Windows 7-Upgradeprogramm beginnt diesen Freitag


Microsoft startet diesen Freitag das kostenlose Upgrade-Programm für Käufer von PCs mit Windows Vista. Dies gab der Konzern auf seiner Website bekannt. Auf “windows7upgradeoption.com” heißt es derzeit sinngemäß: “Vielen Dank für Ihr Interesse. Bitte kommen Sie am 26. Juni zu dieser Seite zurück.

Wer zwischen dem 26. Juni 2009 und Januar 2010 einen Computer mit Windows Vista Home Premium, Business oder Ultimate erworben hat, ist berechtigt, am Upgrade-Programm für Windows 7 teilzunehmen. Für Kunden der ebenfalls höher eingeordneten Enterprise-Variante gilt das Programm jedoch nicht: dies ist eine für Firmen vorgesehene Variante, die längerfristig eingesetzt werden soll.


Microsoft hat bis jetzt noch keine offiziellen Angaben darüber gemacht, dann das Programm starten und enden wird geschweige denn, wie der Upgrade-Prozess über die Hersteller abgewickelt werden soll und wie viele sich daran überhaupt beteiligen.

Microsofts Upgrade-Pläne sind seit langem bekannt. Im Januar meldete TechARP, dass es ein solches Programm geben würde, später nannte man sogar diesen Freitag als Termin.

Wer eine der weiter oben genannten Vista-Varianten auf seinem neuen PC hat, kann zu den Windows 7-Varianten Home Premium, Professional und Ultimate wechseln. Professional wird die Anforderungen der bisherigen Business-Variante erfüllen.

Wer einen PC mit XP und Downgrade-Lizenz erhalten hat, ist ebenso zum Upgrade auf die Version 7 berechtigt. Microsoft hat die Frist für das Vista-auf-XP angesichts der hohen Nachfrage in Unternehmen und dem demnächst erscheinenden 7 bis zum April 2011 verlängert.

Für Windows 7 sind derzeit noch keine Preise bekannt. Es wird allerdings erwartet, dass sich diese kaum von den bisherigen Preisen unterscheiden werden. Einige Elektronikketten planen den Verkauf zum Preis von etwa 60 Euro (für Home Premium).


Upgrade- und Downgradepläne für Windows XP und 7

Nur wenige Stunden nach der Ankündigung, die Verkaufszahlen von Windows XP kontrolliert reduzieren zu wollen, geriet Microsoft in die Kritik und wehrte sich, das Vorhaben würde die Lebenszeit des inzwischen veralteten Betriebssystem mindestens bis April 2011 verlängern.

Sechs Monate nach der Veröffentlichung von Windows 7 soltel es Computerherstellern erlaubt sein, Windows XP mit ihren Produkten zu verkaufen.

Microsoft wurde vorgeworfen, damit ein gewaltiges Durcheinander zu verursachen, da Firmen mehr Aufwand ins Upgraden ihrer PCs stecken müssen, sobald Windows XP abgelöst werden soll.

Da Windows 7 schon am 22. Oktober erscheinen soll, würde sich die sechsmonatige Frist bis April 2010 ziehen. Hersteller dürfen dann Computersysteme mit Windows XP, Vista und 7 verkaufen.

Einige Firmen, die Vista derzeit nicht einsetzen wollen, können jetzt nicht anders, als neue PCs mit XP zu laufen und später das Upgrade auf 7 durchzuführen – das ist zumindest eine Befürchtung, vor der Administratoren stehen.

Hinzu kommt, dass die Berechtigung zum Upgrade, die spezielle Lizenz, nicht automatisch Bestandteil jedes neuen PCs ist. Diese Lizenz ist erforderlich, damit die Käufer zunächst XP nutzen und später auf 7 upgraden dürfen.

Plan B

Die Alternative: Unternehmen kaufen PCs mit Lizenzen für Windows Vista Business oder Ultimate – die haben automatisch eine Upgrade-Berechtigung, um später zu Windows 7 zu wechseln.

Upgrade-Berechtigungen liegen vielen derzeit für Firmen ausgelieferten PCs bei. Sie werden dann mit einem vorinstallierten XP ausgeliefert, enthalten aber auch Lizenzen und Installationsdatenträger mit Vista.

Kurz nachdem Microsofts alter Plan in die Kritik geriet, ruderte der Softwareriese zurück und bestätigte die neue Upgrade-Methode.


Käufer von Windows 7 Professional (entspricht Business) und Ultimate können innerhalb von 18 Monaten ab der Veröffentlichung von Windows 7 oder bis zum Erscheinen des ersten Service Packs für 7 auf XP downgraden.

Der geänderte Plan kommt gut an und beweist, “dass Microsoft auf die Kunden hört”, meint ein Analyst.

Überarbeitungen sind wahrscheinlich aber noch nötig. Microsoft hält sich derzeit die Option frei, das Downgrade-Recht frühzeitig zu beenden, da dieses 18 Monate nach der Veröffentlichung aber bis zum Erscheinen des ersten Service Packs von und für Windows 7 besteht. Wenn Microsoft das Service Pack früher veröffentlicht – und die Entwickler arbeiten angeblich bereits daran, wird die Downgrade-Frist erheblich kürzer ausfallen.