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Internet Explorer wird gepatcht [Update]
Am heutigen Donnerstag stellt Microsoft nun endlich ein Sicherheitsupdate bereit, das eine Schwäche in Internet Explorer 6, 7 und 8 beheben soll. Über diese Lücke und eine nicht unerhebliche Menge Neugier ist es bislang unbekannten Angreifern gelungen, PCs von Mitarbeitern von Firmen wie Google und Adobe auszuspähen. Ihnen wurden offensichtlich gezielt E-Mails mit Links zu manipulierten Websites geschickt.
Das Update soll als MS10-002 außerplanmäßig (sonst ist es der zweite Dienstag des Monats) bereitgestellt werden.
Microsoft beobachtete nach eigenen Angaben bisher nur Angriffe auf den veralteten Internet Explorer 6. Den Nutzern dieser Version empfiehlt Microsoft, auf die Version 8 umzusteigen, das BSI empfahl sogar, bis zur Behebung der Lücke alternative Browser wie etwa Firefox oder Chrome einzusetzen.
Laut Microsoft ist das Exploit, das die Schwäche ausnutzt, unter Internet Explorer 7 und 8 unter Windows Vista und 7 durch die Data Execution Prevention nicht in der Lage Schaden anzurichten. Wer nicht auf den Internet Explorer 7 oder 8 verzichten will/kann, der sollte wenigstens JavaScript deaktivieren und sicherstellen, dass der Browser im geschützten Modus ausgeführt wird.
Ein Klick auf “Stufe anpassen” ermöglicht das Deaktivieren von Scripting.
[Update]
Das Update wurde veröffentlicht und erscheint in Windows Update als KB978207.
Browseranteile in Deutschland: Firefox überholt Internet Explorer
Diese Nachricht haben wir im Stillen schon erwartet, wahrscheinlich haben aber die meisten damit gerechnet, dass es länger dauern würde: nach 10 Jahren der Herrschaft hat der freie und quelloffene Webbrowser von Mozilla mit dem Namen “Firefox” den Internet Explorer in Deutschland überholt. 45,4 Prozent der Internetnutzer verwenden den IE-Rivalen laut einer von Fittkau & Maaß Consulting durchgeführten Umfrage. Damit hat Firefox den Erzkonkurrenten erstmals überholt. Die drei letzten Versionen des Internet Explorers haben laut Umfrage einen Marktanteil von insgesamt 44,5 Prozent, die sich auf 7,2 (Version 6), 11,8 (Version 7) und 25,5 Prozent (Version 8 ) verteilen.
Internet Explorer 6 immer noch stark vertreten
Dabei wird wieder einmal deutlich, wie viele Nutzer immer noch mit der veralteten Version 6 des Browsers ins Netz gehen. Weil Internet Explorer 6 sowohl im Hinblick auf Sicherheit als auch bei der Unterstützung von Webstandards hinterher ist, haben sich einige Kampagnen gebildet, die sich zum Ziel gemacht haben, den Browser zu verdrängen – und dabei geht es nur selten darum, Benutzer komplett zu einem anderen Browser zu bewegen, sondern einfach nur dazu, einen aktuellen zu verwenden. Zahlreiche Anbieter von Online-Angeboten haben inzwischen angekündigt, diese zur Jahreswende nicht mehr für ältere Browser zugänglich zu machen.
Chrome, Safari, Opera bleiben weit zurück
Mit weitem Abstand liegen die Alternativbrowser von Google, Opera Software und Apple bei Anteilen von 2,3 (Chrome), 2,7 (Opera) und 4,4 Prozent (Safari). Dem inzwischen 13 Jahre alten und seit 4 Jahren kostenlos erhältlichen Opera ist es immer noch nicht gelungen, mehr Nutzer zu gewinnen. Ein Softwareentwickler beschrieb die Nutzer einmal als Freaks, die sich mit dem komplizierten Programm anfreunden können.
Google Chrome dürften besonders die kurz nach seiner Vorstellung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik herausgegebenen Warnungen einen Hieb versetzt haben, warnte die davor, dass der Browser Nutzungsdaten an Google senden könne und der Nutzer eindeutig identifizierbar sei.
Dunkelziffer
An der letzten Umfrage haben 126’000 Befragte teilgenommen, sie kann damit als repräsentativ angesehen werden. Man kann aber auch von einer Dunkelziffer für den Internet Explorer ausgehen: wie in den Umfragen zuvor hat sich gezeigt, dass insbesondere erfahrene Nutzer den Browser wechseln; Einsteiger und Gelegenheitssurfer bleiben oft beim mitgelieferten Internet Explorer – und die sind es auch, die erfahrungsgemäß nicht an Umfragen teilnehmen.
Mozilla und Microsoft gegen Googles Browser-Plugin
Der Firefox-Hersteller schließt sich Microsoft in der Debatte um Googles Browsererweiterung an
(CW) Jetzt äußerte sich auch Mozilla gegen Googles Browsererweiterung für Microsoft Internet Explorer. Google sieht darin die Lösung für angebliche Performanceprobleme des Redmonder Browsers.
Firefox-Entwickler Mozilla stellt sich mit seinen Äußerungen in der Debatte um den Sinn und die angebliche verbesserte Sicherheit und Leistung hinter den einst angegriffenen Hersteller des Internet Explorers, Microsoft.
Das sogenannte “Chrome Frame”-Plugin erweitert Internet Explorer 6, 7 und 8 um das von Chrome genutzte WebKit, einen HTML-Renderer sowie die von Google entwickelte JavaScript-Engine V8. WebKit rendert auch das noch nicht vom W3C verabschiedete HTML 5.
Google begann mit der Vermarktung des Plugins als sicherheits- und leistungsrelevante Bereicherung für den Microsoft-Browser.
Ein Grund für die aggressive Vermarktung und Verbreitung von Chrome Frame ist laut Google die Entwicklung von Wave, einer Plattform zum Schreiben von E-Mails, ebenfalls ein Google-Produkt. Google wolle keine Zeit damit “verschwenden”, Wave auf Internet Explorer anzupassen. Stattdessen sollen Wave-Nutzer nach Googles Willen entweder den Browser Google Chrome oder die Erweiterung für Internet Explorer nutzen. Google werde Wave auf den hauseigenen Browser Chrome zuschneiden und keine Zeit mit weiteren Anpassungsversuchen für Fremdbrowser zubringen.
Die Mozilla-Vorsitzende Baker äußerte sich kritisch über Googles Entscheidung: Sie befürchtet, dass die Browsererweiterung die Nutzer verwirren könnte. Da es wie ein “Browser im Browser” funktioniert werde der Internet Explorer quasi in mehrere Teile zerlegt, die untereinander nicht kommunizieren können. Informationsaustausch zwischen Websites wird so erschwert. Dies kann passieren, wenn man beim Nutzen von Webmailern mehrere Registerkarten verwendet – beim Öffnen jeder neuen Registerkarte aus einer geöffneten heraus würde ein neuer Login erforderlich. Ebenso soll der "InPrivate”-Modus des Internet Explorers ausgehebelt werden und keinen Schutz mehr bieten.
Dass der vertraute Internet Explorer nun auch einige Websites anders oder gar nicht mehr darstellt, könnte für weitere Probleme bei den Nutzern sorgen. Viele von ihnen können die plötzliche Veränderung nicht auf die Installation von Chrome Frame zurückführen.
Googles Vorgehen in der Kritik
Mit der Bereitstellung von Chrome Frame ist der Konzern aus Mountain View erneut in heftige Kritik geraten. Kurz nach der Einführung des Browsers Chrome nutzte Google seine bekanntesten Websites, um die Verbreitung zu fördern: die Google-Suche sowie YouTube gehören zu den bedeutendsten Websites im Internet und trugen zu dem schnellen Erfolg des Browsers bei: Nach einem Jahr erreichte der Marktanteile zwischen einem bis zeitweise vier Prozent.
Google empfahl den Nutzern seiner Internetangebote den als besonders schnell und zuverlässigen beworbenen Browser – besonders häufig dann, wenn man erkannte, dass der Besucher einen Fremdbrowser, vorzugsweise attackierte man den Internet Explorer, nutzte.
Internet Explorer 8 mit neuen Standardeinstellungen
Mit dem heutigen Patchday liefert Microsoft den Internet Explorer 8 mit neuen Standardeinstellungen aus. Die Änderungen bekommen Nutzer zu sehen, die Internet Explorer 8 installieren, nachdem ein anderer Browser als Standardbrowser festgelegt wurde.
Bisher ging aus den “Expresseinstellungen” von Internet Explorer 8 nicht hervor, dass der Browser damit als Standardbrowser festgelegt würde.
Microsoft liefert das Update als Sicherheitsupdate aus.









































