Fusion Garage ist pleite


Miet viel Tamtam ließ FusionGarage alias TabCo im Sommer des letzten Jahres die Werbetrommel rühren, man war sogar so selbstbewusst und platze quasi über die Apple-Entwicklerkonferenz hinein und schrieb den eigenen Namen an den Himmel. Die Mobilgeräte mit Grid-Oberfläche wurden nie marktreif, die Investoren sprechen von Betrug und zurück bleibt ein Haufen Asche.

Dabei schien die Idee auf den ersten Blick interessant, die Firma pumpte Millionen ins Marketing und platzierte sich auffällig – man musste Fusion Garage einfach wahrnehmen. Das Problem: das Produkt kam einfach nicht. Und warum? Es ist, als hätte man sich maßlos überschätzt: Bei Fusion Garage wusste man, wie schwierig es würde, sich gegen die Konkurrenz aus Cupertino und Mountain View durchsetzen möchte. Man war also auf starke Investoren angewiesen, das machte Fusion-Garage-Chef Rathakrishnan gegen Jahresende 2011 klar. Der Fortbestand der Unternehmung hing davon ab, wie Investoren bereit sind, reinzustecken.

Dabei scheinen die Ideen, die Fusion Garage bei den vorigen Projekten verfolgt hat, heute revolutionär: das Crunchpad oder „JooJoo“ lief mit einem stark angepassten Linux als Betriebssystem und griff überwiegend auf Cloud-basierte Dienste zurück. Soetwas kennen wir heute vom Chromebook.


Die Idee von der anpassbaren Oberfläche in Grid OS hingegen erfuhr weniger Nachfrage: zwar verfolgten zahlreiche Zuschauer die Vorstellung der Grid-OS-Geräte, das ist jedoch auch auf die aggressiven Werbekampagnen zurückzuführen.