Konkurrent Apple: Wie RIM, Microsoft und Google nachziehen können

Apples iPhone hat ordentlich eingeschlagen und den Markt der Smartphones einen echten Konkurrenten beschert. Fast jeder kennt es, fast jeder hätte es gern, aber nur wenige haben es. Das Smartphone ist einfach zu teuer.

Mit dem iPod gelang Apple vor etwa acht Jahren ein ähnlich guter Zug: Heute ist der iPod der am meisten verbreitete Player der Welt und auch ein Zune hat es bisher nicht geschafft, ihm diese Position streitig zu machen.

Die Beobachter sind sich einig: Apples neuste Produkte sind beliebt und machen den alt eingesessenen Anteile strittig.

Der iPod hatte kaum Konkurrenz, das iPhone hat sie: Was RIM, Microsoft und Google und seit kurzem auch Google mit Blackberrys, “PocketPCs” mit Windows Mobile oder Android-Handys versuchen, gelang Apple auf Anhieb – und dann auch noch mit neuen Bedienkonzepten und gutem Design. Die Drei haben einen ernstzunehmenden Konkurrenten, den es einzuholen gilt. Und das ist möglich, meint zumindest Dan Frommer.

Schwachpunkte der Produkte von Microsoft, Research in Motion und Google sind:

Die Benutzeroberfläche: Was bei Apple mit Fingergesten und einfachen Bedienelementen machbar ist, braucht bei der Konkurrenz viele Menüs, Übung und manchmal auch Geduld. Apple hat vorgemacht, wie es einfach geht.

Webbrowser: das iPhone bringt einen nahezu vollwertigen Browser (Safari) mit, der es mit gängigen Desktopbrowsern aufnehmen kann. Safari setzt auf die von Apple entwickelte und quelloffene Rendering-Engine WebKit auf, die auch von Chrome genutzt wird.

Die Konkurrenz hat bisweilen Probleme damit, Websites “wie auf dem PC” aussehen zu lassen. Stattdessen werden sie auf einen schmalen Bildschirm gequetscht, viele Grafiken können gar nicht angezeigt werden und es steht so viel Text untereinander, dass man die meiste Zeit scrollen muss. Die Bildschirme sind schon lange so weit, dass man Websites wenigstens zur Übersicht wie am PC anzeigen kann, zum Lesen müsste man trotzdem zoomen, aber es würde das Durchsuchen einer Seite erheblich erleichtern.

Anwendungen für das Smartphone bot Apple früh über ein App Store angeboten. Jetzt zieht die Konkurrenz nach, Microsoft und Google bauen ihre Online-Angebote schon länger aus, jetzt geht auch RIM diesen Schritt. Apple hat gezeigt, dass er sinnvoll ist.

Nachbesserungen hat teilweise auch die Hardware der Smartphones nötig. Oft ist sie zu niedrig dimensioniert, um auch für zukünftige Anwendungen gerüstet zu sein. Die Hersteller spendieren den Geräten zu wenig Arbeitsspeicher und oft müssen SD-Karten zur Speichererweiterung eingesetzt werden, weil der interne Speicher bald nicht mehr ausreicht. Selbst Apples iPhone stellt gerade einmal 8 Gigabytes internen Speicher zur Verfügung.

Die Einführung des iPhones hat die Hersteller und den Markt der Smartphones aufgerüttelt – nicht nur, weil das iPhone im Moment alle übertreffen kann, sondern weil die Apple-Konkurrenten jetzt nachziehen müssen, um die Aufmerksamkeit und die Kunden wieder auf sich zu lenken. Im Moment gelingt ihnen das nur mit niedrigeren Preisen, aber auch Apple wird sein iPhone in den nächsten Generationen günstiger anbieten können.

Wichtige neue Funktionen in iPhone OS 3.0

Das heute vorgestellte neue Betriebssystem (OS 3.0) für das iPhone bringt folgende wichtige Neuerungen mit:

  • Copy and Paste für Text und sogar Fotos
  • Neue Spotlight-Suche: unterstützte Anwendungen werden jetzt ebenfalls berücksichtigt
  • Mail kann jetzt Nachrichten durchsuchen, die auf IMAP-Servern gespeichert sind. Die Textsuche innerhalb einer Nachricht wird immer noch nicht unterstützt.
  • Breitere Tastatur: Die Tastatur kann jetzt auch quer auf dem Bildschirm angezeigt werden und bedeckt die Hälfte der Bildfläche.
  • Multimedia-Messaging (MMS) wird unterstützt
  • Calendar unterstützt jetzt CalDAV (Google und Yahoo) und ICS (wie in iCal verwendet)
  • Aktienkurse (erneuert)
  • Diktiergerät
  • Safari kann Anmeldedaten speichern und schützt vor Phishing
  • Zufallswiedergabe in der iPod-Anwendung: zum Aktivieren einfach schütteln
  • WLAN Automatische Anmeldung an Netzwerken und Unterstützung für Direktverbindungen
  • Spiele können jetzt auf eine Art “Force Feedback” zurückgreifen und das iPhone in passenden Spielsituationen vibrieren lassen

Entwickler können schon jetzt testen, ob ihre Anwendungen unter OS 3.0 lauffähig sind, beziehungsweise diese anpassen.

iPhone jetzt mit Copy and Paste

Wie angekündigt, hat Apple heute das neue Betriebssystem für sein Smartphone, das iPhone, angekündigt. Mit OS 3.0 ist jetzt endlich die Copy and Paste-Funktion auf dem Smartphone verfügbar geworden, berichtet heute Adam Frucci bei Gizmodo.

Um die “Sprechblase” mit der Auswahl für “Ausschneiden, Kopieren, Einfügen” anzuzeigen, tippt man ein Wort doppelt an. Um das Menü wieder anzuzeigen, tippt man eine Leerstelle im Text an.

Zwei Minuten. Ich war schon wieder schneller, Basic Thinking, nur an Text habe ich gespart. Trotzdem gleiches Thema :-P