Internetausfall in Ostafrika: Schiffsanker kappt Glasfaserkabel

Die Internetnutzer in Ostafrika müssen sich für die kommenden Wochen auf eine deutlich langsamere Internetverindung einstellen. Erneut hat ein Schiff vor der Küste Mombasas mit dem Anker mehrere Glasfaserkabel gekappt, die unter anderem Kenia ans Netz brachten. Die Betreiberin West Indian Ocean Cable hat bereits reagiert und leitet den Datenverkehr über Südafrika.

Bereits vorletzte Woche kam es auf dem Roten Meer zu einem ähnlichen Vorfall.

Flop: Radiergummi fürs Internetz

Als “Radiergummi fürs Internetz” wurde er von den Internet-affinen Mitbürgern verhöhnt: Der von der Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) unterstützte “digitale Radiergummi” existiert. Am 11. Januar präsentierte Michael Backes, Professor für Informationssicherheit und Kryptographie, eine Technik, die es erlaubt, Dateien wie beispielsweise Bilder mit einem Verfallsdatum zu versehen.

Eigens für die Vermarktung der Technologie wurde die “X-pire! GmbH” ins Leben gerufen, auf deren Website man zurzeit eine Demo sowie ein Firefox-Plugin bekommt.

Im Prinzip funktioniert der “Radiergummi” so: Zahlende Nutzer des X-Pire!-Dienstes können Dateien, im Moment nur Bilder, verschlüsseln und im Internet veröffentlichen – beispielsweise in sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ. Damit andere die Bilder sehen können, benötigen die ein Plugin für ihren Browser – im Moment ist dieses nur für den Mozilla Firefox verfügbar.

Die Bilder bekommen ein Ablaufdatum. Diese Information ist beim Dienstanbieter auf einem Server gespeichert. Ist das Datum überschritten, kann das Bild nicht mehr angezeigt werden. Um ein verschlüsseltes Bild, dessen Ablaufdatum noch nicht erreicht ist, sehen zu können, ist ebenfalls das Plugin erforderlich.

Das nachfolgende Bild gibt einen Vorgeschmack, wie es aussieht, wenn das Plugin fehlt: Statt Bildern sieht der Benutzer nur eine schwarze Fläche mit einer Mitteilung.

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Hat man das Plugin im Browser installiert, werden auf der Demoseite die Bilder sichtbar, die nicht verschlüsselt wurden.

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Die an sich nette Vorstellung von selbstzerstörenden digitalen Informationen hat zwei gravierende Mängel:

1. Was sichtbar ist, kann kopiert werden. Die entschlüsselten Bilder können wie gewohnt per Rechtsklick gespeichert und dann unverschlüsselt weiterverbreitet werden. Das Erstellen eines Screenshots ist natürlich jederzeit möglich und müsste mit zusätzlicher Software verhindert werden.

2. Die Entwickler von X-Pire! wollen den Dienst kostenpflichtig anbieten. Das Anschauen von verschlüsselten Bildern soll zwar kostenlos bleiben, aber das Verschlüsseln will sich die X-Pire! GmbH bezahlen lassen.

Insbesondere die Tatsache, dass der “Radiergummi fürs Internet” kostenpflichtig werden soll, wird dem Dienst erhebliche Startschwierigkeiten bescheren. Wenn sich bei Internetnutzern etwas durchgesetzt hat, dann etwas, das nichts kostet. Die wenigsten werden dazu bereit sein, EUR 6,99 für 90 Tage zu bezahlen, an denen sie verschlüsselte Bilder anschauen dürfen.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass Dienste wie “X-pire!” durch unsere Bundesregierung weiterhin gefördert werden, aber ob sie am Ende erfolgreich sein werden, muss hinterfragt werden.

Datenvernichtung, egal ob geplant oder zu einem beliebigen Zeitpunkt, hat keine Chance. Wo Daten verarbeitet werden, können Daten abgegriffen und gespeichert werden. Die Verschlüsselung von Bildern wie sie “X-pire!” umsetzt ist allenfalls dann sinnvoll, wenn die Bilder eine Website wie etwa Facebook nicht verlassen. Haben sie aber einmal den Weg auf die Festplatte eines Computers und von dort aus beispielsweise in ein Forum gefunden, vergisst das Internet unter Umständen nichts mehr.

DNS-Probleme bei Auflösung von .de- und .info-Adressen

Die Denic sowie einige Webhoster bestätigten, dass es seit einigen Minuten Probleme mit dem Domain Name Service gibt.

Aus diesem Grund ist es nicht möglich, einige Websites mit .de- und .net-Domains zu erreichen und E-Mails an Empfänger mit ebendiesen Adressen zu senden.

Erste Meldungen über die Probleme tauchten bereits um 13:30 auf Twitter auf. Weil die DNS-Server untereinander kommunizieren, waren zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedlich viele Internetnutzer von dem Problem betroffen.

Laut Domainfactory liefern derzeit 4 von 6 der Denic-Rootserver Antworten aus, laut denen Domains gar nicht existieren.

Die Denic arbeitet an der Fehlerbehebung.

Vorübergehend kann man in den Verbindungseinstellungen des Betriebssystems den DNS-Server von Google eintragen: der hat die IP 8.8.8.8.

[Update 1]

Inzwischen sind alle 6 Root-Server der Denic ausgefallen.

[Update 2]

Die Denic arbeitet derzeit an der Lösung des Problems. Mittlerweile sollen vier der sechs Server wieder ordnungsgemäß arbeiten.

Wer dennoch einen alternativen DNS-Server eintragen möchte, der kann auch folgende IP-Adressen verwenden:

  • 208.67.222.222
  • 81.89.98.6
  • 217.79.186.148
  • 8.8.4.4

Bei aktuellen Betriebssystemen ist übrigens kein Neustart erforderlich.

[Update 3, 15:14 uhr]

Alle DNS-Server der Denic sind nun wieder erreichbar.

Siehe auch: