Windows 7 gecrackt


Nur eine Woche, nachdem Windows 7 den RTM-Status (Release To Manufacturing) erreicht hat, wurde das neue Betriebssystem gecrackt. Das hat Microsoft gestern bestätigt.


Der Product Key stammt offensichtlich von Lenovo und tauchte kürzlich im Web auf. Mit dem Key ist es möglich, das ebenfalls letzte Woche in Tauschbörsen aufgetauchte Windows 7 (das den RTM-Status haben soll) zu aktivieren und zu verwenden.

Das Cracken wurde möglich, weil das DVD-Image von Lenovo zunächst auf einer chinesischen Website auftauchte und später auf englischsprachige Angebote gelangte. Softwarepiraten gelang es offensichtlich, einen “Master Product Key” sowie ein Aktivierungszertifikat aus dem Image zu gewinnen. Damit sollen Computerhersteller Windows normalerweise schon vor der Installation aktivieren können.

Damit der Crack allerdings funktioniert, muss die Hardware zum Image passen: Das BIOS muss modifiziert werden. Eine ähnliche Schwachstelle wurde schon in der Vergangenheit genutzt, um ein kopiertes Windows Vista zu installieren; dem schob Microsoft allerdings einen Riegel vor. In den Webforen häufen sich inzwischen die Fragen, wie man das BIOS modifizieren (“hacken”) könne.

Obwohl das Angebot, Windows 7 kostenlos zu bekommen und aktivieren zu können vielen verlockend erscheint, rät Microsoft dringend davon ab. In den tauschbörsen kursieren erst im Mai Versionen, die mit einem trojanischen Pferd infiziert waren. Aus diesem Grund veröffentlichte Microsoft auch die Prüfsummen der DVD-Images.