Microsoft entfernt Office aus Online-Stores


Wer derzeit im US-amerikanischen Microsoft Store nach Office-Lösungen sucht, der geht vorübergehend leer aus, solange er nicht Office Ultimate kaufen möchte. Microsoft hat alle anderen Ausgaben der Produktreihe aus den virtuellen Regalen entfernt, um das Verkaufsverbot mit Auflagen zu erfüllen.


imageMicrosoft muss eine patentrechtlich geschützte Technik von i4i aus den Produkten entfernen. Betroffen ist neben den Windows-Ausgaben auch Office for Mac. Die Produkte erscheinen zwar im Store, sind aber mit dem Hinweis “Dieses Produkt ist vorübergehend nicht verfügbar solange wir die (angebotenen) Versionen aktualisieren.” Man verweist auf die verfügbare Ultimate-Ausgabe von Office 2007 und die verfügbare Betaversion von 2010.


Verkaufsverbot für Word aufgehoben

(CW) Das am 11. August gefällte Verkaufsverbot gegen Microsofts Textverarbeitungsprogramm Word wurde aufgehoben.


Richter des Bundesgerichtshofs haben das von Davis gefällte Verbot nach einer Berufung aufgehoben. Microsoft muss den Verkauf einer Word-Version, die von i4i bemängelte Techniken beherrscht, demnach nicht am 10. Oktober einstellen.

Microsofts Revision war vergangene Woche im Schnellverfahren genehmigt  worden, heute müssen Vertreter des Konzerns allerdings noch vor drei Richtern vorsprechen.

Richter Davis befand Microsoft für schuldig, absichtlich Patente des Klägers i4i ScreenShot036 verletzt zu haben, um dessen Produkte überflüssig zu machen. Zur Strafe sollte Microsoft eine Summe von 290 Millionen US-Dollar an den Kläger zahlen.

Dass das Urteil aufgehoben würde, zeichnete sich ab: Fachleute bemängelten, dass das Urteil übereilt und ohne vollständige Aussprache gefallen sei. Zudem wurde dem Gericht in Texas vorgeworfen, auch in der Vergangenheit den Klägern bei bei Patentansprüchen den Klägern Recht zu geben und besonders “Klägerfreundlich” zu sein.

Sowohl Microsoft aber auch i4i zeigen sich zuversichtlich, ihre Interessen durchsetzen zu können.