Die Kehrseite: „Billiger Schrott“ auf der CES in L. A.


Die Ausstellerflächen sind voll von „billigem Müll“ und „Imitaten“. Das klingt schon ganz anders als das, worüber in den vergangenen Tagen so fleißig berichtet wurde. Neben den großen Marken wie Samsung, Intel, Microsoft, Sony und ein paar anderen Bekannten tummeln sich auf den kleineren Flächen zwischen den Großen zahllose kleinere Firmen die durch ihre Platzierung versuchen, Aufmerksamkeit zu bekommen. Klappt das nicht, gibt’s ja immer noch die Hostessen.

Angepriesen werden Hüllen für Smartphones, billiges Bluetooth-Zubehör und Fernseher, die sich vermutlich nicht in die Reihe der „Smart TVs“ stellen lassen, Fitnessgeräte.


Auffällig ist auch das Überangebot an Gadgets. So gibt es zum Beispiel eine kleine Fernbedienung mit Controller, der ins Auto verbaut werden kann. Die Fernbedienung wird am Band einer Armbanduhr platziert, das ganze als „007 Remote Alarm“ vorgeführt. Alarm zum Selbstauslösen? Wer’s mag, kann die Fernbedienung auch mit Touchscreen bekommen.

Ladestationen für bis zu vier iPads, Silikon(?)schalltrichter fürs iPhone, Hüllen für Apple-Geräte… die überwiegend chinesischen Anbieter solcher Gadgets scheinen sich in Apple-Produkte verschossen zu haben.

Alles in allem scheinen die Billiganbieter die Flächen nutzen zu wollen, um Abnehmer für ihre Waren zu finden. Solche „Gadget-Händler“ kennen wir auch in Deutschland. Auch bei denen scheint die Vorliebe für iPhone und iPad groß zu sein. Warum Besitzer dieser Geräte (die ja nicht billig sind) auf billiges Zubehör zurückgreifen wollen? Ich weiß es nicht. Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass Spielinstinkte geweckt werden, für die man nicht viel ausgeben will.

Und wer genug von dem Lärm um Smartphones hat, der kann doch mal „Hau den Lukas“ in der Variante „Hau das Smartphone“ spielen – mit echten Smartphones und einem Gummihammer.