Malwareschleuder auf Facebook

Auf Facebook kursiert eine “Anwendung”, die sich verbreitet, indem scheinbar Links zu Videos an den Pinnwänden einiger Nutzer hinterlassen werden.

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Klickt man auf den Link zum “Video”, wird man zu einer Anwendungsseite weitergeleitet, die sich als “Power DVD” (genau wie der bekannte DVD-Player) ausgibt. Die Anwendung möchte erst einmal auf das Konto zugreifen, um dann zu behaupten, der installierte FLV-Player sei nicht mehr aktuell.

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Jetzt erst beginnt der kritische Vorgang: Der Nutzer wird zu einer Website weitergeleitet, wo er von einer externen Adresse eine ausführbare Datei (für Windows) herunterladen soll.

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Diese Datei nennt sich FLVDirect.exe und liegt laut Dateieigenschaften in der Version 1.0.0.0 vor. Die Digitale Signatur ist auf Design and Marketing DM S.A, admin(a)loudmo.com, ausgestellt und gilt bis 2015. Der angegebene Hersteller wirbt damit, Kunden mit jeder Installation zu vergüten.

Bis jetzt (18:57 Uhr) ist das Programm nur bei zwei Herstellern von Antivirensoftware bekannt. nämlich F-Secure und Sunbelt. Bei Sunbelt stuft man das Programm als Adware ein, F-Secure nennt es lediglich “verdächtig”.

Verbraucherzentrale mahnt erfolgreich Soziale Netzwerke ab

image Der Bundesverband Verbraucherzentrale hat erfolgreich die Sozialen Netzwerke Xing, MySpace, Facebook, Lokalisten, Wer-kennt-Wen und StudiVZ abgemahnt. Beanstandet wurden zahlreiche Klauseln der AGB und Datenschutzbestimmungen. Alle Anbieter unterzeichneten entsprechende Unterlassungserklärungen.

Die abgemahnten Unternehmen dürfen nun zum Beispiel Fotos der User nicht mehr für eigene Zwecke verwenden. Außerdem soll für restriktive Profil-Voreinstellungen gesorgt werden, die gerade neue Nutzer, die sich noch nicht auskennen, schützen sollen. Auch weitere Regelungen zur umfassenden Datennutzung müssen bis spätestens Januar 2010 getroffen werden.

Die Leiterin des Projekts “Surfer haben Rechte” der Verbraucherzentrale begrüßte es, dass sich die Netzwerke kooperativ zeigten und auch Änderungen zustimmten, die über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgingen.

Der Vorstand der Verbraucherzentrale Gerhard Billen kündigte an, weitere Internetangebote zu überprüfen, um Internetnutzer zu schützen.

Aus für Beacon: Facebook beendet personalisierte Werbung

Die Betreiber des US-amerikanische Sozialnetzwerks “Facebook” stellen die Verwendung der “Beacon” genannten personalisierten Werbung ein.

Beacon erlaubte es unter anderem

  • zielgerichtete Werbung einzublenden, die den Benutzer anspricht
  • anzuzeigen, was ein Facebook-Benutzer zuletzt über das Internet gekauft hat.

Facebook-Logo - (c) FacebookBesonders letztere Funktion sorgte immer wieder für Verwunderung oder gar Angst, wenn Nutzer der Plattform auf ihre Käufe angesprochen wurden.

Im August 2008 klagten Datenschützer gegen Facebook, weil “Beacon” massiv in die Privatsphäre der Nutzer eingreife.

Facebook kündigte jetzt an, eine Stiftung zur Förderung des Datenschutzes gründen zu wollen. Facebook schießt dieser 9,5 Millionen US-Dollar zu.

Bei der Einführung von Beacon, Ende 2007, hoffte man bei Facebook darauf, Beacon -eine neue Funktion für das Sozialnetzwerk erfunden zu haben. Beacon zu konfigurieren fiel den Nutzern jedoch so schwer, dass die Idee in einem  Datenschutz-Desaster endete.

“Wir haben viel […] aus der Erfahrung mit Beacon gelernt. Wir haben unterschätzt, wie schwierig es [für die Nutzer] sein würde, die Einstellungen darüber, welche Informationen veröffentlicht werden, anzupassen.”, sagte Barry Schnitt, Director of Policy Communications, Facebook.

Mit der Gründung der Stiftung wird der Rechtsstreit nun außergerichtlich beigelegt.

Bild: “Beacon”, von DieselDemon, Flickr