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Datenschutzskandal bei Hansenet
Jede Firma braucht einmal einen Datenschutzskandal. So auch der DSL-Anbieter Alice, so berichtet der NDR. Hier hatte sich ein unbedarfter Neukunde bei der Produktlinie Alice die Email-Adresse alice@alice.de registriert. Das tragische dabei: sämtliche Daten von Neukunden, die Verträge bei Alice abschließen, gehen an diese Mail-Adresse.
172 neue Mails fand der betroffene Benutzer in seinem Posteingang. Er “wusste gar nicht, wo die auf einmal hergekommen sein könnten – bis ich dann feststellte, dass das Daten für Alice sind", erklärte er dem NDR. Dabei stellte er außerdem fest, dass es äußerst sensible und persönliche Daten, wie Kontonummern und komplette Adressen, inklusive Stockwerknummern, waren.
Hansenet hat die Panne dem NDR gegenüber bestätigt – und die E-Mail-Adresse bereits gesperrt.
Gerichtsurteil: “Bis-zu”-Klausel bei DSL-Verträgen unwirksam
Eine zu geringe Bandbreite ist ein Grund, den Vertrag mit dem DSL-Anbieter fristlos zu kündigen. So urteilte das Amtsgericht Fürth im Mai dieses Jahres (Aktenzeichen 340 C 3088/08), berichtete gestern Tom’s Hardware DE.
Die Klausel, auf die die DSL-Anbieter bei Reklamationen immer wieder verweisen, das mit dem Vertrag höchstens die genannte Bandbreite geliefert würde, ist ungültig.
Geklagt hatte ein Kunde, der von seinem Anbieter bis zu 6’000 kBit/s bekommen sollte und diese Leitung für DSL und VoiP nutzte. Nachdem der Anbieter ihm mitteilte, dass an seinem Standort maximal etwa 3’072 kBit/s geliefert werden können und er zusätzlich einen Vertrag mit der Telekom für die Schaltung des analogen Anschlusses abschließen musste, der ihn zusätzlich rund 17 Euro im Monat kosten würde, kündigte er fristlos und forderte zudem die Rückerstattung der für die Schaltung des Anschlusses angefallenen Kosten in Höhe von rund 100 Euro.
Kenne ich doch irgendwoher
Die geschilderten Probleme des Klägers kommen mir bekannt vor. In meinem DSL-Vertrag, der vor 22 Monaten abgeschlossen wurde, steht, dass ich 16’000 kBit/s bekommen soll. Am Router kamen dann tatsächlich fast 3’000 kBit/s an. 1und1, mein jetziger DSL- und VoiP-Anbieter, bot eine Erstattung von monatlich 5 Euro an.
Festgestellt wurde das Problem wenige Tage nach der Umstellung. 1und1 vertröstete mich, dass die volle Leistung wahrscheinlich erst “in ein paar Tagen” verfügbar wäre, was aber nie eintrat.
Dann kam der Umzug nach Waldshut. Der alte Anschluss von der Telekom sollte gekündigt werden und der neue direkt von 1und1 gestellt werden. Den Auftrag dazu lehnte 1und1 ab: ich müsse zuerst einen Anschluss von der Telekom legen lassen, damit 1und1 diesen “übernehmen” könne.
Da mir keine andere Wahl blieb und ich an den DSL-Vertrag mit 1und1 gebunden war, musste ich die Telekom beauftragen. Und deren Vertragslaufzeit beträgt auch mindestens 24 Monate. Also wieder Vertragsbindung.
Die Schaltung des DSL verzögerte sich aufgrund eines Fehlers eines Mitarbeiters bei 1und1 erheblich. Der hatte eine falsche Rufnummer für die Schaltung des DSL-Signals angegeben. Als der Fehler gefunden war, funktionierte zwar das DSL, aber nicht das VoiP, weil an dieser Stelle immer noch die falsche Nummer hinterlegt war und von mir nicht geändert werden konnte – telefonieren war nur zu den etwas höheren Kosten der Telekom möglich, der Vertrag mit 1und1 bot während dieser Zeit also kaum Vorzüge.
Als ich feststellte, dass statt der von 1und1 einst bestätigten 6’000 kBit/s nur 1’700 (!!) ankommen forderte ich mehrfach einen weiteren Preisnachlass von insgesamt 10 Euro. Damit würde mich der Vertrag mit 1und1 im Monat rund 20 Euro kosten – genauso viel wie ein DSL 2000-Vertrag.
Erst nach dem zweiten Brief antwortete 1und1. Ich könne zur Kostenreduktion den Vertrag mit der Telekom kündigen und den analogen Anschluss in den Vertrag mit 1und1 hinzunehmen. Monatliche Einsparung: etwa 7 Euro. Möglichkeit: unmöglich. 1und1 erklärte auf telefonische Nachfrage, das man den analogen Anschluss in meinem Wohngebiet nicht bereitstellen könne.
Auf meine Forderung mit dem doppelten Preisnachlass in Höhe von insgesamt 10 Euro ging 1und1 nicht ein.
Kündigung? Vorerst ausgeschlossen!
Durch das Urteil des AG Fürth fühle ich mich zwar bestärkt, den Vertrag mit 1und1 einseitig aufzulösen, aber dann stehe ich ohne DSL da. Und das ist für mich aus beruflichen und privaten Gründen undenkbar.
Andere Anbieter teilen immer wieder mit, dass sie in meinem Wohngebiet keine Kunden mit DSL versorgen können. Ursache ist, dass ein paar Straßen weiter eine Vermittlungsstelle steht, die den daran angeschlossenen Kunden nach meinen bisherigen Erkenntnissen (Nachfragen bei Nachbarn) höchstens 2’000 kBit/s liefern kann. An diese Vermittlungsstelle sind schon zu viele Kunden angeschlossen. Würde ich den Vertrag mit 1und1 kündigen, würde den freigewordenen Platz wahrscheinlich derjenige bekommen, der bereits einen Vertrag abgeschlossen hat oder die darüber agierenden Anbieter teilen die frei gewordene Bandbreite auf.
Ich wohne übrigens in einem Neubaugebiet oberhalb der Stadt, das seit höchstens drei Jahren bebaut wird – aber bereits gut besiedelt ist. Warum es die Telekom oder ihre Mitbewerber bis heute nicht geschafft haben, eine weitere Vermittlungsstelle einzurichten, ist mir immer noch unklar.
Stirbt aus: Schmalbandinternet
Eine Bitkom-Studie hat erstaunliche Tatsachen zu Tage gebracht. Das schmalbandige Internet wird aussterben. Die Fakten sprechen für sich: 121 Milliarden Einwahlminuten war der Höchststand 2001. Seither sinkt diese Zahl kontinuierlich. 2008 waren es nur noch 10 Milliarden Minuten – 70 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies ist dem schnellen Ausbau des Breitbandinternets zu verdanken.
Immerhin wissen wir, woran es liegt. Dass die Größe der Seiteninhalte deutlich zugenommen hat ist ja auch kaum relevant. Wer kommt heutzutage auch auf die Idee Videoportale, wie Youtube oder MyVideo zu besuchen. Nicht auszudenken, wie man die Massen der Bilder auf Webseiten mit ISDN oder Analogverbindung bewältigen soll – und dies nur, damit die Seite optisch mehr her macht.
Breitband-DSL bedeutet für Deutschland: alles was schneller ist als 128kbit/s. 128kbit/s ist eine gebündelte ISDN-Leitung. Nicht schnell, aber besser als nichts. DSL-Lite heißt das Produkt, welches in Deutschland als das schmalste DSL-Angebot gilt. Man zahlt den DSL 1000-Preis und bekommt genau ein Drittel der bezahlten Leistung.
Betrachtet man außerdem noch die Preise von Analog/ISDN im Vergleich zu DSL, so merkt man schnell, wo Preis/Leistung in einem vernünftigen Rahmen stehen.
Dank eigener Erfahrungen weiß ich: 60 Internetstunden im Monat sind nicht viel. Zumal ich seit dieser Zeit einiges mehr in den Weites des Webs mache als damals. Eines der günstigeren DSL-Angebote heißt Alice-DSL. Wahlweise mit oder ohne Mindestlaufzeit beträgt der monatliche Betrag für die maximal verfügbare Geschwindigkeit €24.- bzw. €29,-. Alles notwendige ist mit dabei: ein Modem und die Internetleitung. Man braucht keinen Telefonanschluss der Telekom oder sonstige Zusatzleistungen.
Möchte man Rüdiger Hoffmanns Motto “ich bin jung, ich kann warten…” nicht unbedingt gerecht werden, würde sich fast der Griff zu ISDN lohnen. Mit immerhin 64kbit/s galoppiert man dann durch das WWW.
Anders als bei DSL gibt es für ISDN keine Volumentarife, sondern ausschließlich Zeittarife. 50 Stunden langsames Internet für €20,- zzgl. des Anschlusses von ca. €24.-. Und dann ist am Ende von der Zeit der Monat immer noch so lange.
Mal ganz ehrlich? Selbst wenn man zu der Minderheit gehört, die in den 0,0001% des Bundesgebietes wohnen, wo noch kein DSL verfügbar ist (oder verfügbar gemacht werden will), so gibt es auch hier schon nette Lösungen zB per Funk (X-DSL), um an das Begehrte “Breite” dran zu kommen.
Aber wen bitte schön wundert es, dass das Schmalbandinternet ausstirbt?! Dazu brauch ich keine Studie, da reicht ein Blick auf die Preisliste und die Vorteile.
Übrigens: die Bitkom fand noch etwas anderes heraus: Das Datenvolumen stieg im vergangenen Jahr um 50 Prozent auf fast 2,5 Milliarden Gigabyte. Für 2009 erwartet der Bitkom eine erneute Steigerung dieses Datenvolumens um rund 50 Prozent.
Und trotzdem vermisse ich die Einwahlgeräusche des Modems…
Ach hier bleibt mein DSL
Das angebliche Nichtvorhandensein meines Auftrags über den Umzug des DSL-Signals vom Anbieter mit zweimal der Eins im Name hat sich nun aufgeklärt. Da warte ich seit Tagen auf DSL und bekomme es nicht, weil ein Mitarbeiter die Zielrufnummer falsch weitergegeben hat. 7751 für Waldshut wurde zu 7551 für Sipplingen; offensichtlich war man nicht in der Lage, die Nummer trotz erfolgreichen Rücklesens korrekt zu übernehmen und wenigstens den Ort der Liefer- und Rechnungsadresse abzugleichen. Dass da keiner stutzig wurde…
Da fuchst es mich wieder einmal, nicht bei der Telekom geblieben zu sein. Die brauchte nämlich nur eine Woche ab Bestellung, um einen Techniker vorbeizuschicken, der die Leitung aufschaltete.
Der Anbieter gibt die Dauer der Umstellung mit zwei bis vier Wochen an.











































