer war etwas geringer als in den Vorjahren.

Cook zeichnete die neuen Stärken der Desktopcomputer auf, letzten Monat wurde die komplette Mac-Linie neu aufgelegt, obwohl Analysten die Pläne des Konzerns nicht gerade als überwältigend eingestuft hatten. In den letzten Wochen des ersten Quartals sind die Verkaufszahlen für den neuen iMac, den Mac Pro und den Mac mini wieder angestiegen.

Netbooks von Apple?

Von Netbooks hält Apple offensichtlich weiterhin nichts. Die kleinen Billig-Computer, die größtenteils mit Windows verkauft werden und dessen Marktanteil stark anheben, entsprechen nicht Apples Anforderungen und genießen keinerlei weitere Beachtung.

“Wenn ich mir ansehe, was an Netbooks so verkauft, wird, sehe ich furchtbare Software und Billig-Hardware”, soll Cook gesagt haben. “Das ist keine gute Erfahrung und nichts, für das die Marke [Apple] stehen wird. Man redet die Dinger nur schön, wenn man sie ‘Personal Computer’ nennt.”

Trotzdem wirft Apple ein Auge auf dieses Marktsegment. Wenn Apple eine Möglichkeit sieht, ein innovatives Produkt bereitzustellen, das in dieses Segment passt, wird Apple diesen Schritt gehen, so Cook. Es gebe gute Ideen und das Mac-Angebot sei fantastisch.

Wahrscheinlich werden sich Apples neue Geräte zwischen dem iPod Touch und dem MacBook bewegen, meint ein Analyst, Apple muss im Marktsegment der kleinen und billigen Netbooks Fuß fassen, um mit den PCs auch hier konkurrieren zu können.

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Google: “Das G1 war nicht ausgereift”

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Der Chef der Handy-Sparte von Google, Andy Rubin, gestand ein, dass der Start mit dem eigenen Handy und dem eigenen Betriebssystem Android nicht so glatt verlaufen war. Die mit dem G1 ausgelieferte Betriebssystemversion sei bestenfalls eine 0.8 statt eine 1.0 gewesen und musste erst durch mehrere Software-Updates verbessert werden.

Ein Problem, das dazu führen kann, dass die Verbreitung von Android verlangsamt losgeht, ist, dass die Hersteller das Betriebssystem an ihre Hardware anpassen müssen. Dennoch bietet Android einen wichtigen Vorteil: für die Verwendung des quelloffenenbssystems fallen keine Lizenzkosten an. Nach einer Rechnung von Google könne man somit 20 Prozent der Kosten einsparen, die bei der Verwendung anderer Betriebssysteme anfallen würden.

Ein anderes, ebenfalls und insbesondere mit dem G1 aufgetretenes Problem ist das Gerät an sich: Einige Besitzer beschweren sich über Knarzgeräusche, die aufträten, wenn man Display nach vorn schiebe. Es ist zu befürchten, dass das die ersten G1-Geräte dauerhaft an Verschleißschäden leiden werden.

Googles G1 mit Android stellt in gewisser Hinsicht eine Alternative zu Apples iPhone dar. Mit den mitgelieferten Browsern und Datentarifen (in der Regel der Telekom) eignen sich beide für das Surfen im Internet und begegnen einander hier bereits jetzt als Konkurrenten.

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