Internet Explorer 8 mit neuen Standardeinstellungen

Mit dem heutigen Patchday liefert Microsoft den Internet Explorer 8 mit neuen Standardeinstellungen aus. Die Änderungen bekommen Nutzer zu sehen, die Internet Explorer 8 installieren, nachdem ein anderer Browser als Standardbrowser festgelegt wurde.

Bisher ging aus den “Expresseinstellungen” von Internet Explorer 8 nicht hervor, dass der Browser damit als Standardbrowser festgelegt würde.

Microsoft liefert das Update als Sicherheitsupdate aus.

Es war ein “&” zu viel – bis zu 11 Updates für Microsoft-Kunden

Am 28 Juli bestätigte Microsoft, dass ein überflüssiges “&” in einer für das System essentiellen Bibliothek die Ursache für mehrere Angriffsmöglichkeiten auf die ActiveX-Komponente “MSVidCtl” war.

Das “&” war der Tippfehler eines Programmierers, dessen Team die veraltete und mit Fehlern behaftete Active Template Library (ATL) als Basis für die neue MSVicCtl nutzte. Die ATL war zum Glück nur eine intern verwendete und keine, die Entwicklern außerhalb von Microsoft vorlag.

ATL, beziehungsweise die erneuerte Komponente wird unter anderem von Internet Explorer und Visual Studio verwendet. Beide Programme erhielten  außerplanmäßig Updates. Normalerweise nutzt Microsoft den monatlich stattfindenden “Patchday”, um Updates zu verteilen.

Am kommenden Patchday (Dienstag) sollen fünf als kritisch ein gestufte sowie vier weitere Updates herausgegeben werden.

Mit diesen Updates sollen unter anderem Office, Internet Explorer (Add-On, um Excel-Arbeitsmappen im Internet Explorer öffnen zu können), Outlook Express, Media Player 10 und 11 gepatcht werden.

Das fehlerhafte ATL war auch die Ursache für die Anfälligkeiten von Adobe Flash Player und Adobe Shockwave Player. Beide Anwendungen wurden letzte Woche unter Zuhilfenahme einer neuen Version von ATL neu kompiliert und den Anwendern als automatisches Update bereitgestellt.

Windows 7 für Europa mit Internet Explorer

Die Spekulationen um ein Windows 7 für Europa mit Internet Explorer (statt wie zuvor angekündigt) haben sich bestätigt.

Zuvor wollte Microsoft der EU und den Forderungen von Opera durch das Entfernen von Internet Explorer aus Windows 7 entgegenkommen.

Microsoft gab gestern bekannt, dass sich die Windows 7-Variante für Europa lediglich darin von denen für den Rest der Welt unterscheiden würde, dass sie eine Browserauswahl mitbringe. Diese soll im nun doch vorinstallierten Internet Explorer angezeigt werden.

Browserauswahl

Opera Software ASA hatte sich vergangene Woche mit dem von Microsoft gemachten Vorschlag anfreunden können. Schon da war absehbar, dass Internet Explorer genutzt werden soll, um den Benutzern Alternativen anzubieten.

Ganz abgesehen von Operas Zielen, endlich mehr als 1 Prozent Nutzer zu bekommen, hat die Vorinstallation von Internet Explorer in Windows 7 doch einen großen Vorteil für die Nutzer: Das Upgrade von Windows Vista dürfte wieder möglich sein.