Chrome für Mac rast der Konkurrenz davon

Die Entwicklerversion von Chrome für den Mac ist 9% schneller als Apples eigener Browser (Safari 4 Beta) und 37% schneller als die aktuellste Version von Firefox.

Die gravierendesten Unterschiede in der Geschwindigkeit beziehen sich auf das Rendern von JavaScript – hier lässt Chrome insbesondere das Nightly-Build “Minefield” von Firefox im Schatten stehen.

Sowohl Safari als auch Chrome basieren auf der Rendering-Engine WebKit, die eine Weiterentwicklung des quelloffenen KHTML ist und von Apple quelloffen weiterentwickelt wurde.

Wenn es um das Rendern von JavaScript geht, gehen die Hersteller jedoch getrennte Wege: Chrome verwendet hierfür V8, während Apple an Nitro festhält.

Die perfekte Engine zum Rendern für JavaScript ist ein Hauptaugenmerk, auf das die Browserhersteller in letzter Zeit immer wieder die Aufmerksamkeit der Benutzer lenken wollten: hier gab es viele Schwächen zu beseitigen und Tricks, das Rendern zu beschleunigen.

Google war hier wahrscheinlich der Auslöser; bei der Ankündigung von Chrome wies man immer wieder auf den erheblichen Geschwindigkeitszuwachs bei JavaSchipt hin. Auch Mozilla zog nach und kündigte eine Verbesserung der in Firefox enthaltenen JavaScript-Engine an. Nur Microsoft verhielt sich ruhig. Die Entwickler verwiesen nur darauf, dass Internet Explorer prominente Seiten schneller öffne als die Konkurrenz.

Google Chrome jetzt auch für Mac OS und Linux

Auf den Downloadservern von Google war Chrome schon länger für Mac OS und Linux erhältlich, jetzt wurden Entwicklerversionen offiziell freigegeben.

Chrome unter Mac OS 

Dennoch rät Google ausdrücklich davon ab, diese Versionen zu herunterzuladen, geschweige denn zu benutzen. “Was auch immer Sie damit tun [wollen], laden Sie Chrome nicht herunter!,” heißt es auf den Downloadseiten.

Den Entwicklerversionen mangelt es noch anzahlreichen Funktionen. So lässt sich der Suchanbieter nicht wechseln, es gibt keine Druckfunktion und Plug-Ins wie der Flash Player sind auch noch nicht verwendbar.

Die Downloads gibt es hier für Mac OS X und für Linux.

Internet Explorer 8 gewinnt Marktanteile

Aus der aktuellen Untersuchung von Net Applications geht hervor, dass Internet Explorer 8 der Gewinner beim Nutzerzuwachs des vergangenen Monats ist. Der Marktanteil des Browsers stieg um 3,7 Prozent, der von Google Chrome um 0,4 Prozentpunkte.

Insgesamt gehen 65,5 Prozent der imageNutzer mit Internet Explorer online, darunter vertreten sind die Versionen 6, 7 (40,8%) und 8 (7,6%). Rein rechnerisch nutzen danach über 17% immer noch den veralteten Internet Explorer 6.

Mozilla Firefox war im Mai mit 22,5 Prozent vertreten, Apple Safari mit 8,4 Google Chrome mit 1,4 Prozent.

Net Applications analysiert Besucherdaten von rund 40 000 Websites, um repräsentative Ergebnisse zu gewinnen.

Bereits im März war der Marktanteil von Internet Explorer angestiegen, betrug damals aber 67,5 Prozent – 2,2 mehr als zwei Monate danach, im April hab es einen kleinen Einbruch der Nutzerzahlen.

Es zeichnet sich schon seit Längerem ab, dass Internet Explorer immer wieder Nutzer an Mozilla Firefox verliert und wieder gewinnt.

Auch Firefox gewann und verlor in der Zwischenzeit Nutzer, im März lag seine Verbreitung bei 21,77 Prozent – und hat über die letzten acht Wochen wieder zugenommen.

Die Verlierer waren zwischendurch Google Chrome, der jetzt aber wieder aufholt und besonders Opera, dessen Anteil sich zuletzt zwischen 0,7 und einem Prozent bewegte.